Die erste Schwarzgurt-Trägerin im TV Werne ist vierfache Mutter

Die Werner Judokas gratlulierten Sylvia Rüschenschmidt zum Schwarzgurt. -  Foto: Balke

Werne - „Irgendwann hat mich der Ehrgeiz gepackt. Dann wollte ich es unbedingt schaffen“, sagt Sylvia Rüschenschmidt. Die 43-Jährige hat als erste Frau im TV Werne die Prüfung zum ersten Dan, also zum Schwarzgurt, im Judo abgelegt.

Gut neun Monate lang bereitete sich die Judoka auf die Prüfung vor. An insgesamt acht Tageseminaren nahm sie während der Vorbereitung teil. „Dafür muss man natürlich Zeit opfern. Gerade wenn man eine Familie hat, ist das sehr schwierig“, sagt Rüschenschmidt. Während der Seminare lernte sie verschiedene Wurftechniken, aber auch die Theorie und Geschichte des Judos.

All ihr gesammeltes Wissen brauchte sie bei der Prüfung vor zwei Wochen. „Die war sehr anspruchsvoll. Das hätte ich so gar nicht erwartet“, sagt Rüschenschmidt. Sie zeigte Standwürfe, bestimmte Wurfabfolgen und beantwortete Fragen zur Geschichte ihres Sports.

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich irgendwann den Schwarzgurt trage“, so Rüschenschmidt. Während ihrer Studienzeit begann sie sich für Judo zu interessieren. Nach der Geburt ihrer Kinder pausierte sie eine Zeit lang. Vor sechs Jahren begann sie erneut mit Judo. „Ich glaube, dass ist für viele Frauen ein Problem. Dann kommen die Kinder dazwischen und man hat keine Zeit mehr“, erklärt Rüschenschmidt. Dass sie als erste Frau im TV Werne die Prüfung erfolgreich abgelegt hat, sei für sie eine Ehre. 

„Das macht mich sehr stolz. Ich war total überrascht, als ich das gehört habe“, sagt die 43-Jährige, und: „Dabei haben mir meine Kinder geholfen.“ Diese hätten sie angetrieben, die Prüfung zu absolvieren. Ihre vier Kinder sind ebenfalls im Judobereich des TV aktiv. Rüschenschmidt: „Die freuen sich natürlich. Das gibt ihnen auch zusätzliche Motivation.“

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