Eintracht Werne und SV Stockum trennen sich 1:1 im Derby, Rünthe siegt dank Bah

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Stockums Andreas Gaida (links) im Zweikampf mit Eintrachts-Torschützen Serkan Baslarli.

Werne - Das Werner Derby in der Kreisliga A1 (Unna/Hamm) zwischen der  Eintracht und dem SV Stockum endete am Donnerstagabend mit einem 1:1 (1:1)-Remis. Zudem siegte der SuS Rünthe überraschend klar beim TuS Wiescherhöfen II mit 5:2 durch Matchwinner Bah.

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): Eintracht Werne - SV Stockum 1:1 (1:1). In der Nachspielzeit vergab Thierry Opsölder sogar in Unterzahl freistehend von Eintracht-Keeper Manuel Linke die große Möglichkeit auf den Sieg (90.+2). Damit ist das Team von Trainer Ralf Gondolf nun seit vier Spielen sieglos (bei drei Remis), während die Gastgeber nun das dritte Heimspiel in Serie nicht gewonnen haben.

Auch die erste gute Torgelegenheit hatten die genauso wie die Eintracht ersatzgeschwächten Gäste. Doch nach einer Flanke von Thierry Öpsölder knallte Lars Zimmer aus fünf Metern den Ball über das Tor (3.). Die Gäste kontrollierten weiterhin das Spiel, auf das die Gastgeber überhaupt keien Zugriff bekamen. So schoss Ömer Eliyazici aus 16 Metern knapp drüber, als die Eintracht sich bei einem Einwurf überrumpeln ließ (19.).

Führung der Gastgeber wie aus dem Nichts

Die Gastgeber spielten statisch ind verloren früh die Bälle. Es war insgesamt wenig Bewegung im Spiel der Gastgeber zu erkennen und die Aktionen in der Offensive verdienten schon fast das Prädikat bemitleidenswert. Auf der Gegenseite blieben die Stockumer insgesamt vorsichtig in ihrer Spielanlage und nutzten vielleicht zu wenig die Verunsicherung bei der Eintracht aus. Führung der Gastgeber wie aus dem Nichts Wie aus dem Nichts fiel schließlich das 1:0 für die Gastgeber. Selmin Bajric setzte sich auf der linken Seite durch und flankte in den Strafraum.

Dort stand am „zweiten Pfosten“ Serkan Baslarli völlig frei und köpfte unbedrängt aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (30.). Selbstvertrauen gewannen die Gastgeber auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz dadurch nicht. Durch einen schnell ausgeführten Freistoß üner 40 Meter von Ömer Eliyazici die rechte Seite entlang lief Thierry Opsölder unbehelligt auf Keeper Manuel Linke zu und schlenzte den Ball überlegt in den Winkel zum 1:1-Ausgleich (39.). Vier Minuten später scheiterte der Torschütze aber an Linke, als er aus fünf Metern den Ball nicht am Keeper vorbei bekam und die Kugel anschließend nach der Torwart-Parade auf der Latte aufsetzte (43.). Nach der Pause wurde die Partie ausgeglichener, weil die Eintracht mehr investierte und bei den Gäste auch die Kräfte schwanden.

Eintracht: Linke – Matula, Melser, Schynol, Scharein, Zengin, Müller, Bajric, Hasanbegovic (72. Pawlik), Hessfeld, Baslarli

SV Stockum:  Karsch – Barthel, Gaida, Slimani, Rad-staak, Ünal, T. Opsölder, Isikli Karaman, Eliyazici (75. Tayar), Zimmer

Tore: 1:0 (30.) Baslarli, 1:1 (39.) T. Opsölder

Bes. Vork.:  Ampelkarte für Slimani (Foulspiel nach vorheriger gelber Karte für ein Handspiel, 76., SVS)

Die Trainerstimmen

Ralf Gondolf, Trainer SV Stockum: „Wie das Spiel insgesamt ausgegangen ist, das ist bitter für uns. Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt. Unter den gegenwärtigen Umständen haben wir Charakter gezeigt. Wir wollten schon gewinnen und an der Eintracht vorbei ziehen. Die klareren Torchancen waren auf unserer Seite.“

Jörg Fiebig, Trainer Eintracht Werne: „Das ist ein glückliches 1:1 für uns. In der Kabine ist es in der Halbzeit lauter geworden. Wir waren im ersten Duchgang viel zu statisch, Stockum hatte läuferisch, spielerisch und kämpferisch klare Vorteile. Wir müssen eigentlich andere Tore bekommen als das 1:1. Und da muss jemand den Freistoß unterbinden. Nach der Pause haben wir vom Engagement her zugelegt und hatten auch gute Phasen. Insgesamt hatte Stockum die besseren Chancen und  war besser.

Seltenes Offensiv-Spektakel der Rünther 

TuS Wiescherhöfen II - SuS Rünthe 2:5 (1:3).  Der SuS Rünthe siegte am Donnerstag speziell dank der drei Treffer vor der Pause von Mamadou Bah. Nach der Pause trafen noch Dennis Wagner und David Schenk für die "Nullachter".

Die Mannschaft aus Rünthe gewann das Auswärtsspiel gegen Wiescherhöfen hinten heraus noch ziemlich deutlich. In der ersten Halbzeit zeigte Mamadou Bah sein ganzes Können: Er schoss alle drei Rünther Tore. Nachdem Wiescherhöfen das 1:0 postwendend ausglich, brachte Bah sein Team wieder in Führung (31.). Kurz vor der Pause bewies dann Dominik Lühr sein Talent, aber auch seinen außergewöhnlichen Teamgeist. Er gewann den entscheidenden Zweikampf im Mittelfeld und lief alleine auf den gegnerischen Torwart Martin Kliem zu. Im letzten Moment spielte er mustergültig auf Bah ab, der dann nur noch einschieben brauchte (43.).

Der Anschlusstreffer fünf Minuten nach Wiederanpfiff entstand durch einen Elfmeter nach einem angeblichen Handspiel. „Der war unberechtigt, aber wir konnten das Spiel zum Glück trotzdem für uns entscheiden“, kommentierte Trainer Andre Henning.

Das 4:2 für Rünthe war dann ein echtes Traumtor von Dennis Wagner, der aus 60 Metern abzog, und den Ball ins linke Eck beförderte. Kliem sah dementsprechend unglücklich aus. Zu Beginn der Schlussviertelstunde ging schließlich Bah rechts steil, passte zu Aziz Hasan, der auf David Schenk querlegte. Dieser hämmerte den Ball zum 5:2 Endstand unter die Latte. „Das war eine durchweg starke Leistung, es passte alles zusammen“, resümierte Henning den gelungenen Abend.

SuS Rünthe:  Noetzel – Wagner, Franke, Wierling, Abali (46. Padurek), Boruch, Schenk, Az. Hasan (69. Närdemann), Lühr, Ab. Hasan, Bah (72. Akti)

Tore:  0:1 Bah (21.), 1:1 Janus (23.), 1:2 Bah (31.), 1:3 Bah (43.), 2:3 Fahle (52./Handelfmeter), 2:4 Wagner (61.), 2:5 Schenk (72.)

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