Kreisliga: Eintracht verliert, Remis im Derby, Klatsche für Rünthe

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Die Eintracht in den orangenen Trikots verlor kurz vor Schluss.

Werne - Eintracht Werne hat das Top-Duell des 20. Spieltages in der Kreisliga A1 (Unna/Hamm) gegen den Spitzenreiter SpVg Bönen unglücklich mit 1:2 verloren. Der SuS Rünthe kassierte eine 0:8-Klatsche. In der Kreisliga A2 Münster trennten sich der WSC II und SVH II unentschieden.

Kreisliga A1 Unna/Hamm: Eintracht Werne - SpVg Bönen 1:2 (1:0). Mit dem Sieg schaffte das Team von Trainer Hendrik Dördelmann erneut eine Aufholjagd in der zweiten Hälfte. Denn erst in der Vorwoche siegte die SpVg mit 4:3 nach 0:3-Pausenrückstand gegen BV 09 Hamm.

„Unser Ziel ist es, ein bisschen vorzulegen. Wir wollen Mark und Uentrop ein bisschen unter Druck setzen. Das ist uns gelungen. Dabei war es ein reines Unentschieden-Spiel, bei dem wir am Ende ein bisschen mehr Glück hatten“, sagte Gäste-Trainer Dördelmann.

Eine geordnete Partie auf dem matschigen, weichen und an den Seiten von Pfützen übersähten Aschenplatz war kaum möglich – und so neutralisierten sich beide Teams zwischen den Strafräumen und lieferten eine ausgeglichene Partie.

Gleich zu Beginn der Partie gab es einen ersten Aufreger. Dario Obrenovic brachte einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum und Bönens Keeper Heller ließ den Ball ins Tor gleiten. Allerdings entschied der Schiedsrichter sehr zum Unmut von Eintracht-Trainer Jörg Fiebig auf Abseits. „Da war drei Meter vom Torwart entfernt kein Gegenspieler“, meinte Fiebig.

Danach passierte lange nichts – außer Kampf. Als Mario Martinovic 20 Meter von der linken Seite einen Freistoß aufs Tor schoss, ließ Bönens Keeper Patrick Heller den Aufsetzer nach vorne abprallen. Dort stand Matthias Müller und schob unbedrängt aus vier Metern ein (45.+2).

Nach 50 Minuten setzte der Gast das erste offensive Lebenszeichen, als eine verunglückte Flanke von Malik Öncül die Latte berührte. Die Eintracht hatte die Partie auch in der Folgezeit im Griff, schaffte es aber auch nicht, auf dem seifigen Boden die Konter vernünftig zu Ende zu spielen.

So fiel nach 72 Minuten der eher überraschende Ausgleich. Ali Öncül schoss einen Freistoß von der rechten Seite an der Grundlinie scharf vor das Tor, Keeper Manuel Linke verschätzte sich und der eher klein gewachsene Fatih Korkmaz köpfte ungehindert ein (72.).

Eine weitere Chance für die Gastgeber vergab Mario Martinovic, der aus 13 Metern knapp verzog (83.).

In der vorletzten Minute brachte Ali Öncül erneut einen Freistoß in den Strafraum, diesmal kam Linke nicht entschlossen genug heraus und auch die Eintracht-Abwehr war zu passiv, so dass Wöllert den Ball aus acht Metern am Keeper vorbei ins Tor spitzelte.

In der 96. Minute verpasste auf der Gegenseite noch Dario Obrenovic den möglichen Ausgleich. „Wir haben in der ersten Hälfte nicht viel zugelassen. Nach der Pause wollten wir Bönen kommen lassen. Dann pennen wir zweimal bei Standard-Situationen. Ich habe vorher schon gesagt, wer weniger Fehler macht, gewinnt dieses Spiel“, sagte Fiebig.

Eintracht: Linke – Matula, Pra, Do. Obrenovic (88. Scharein), Bajric, Schynol, Pawlik, Dario Obrenovic, Müller, Hessfeld, Mario Martinovic (84. Baslarli) Tore: 1:0 (45.+2) Müller, 1:1 (72.) Korkmaz, 1:2 (89.) Wöllert

Kreisliga A1 (Unna-Hamm): Hammer SpVg. III – SuS Rünthe 8:0 (5:0). Am Samstag teilte der Gastgeber den Rünthern mit, dass wegen des Abschlusses der Dreier-Laufserie das Spiel um zwei Stunden auf 15 Uhr verschoben werden müsste.

Dann schockte Hamms Trainer Ralph Oberdiek die Gäste, denn er stellte Roman Maciejak und Djaniny Cleiston dos Santos Tavares in die Startelf – zwei Offensivkräfte aus der Oberliga-Mannschaft, deren Heimspiel gegen die SpVg. Erkenschwick am Morgen abgesagt worden war.

Dieses Duo machte letztlich den Unterschied aus. „Das waren echte Granaten. Die waren in -zig Eins-gegen-Eins-Situationen einfach in allen Belangen überlegen“, sagt SuS-Spielertrainer Andre Henning.

Sein Team war daher in der Defensive total überfordert, überließ den schnellen HSV-Spielern zu viele Räume und hatte bis zur Halbzeitpause bereits fünf Tore kassiert. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Hennings Team besser, dennoch meinte der Trainer: „Jeder sollte sich einmal überlegen, ob die Einstellung korrekt war. Nach dem Sieg gegen Uentrop hatte ich damit überhaupt nicht gerechnet.“

SuS Rünthe: Noetzel – Wagner, Franke, K. Michalski, Abali, Närdemann (46. Schenk), Henning, Müller, Lühr, Aziz Hasan (70. Bah), Akti (80. Padurek) Tore: 1:0 (15.) Lamaakez, 2:0 (16.) Maciejak, 3:0 (27.) Dos Santos Tavares, 4:0 (32.) Prinz, 5:0 (44.) Prinz, 6:0 (75.) Maciejak, 7:0 (80.) Geidis, 8:0 (82.) Jashari

Kreisliga A2 Münster: Werner SC II – SV Herbern II 3:3 (3:3). Eine turbulente erste Halbzeit deutete auf ein absolutes Torfestival hin, doch in der zweiten Hälfte verlor vor allem die Reserve des SV Herbern den Faden nach einem eigentlich starken Beginn.

Den Auftakt im munteren Toreschießen machte der SV Herbern. Der Abstoß von WSC-Torhüter Luca Wiegel geriet viel zu kurz, Lars Bußkamp pflückte ihn noch vor der Mittellinie runter und legte den Ball zu Michael Aschoff ab. Der ließ den herauseilenden Wiegel einmal aussteigen und traf ins leere Tor.

Keine zwei Minuten später egalisierten die Gastgeber den Rückstand wieder. Im Strafraum bekam Herbern den Ball nicht weg und plötzlich nahm sich Tom Bichler aus sieben Metern ein Herz – das 1:1.

Stabilisierend für die Gastgeber wirkte das aber nicht. Lars Bußkamp nutzte die Unsicherheit, zog halbrechts von der Strafraumkante ab und traf ins lange Eck.

Doch damit nicht genug. Keine zwei Minuten später bekam Marcel Pottmeier auf links den Ball und zog in den Sechzehner. Anstatt nochmal zurück in den Strafraum zu spielen, versuchte er es selbst und schoss Wiegel durch die Beine.

Nach der turbulenten Anfangsviertelstunde beruhigte sich das Spiel allmählich, Herbern schaltete einen Gang zurück. Das bestrafte der WSC. Nach einem langen Freistoß aus dem Halbfeld verlängerte Marc Fuhrmann den Ball ins lange Eck mit dem Rücken zum Tor.

Damit nicht genug, kurz vor der Pause kriegten die Herberner nach einem Freistoß den Ball am zweiten Pfosten nicht weg. Yilmaz bedankte sich zum Ausgleich.

Die zweite Halbzeit hielt dann mit dem Tempo der ersten Hälfte nicht mehr mit. Wiegel parierte nochmal stark gegen Pottmeier, auch Marc Fuhrmann vergab noch zwei Großchancen.

Die größte Möglichkeit zum Siegtreffer gab es aber kurz vor Schluss. Doch der Schiedsrichter sah ein Handspiel von Herberns Lübke im Strafraum nicht, ließ weiterlaufen. In dem Durcheinander war das Tor der Herberner plötzlich leer, Yilmaz hätte den Ball nur noch einen halben Meter über die Linie schieben müssen, traf den Ball aber nicht richtig und Havers rettete.

WSC II: Wiegel – Wintjes, Eisenbach, Mürmann (46. Liesegang-Plümper), Gumprich (46. Heese), Bozkurt, Bichler, Telgmann, Yilmaz, Egert, Fuhrmann

SVH II: Brinkmann – Havers, Schmidt (80. Zdahl), Lübke, Adamek, Krieter, Schwert, Heitmann, Aschoff (60. Kortendieck), Pottmeier, Bußkamp

Tore: 0:1 (8.) Aschoff, 1:1 (10.) Bichler, 1:2 (14.) Bußkamp, 1:3 (16.) Pottmeier, 2:3 (27.) Fuhrmann, 3:3 (41.) Yilmaz

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