Eintracht Wernes Jugendabteilung ist erstmals beim Werner Rosenmontags-Umzug dabei

+
Ideengeberin Britta Bonde packte ebenfalls kräftig bei der Umgestaltung des Festumzug-Wagens mit an.

Werne – Britta Bonde fehlte etwas. Aus Gummerbach im Oberbergischen Land stammend, vermisste sie seit ihrem Umzug nach Werne im Jahr 2011 die fünfte Jahreszeit.

Und damit ist bei der 46-Jährigen nicht Sim-Jü gemeint, sondern der Karneval. „Da wird man dort mit groß und infiziert. Und in einer halben Stunde ist man auch in Köln“, sagt die Trainerin der Mini-Kicker von Eintracht Werne, die sie zusammen mit ihrem Mann Jörn Bonde betreut. 

Also unterbreitete sie die den anderen Nachwuchstrainern und den Jugendleitern der Evenkämper die Idee, sich erstmals als Verein am Werner Rosenmontags-Umzug zu beteiligen. Zumal der aktuelle Prinz Robin I. Böcker auch als Jugendtrainer bei den Evenkämpern engagiert ist. 

„Britta hat eine große Sehnsucht nach Karneval“, sagt Eintracht-Jugendleiter Heiko Baus. Der Jugendvorstand machte also den Vorschlag, sich mit einer Fußgruppe am Rosenmontags-Umzug zu beteiligen. „Das ist zu wenig“, war Britta Bondes klare Antwort darauf. 

Ihre Mitstreiter ließen sich überzeugen – und so beteiligen sich die Jugendfußballer der Eintracht mit einem Festwagen am Umzug. Den hatte sich der Verein von der Interessengemeinschaft Werner Karneval (IWK) geliehen und das Gefährt nun an mehreren Wochenenden ab Mitte Januar bis zuletzt nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen in der alten Böcker-Halle im Baaken hergerichtet. 

So wurde der Aufbau in den Vereinsfarben umgestrichen, die sportlichen Elemente gebastelt und auf dem Wagen befestigt – wobei der fertige Wagen bis zum Rosenmontag ein Geheimnis bleibt. Zwölf bis 15 Eltern und Jugendtrainer gehörten zu dem festen Arbeitsteam, dass insgesamt etwa vier ganze Tage in die Gestaltung des Umzugswagens steckte.

Auf dem Wagen werden am Rosenmontag nun die Kleinsten aus den Mini-Kickern und E-Jugend Platz finden, zusammen mit ein paar Erwachsenen, die aufpassen und beim Werfen der Kamelle helfen. „Dann sehen die Kinder den Straßenkarneval mal von oben“, erzählt Britta Bonde weiter.

 Auf dem Festwagen werden etwa 30 Personen Platz finden, dazu kommt noch eine Fußgruppe mit noch einmal etwa 30 Personen, die von den älteren Jugendspielern gebildet wird. Nachdem alles hergerichtet ist und das Wurfmaterial geordert wurde, sind nun alle Teilnehmer gespannt, wie der Rosenmontag ablaufen wird. 

Geht es nach der Karnevals-begeisterten Kindertrainerin Britta Bonde ist dies ohnehin der Start einer neuen Tradition für den Evenkämper Verein. „Wir wollen mal sehen, wie das angenommen wird, um das eventuell im nächsten Jahr zu wiederholen“, sagt Heiko Baus – und bekommt von Britta Bonde die volle Zustimmung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare