14.Spieltag in der Kreisliga A1 (Unna/Hamm)

Eintrachts Serie reißt ohne Stürmer, Stockum überrascht und der FCO ist sauer auf den Schiri

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Eintracht Werne und Trainer Mario Martinovic verlor am Sonntag erstmals wieder nach zehn Pflichtspielen ohne Niederlage

Werne – Nach zehn Partien ohne Niederlage – darunter neun Siege – hat der A-Kreisligist Eintracht Werne erstmals wieder verloren. Die Evenkämper unterlagen daheim gegen die SpVg Bönen mit 0:1 (0:1). Für die erste Heimniederlage in dieser Saison war Berat Özgüc mit seinem Tor in der 17. verantwortlich. Durch den höchst schmeichelhaften Sieg zog der Gast auf Platz vier an den Evenkämpern vorbei. Der SV Stockum holt zudem einen überraschenden Punkt und der FCO betreibt Schiedsrichter-Schelte.

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): Eintracht Werne – SpVg Bönen 0:1 (0:1). „Keine Ahnung, warum wir das Spiel verloren haben. Ein einziger Fehler wird bestraft. Uns fehlte auch das Quäntchen Glück und uns haben die Stürmer gefehlt. Meine Mannschaft hat nach der Pause auf ein Tor gespielt und fast nichts zugelassen“, sagte Eintrachts Trainer Mario Martinovic. Und tatsächlich machte es sich bei den Großchancen bemerkbar, dass die beiden Zwölf-Tore-Angreifer Sahin (verletzt) und Adas (Gelbsperre) nicht dabei waren. 

„Das war ein ganz dreckiger Sieg. Bei dem Übergewicht und Chancenplus nach der Pause hätten wir uns über eine Niederlage nicht beschweren brauchen“, sagte SpVg-Trainer Tayfun Basyigit. In der Anfangsphase war die Eintracht mit vielen Ecken gefährlich. Ein Konter ausgehend von Keeper Heller über Fatih Cebar auf links führte zum 0:1, als Berat Özgüc in der Mitte völlig frei war (17.). Die Eintracht rieb sich in der Folgezeit auch am Schiedsrichter und reklamierte zweimal vergeblich auf Strafstoß nach Aktionen gegen Akyäz und Deniz Ünal (28., 32.). Die besten Chancen vergaben Enes Akyüz mit einem Volleyschuss (26.) und Rachid Souita mit einem Versuch aus 16 Metern (38.). 

Nach der Pause wurde die Partie komplett einseitig. Die Gastgeber schnürten Bönen tief in deren Hälfte ein, es gab kaum Entlastung. Nach einer Karaca-Flanke verpasste Deniz Ünal aus fünf Metern freistehend den sicheren Ausgleich (47.). Wenig später scheiterte Akyüz aus spitzem Winkel am gut reagierten Heller (54.). Danach waren viele Flanken sichere Beute für Heller und die Eintracht spiele auch im Strafraum zu kompliziert. Pech hatten die Gastgeber, als Bönens Aydeniz nach einem Freistoß an die Latte des eigenen Tores köpfte und Schiller im Nachschuss an Heller scheiterte (74.).

 Zwei gute Freistoßsituationen am Strafraum ließen der unglückliche und oft hardernde Enes Akyüz und auch Mario Martinovic aus (84., 87.). Die dritte Saison-Niederlage war besiegelt, als Martinovic aus spitzem Winkel an Heller scheiterte und er den besser postierten Aykut Kocabas übersah (90.+1).

Eintracht: Rafalski – Akyüz, Schiller, Bulut (46. Kozlik), Martinovic, D. Ünal, Karaca, Souita, Bozkurt (81. Kocabas), S. Ünal, Sari 

Tor: 0:1 (17.) Özgüc

Hammer SC - SV Stockum 0:0. Kellerkind SV Stockum hat sich beim Tabellendritten Hammer SC einen Achtungserfolg erarbeitet, aber auch nur wenig Freude daran. Da die vor dem SVS liegenden Teams wie Wiescherhöfen II, Lohauserholz II und Uentrop gepunktet haben, vergrößert sich der Abstand zum rettenden 13. Platz auf drei Punkte. „Trotzdem, jeder Punkt ist Gold wert“, sagt Spielertrainer Zakaria Slimani, dessen Personalsorgen sich aber nicht verringern. 

So kassierte Samet Sahin nach 75 Minute die Gelb-Rote Karte für wiederholtes Foulspiel und fehlt nun gegen Overberge. „Das bereitet mir mehr Kopfschmerzen als die zwei Punkte, die wir liegen lassen haben“, sagt Slimani. Mitnehmen will er in die nächsten Spiele die Einstellung seiner Mannen: „Hut ab, die Jungs haben eine tolle Moral gezeigt“, sagt der Spielertrainer, und: „Gegen Heessen haben wir das die erste Halbzeit gezeigt, heute über 90 Minuten.“

 Dabei besaßen die Stockumer auch größere Torchancen und damit die Gelegenheit, das Spiel zu gewinnen. Dabei verzog Hamza Laoudi nach einem Ballgewinn im Zentrum nur knapp und nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte tauchte Youness Rissane frei vor dem HSC-Keeper auf, hatte aber plötzlich drei Ideen für den Abschluss auf einmal. Zakaria Slimani: „Gut, Hamm hatte natürlich auch Chancen, aber wir haben gezeigt, dass wir gegen jeden mithalten und dagegen halten können, wenn wir unsere Leistung weiter so abrufen.

SV Stockum: Goeke – Medjedovic,Partlak, Löbbekce, Tas, Sahin, Rissane, Eliyasici (88. Bihi), T. Slimani, Z. Slimani (46. Caglar), Laoudi 

Bes. Vork.: Gelb-Rot Sahin (SVS, 75.) für wiederholtes Foulspiel

FC Overberge – TSC Hamm 0:4 (0:1). Sauer war FCO-Trainer Christian Jagodzinski nach der 0:4-Niederlage gegen den TSC Hamm. „Eigentlich wollen wir nicht zum Spiel sagen. Der Schiedsrichter hat mit zweierlei Maß gemessen. Wie kann man einen 20-Jährigen ansetzen, der mit dem gesamten Spiel komplett überfordert ist und sich permanent beeinflussen lässt?“, gab der FCO-Trainer schließlich doch noch zu einer Einschätzung zu dem Spiel und Schiedsrichter Florian Suthues ab. 

„Über dem Elfmeter hat selbst der Gast gelacht. Ein Hammer Stürmer springt dabei in unserem Torwart rein – und bekommt einen Strafstoß.“ Das war das 0:1 in der 14. Minute durch Gülpinar. Anschließend wurden alles Angriffsbemühungen der Overberger im Keim beendet, wenn der TSC reklamiert habe. „Auf der Gegenseite wird aber gar nichts abgepfiffen. Kevin Beck wird das Sprunggelenk blutig getreten – und es gibt nichts. Lennart Buschmann wird bespuckt und der Schiedsrichter sagt zu ihm, er solle das Abwischen. Wir haben gegen einen schwachen und unfairen Gegner 0:4 verloren“, so Jagodzinski.

FCO: Beckmann – Knoke (64. Rüger), Wittwer, Gosawski, Steinbach, Gladysch, Piotrowski (64. Jägerhülsmann, Beck (77. Bachmann), Gürsen (77. Akgöz), Klein, Buschmann 

Tore: 0:1 (14.) Foulelfmeter Gülpinar, 0:2 (67.) Em. Akyüz, 0:3 (85.) Saadouni, 0:4 (90.+4), Em. Akyüz

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