Eintracht Werne überzeugt gegen den Oberligisten Hammer SpVg - Ex-Werner verletzt sich schwer

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Dennis Klossek (Mitte) zog sich im ersten Spiel gegen die Eintracht nach einem Zweikampf einen Mittelfußbruch zu.

Werne - Achtungserfolg für Eintracht Werne: Der Fußball-A-Ligist besiegte am Samstag bei seinem Blitzturnier im Rahmen der Vorbereitung den Oberligisten Hammer SpVg in einem Spiel über 45 Minuten mit 2:0. Dennis Klossek zog sich eine schwere Verletzung zu.

Dass die HSV schnell die Chance zur Revanche bekam, war der Personalnot des dritten Teilnehmers, Türkischer SC Kamen, geschuldet. 

Gerne hätte Eintracht-Trainer Mario Martinovic den Vergleich mit dem ebenfalls sehr ambitionierten Club aus der Parallelstaffel 2 ausgetragen. Doch der Türkische SC reiste nach der 0:3-Niederlage gegen Hamm ab. Sowieso nur zu elft angereist, beklagten die Kamener einen verletzten Spieler, so dass sie zu zehnt gegen die Eintracht hätten antreten müssen. In Anbetracht dessen, dass das Turnier im Dahl mit Verspätung begann und der Türkische SC am Nachmittag noch ein Spiel beim SC Preußen Lünen in Horstmar zu bestreiten hatte, verzichtete er auf den Verbleib im Dahl. So nutzte die Hammer SpVg die Chance zu einer weiteren 45-Minuten-Einheit und revanchierte sich darin mit 2:0 für die Niederlage im ersten Spiel. In diesem machte die Eintracht der HSV das Leben schwer. „Jeder hat ein paar Prozent mehr gegeben und wir standen hinten sehr gut“, bewertete Mario Martinovic den Auftritt seiner Elf. Die Eintracht schaffte es fast immer, neun Mann hinter den Ball zu bringen und dabei durch Cem Bozkurt und Sandro Ünal das Spiel des Oberligisten über die Außen schon im Ansatz zu unterbinden. So versuchte es die HSV umständlich durch die überfüllte Mitte – ohne durchschlagenden Erfolg.

 „Wir haben wenig zugelassen“, freute sich Martinovic, dessen Team auch immer wieder spielerische Lösungen suchte, um sich vom frühen Anlaufen des Gegners zu befreien. „Das war schön anzusehen, auch gegen einen solchen Gegner geht das“, meinte Martinovic zum Beispiel mit Blick auf Youngster Deniz Ünal, der abgeklärt spielte wie ein Alter. Und weil die HSV gelegentlich bedächtig in den Defensivmodus umschaltete, ergaben sich Chancen. Abdullah Sahin brachte die Gastgeber nach 19 Minuten in Führung. Als er sah, dass der HSV-Keeper zu weit vor seinem Kasten stand schoss er aus gut 40 Metern den Ball über den zurück eilenden Keeper ins Netz (19.). Wenig später bekam Apo Sahin seine zweite Chance mit einem Schuss aus dem Mittelkreis heraus, doch senkte sich die Kugel erst wenige Zentimeter hinter der Latte auf das Tornetz. 

Mittelfußbruch bei Dennis Klossek

Aber auch spielerisch näherte die Eintracht sich mehrmals dem HSV-Kasten. So beim sehenswerten Konter zum 2:0, als Sahin den Ball in die Schnittstelle und in den Laufweg von Neuzugang Serkan Adas spielte, der flach vollstreckte. Kapitän Enes Akyüz bekam später noch die Chance zum dritten Eintracht-Tor, doch beim Schussversuch aus spitzem Winkel rutschte er weg und schoss über das Tor. „Auch im zweiten Spiel haben wir das nicht schlecht gemacht“, lobte Martinovic.

 Allerdings nutzte die HSV dieses Mal zwei individuelle Fehler der Eintracht aus – so bei einem Ballverlust in deren Strafraum. Ali Gülcan, der gegen den TSC Kamen alle drei Tor erzielt hatte, sowie Damian Lubak eine Minute vor dem Ende trafen für den Oberligisten. Kurz zuvor hatte Adas die Chance zum Ausgleich für die Gastgeber, bei denen Martinovic versuchsweise vom bewährten 4-4-2 auf ein 3-4-3 umgestellt hatte. 

Für die Werner war es der letzte Test vor dem Saisonstart mit dem Derby am kommenden Sonntag daheim im Dahl gegen den SV Stockum. Bis dahin stehten noch drei normale Einheiten auf dem Programm. Mario Martinovic: „Die Mannschaft hat mal wieder gezeigt, was in ihr steckt. Ich hoffe, dass sie das mitnehmen wird in die Saison.“

Die Stimmung bei den Hammern trübte vor allem eine personelle Hiobsbotschaft. Dennis Klossek, vor einem Jahr vom Landesligisten Werner SC zum HSV gewechselt, zog sich nach einem Zweikampf einen Mittelfußbruch zu und steht der Truppe von Trainer René Lewejohann auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.

 „Das tut mir für ihn persönlich sehr leid. Wir werden ihn stützen und nicht fallen lassen“, so Lewejohann, der besonders Klosseks Leistungen in der Endphase der abgelaufenen Saison hervorhob, in der der 23-jährige defensive Mittelfeldmann zum Klassenerhalt beitrug. Wer ihn, zumindest zu Beginn der am Sonntag startenden Oberliga-Saison, ersetzen wird, ließ Lewejohann offen.

Eintracht: Koschowsky – Akyüz, Martinovic, D. Ünal, Kozlik, Sahin, Bozkurt, S. Ünal, Schiller, I. Cördük, Adas, Griskevic, Kocabas, A. Cördük, Sari, Yilmaz

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