Von 0 auf 42: Zum ersten Mal die Zehn geknackt

Foto: Hillebrand

Zehn Kilometer – diese Distanz zeigte mir am Sonntagvormittag nach einer schönen ausgedehnten Runde durch den winterlichen Hammer Kurpark mit einer doppelten Schleife am Kanalufer entlang meine Laufuhr an.

„Wow“, schoss es mir durch den Kopf, „ich habe es geschafft.“ Allerdings forderte der letzte Kilometer mein ganzes Durchhaltevermögen. Denn ich erreichte den Parkplatz schon nach neun Kilometern. Ziel war es aber, endlich die zehn zu knacken. Also lief ich kurzerhand die Straße auf und ab, um die Distanz zu verlängern. Und weil das nicht reichte, auch noch eine Runde ums dort gelegene Schwimmbad. Und dann war es endlich geschafft. Ich war endlich im zweistelligen Kilometerbereich angekommen und damit eine Laufdistanz-Stufe aufgestiegen.

Noch mehr erfüllten mich meine ersten zehn Kilometer mit Stolz, wenn ich an die Zeit zurückdenke, in der ich Anfang Dezember mein Training und die Teilnahme am Fünf-Kilometer-Nikolauslauf, dem ersten Etappenziel des „0 auf 42“-Projekts der Lipperunners, verletzungsbedingt aussetzen musste. Aber nun trainiere ich schon wieder seit einigen Wochen und schaue zuversichtlich nach vorne, beim nächsten Wettkampf Mitte März mit meiner Laufgruppe erfolgreich über die Ziellinie zu laufen.

Bis es soweit ist, stehen aber noch acht Wochen Training auf dem Plan. Und den gestaltet Trainer Michael Drepper vor allem mit Tempoläufen im Dahl und ausgedehnteren Dauerläufen am Wochenende mit Strecken von bis zu anspruchsvollen 17 Kilometern. Aufgrund meiner Laufpause hat er mir eine etwas abgeschwächtere Variante des Plans kreiert.

Denn neben dem inneren Kälte-Regen-Schweinehund, der es sich bei mir während meiner Trainingspause wieder bequem gemacht hatte, hat auch meine Fitness gelitten. Und so schaue ich etwas neidisch auf die Zeit von etwa sechseinhalb Minuten pro Kilometer meiner Mitläufer, während ich mich immer noch im Siebener-Bereich fortbewege. Vor allem durch die Tempoläufe hoffe ich, meine Kondition zu verbessern.

Dabei gilt es für mich beispielsweise, sechs mal 400 Meter in je zweieinhalb Minuten zu laufen. Klingt erst mal nicht besonders anstrengend, aber von wegen. Schnell wurde ich eines Besseren belehrt. Denn während ich beim ersten Training dieser Art in den ersten Runden richtig Gas gegeben habe und sogar unter der vorgegebenen Zeit geblieben bin, ging mir schon bei der vierten Wiederholung fast die Puste aus. Der Lerneffekt für das darauffolgende Training: Lieber jedes Intervall in der angegebenen Zeit laufen, dann fällt auch das Durchhalten bis zum Ende leichter.

Die Serie: Von Null auf 42

Von 0 auf 42 – WA-Redakteurin und Gelegenheitsläuferin Vanessa Glaschke hat ein Ziel: Sie will Marathonläuferin werden. Dazu nimmt sie an dem 13 Monate umfassenden Programm der LippeRunners Werne „Von 0 auf 42 – Vom Couchpotato zum Marathon“teil. Betreut von fünf Trainern werden die Teilnehmer auf den 42-Kilometer-Lauf vorbereitet. In loser Folge berichtet Vanessa Glaschke über das Projekt und ihre Lauferlebnisse. Weitere Informationen über den Verein und die Lauftreffs (auch für Nichtmitglieder gibt es unter www.lipperunners.de)

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