Sternlauf ins Hafenstadion nur etwas für Wetterfeste

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Der TLV Rünthe beteiligte sich mit seiner Läufergruppe und als Gastgeber im Rünthe.

RÜNTHE - Als Eva Knedlik am Sonntagvormittag im Hafenstadion eintrifft, ist sie erschöpft, klitschnass – und ziemlich stolz. Denn sie hat gerade den ersten Ein-Stunden-Lauf ihres Lebens hinter sich gebracht. Und das unter erschwerten Bedingungen.

Es ist ziemlich kühl und es regnet in Strömen. Deshalb hört man im Hafenstadion in Rünthe einen Satz immer wieder: „Läufer sind wetterfeste Menschen.“ Denn trotz des miesen Wetters haben sich Freizeit-Läufer und -Walker aus den vier Bergkamener Sportvereinen auf den Weg nach Rünthe gemacht: Der TLV Rünthe, der TuRa Bergkamen, der TuS Weddinghofen und der SuS Oberaden eröffnen die Saison im Fitnesspark Bergkamen.

Auf den ausgeschilderten Strecken, auf denen die Läufer und Walker ihre Runden drehen, herrscht aber eigentlich das ganz Jahr über Betrieb. Auch Eva Knedlik hat rechtzeitig mit dem Training für die Eröffnungsveranstaltung im Hafenstadion begonnen. Sie gehört zu den Teilnehmern eines Anfängerlaufkurses, den der TLV Rünthe in den vergangenen drei Monaten angeboten hat.

Bettina Gerken und Willi Platza haben die Lauf-Novizen darauf vorbereitet, eine Stunde am Stück zu Laufen – dieses Kriterium muss erfüllen, wer das Deutsche Laufabzeichen erreichen will.

Das erhalten Knedlik und die anderen erfolgreichen Läufer bei der Veranstaltung im Hafenstadion. Die Laufgruppe des Gastgebers TLV ist an der Turnhalle an der Overberge Straße gestartet und hat eine Strecke von rund neun Kilometern auch entlang am Kanal zurückgelegt. Der Regenlauf war für Knedlik und die anderen Laufkursteilnehmerinnen eine ganz neue Erfahrung: „Sonst hat meist die Sonne geschienen, wenn wir trainiert haben“, sagt sie. Beim Laufen selbst spüre man die Nässe aber gar nicht: „Das Schwierigste war heute Morgen den inneren Schweinhund zu überwinden.“

Das ist offenbar nicht allen Freizeitathleten gelungen. Angesichts des Dauerregens bleibt die Beteiligung am Saisonauftakt ein wenig hinter den Erwartungen zurück.

Die Laufgruppe von TuRa Bergkamen wird zum Beispiel nur von dem Trio Gerhard Sill, Martin Behrends und Detlev Skubich vertreten. „Eigentlich sind wir 15 Läufer“, berichtet Skubich. Allerdings hat nicht nur das Wetter die anderen TuRaner vom Fitnesspark-Lauf abgehalten: „Einige von uns müssen auch arbeiten, weil in Kamen verkaufsoffener Sonntag ist.“

Die Walking-Gruppe des TuS Weddinghofen ist ebenfalls nicht in voller Stärke angetreten. „Ein paar von uns sind zu Hause geblieben“, sagt Ellen Wiemhoff, die mit einigen Vereinsfreunden von der Pfalzschule bis nach Weddinghofen gelaufen ist. Auch die Walker trainieren regelmäßig auf den Fitnesspark-Routen

Aber man muss nicht unbedingt in einem Verein organisiert sein, um das Streckennetz zu nutzen.

Inzwischen seien auch viele Individualsportler, die ohne Gruppenanschluss laufen, im Fitnesspark unterwegs, hat der Vorsitzende der Kreisleichtathletik-Ausschuss, Peter Westermann, beobachtet. Offenbar wissen die Individualisten zu schätzen, dass ihre Laufroute ausgeschildert ist und sie einschätzen können, wie lang die Strecke ist. Und in einem besonders attraktiven Laufrevier dienen die Hinweisschilder sogar den Umweltschutz, meint Westermann: „Gerade im Naturschutzgebiet Beversee ist es wichtig, dass die Läufer und Walker auf den Wegen bleiben.“ - job

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