Kreisliga A: Heessen freut sich über Ausrutscher

Eintracht Werne erleidet Rückschlag im Titelrennen - Sieg von Bockum-Hövel II aberkannt

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Eintrachts Ibrahim Kabakoglu (links) im Zweikampf mit einen Uentroper Gegenspieler.

Werne - Eintracht Werne hat am Donnerstagabend im Nacholspiel gegen den TuS Uentrop einen Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft erlitten. Im Nachholspiel gegen den Tabellenvierten TuS Uentrop setzte es die zweite Saisonniederlage für die Evenkämper, die damit nun fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SVE Heessen aufweisen. Zudem bekommt die SG Bockum-Hövel II drei Punkte abgezogen und ist nun Schlusslicht.

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): Eintracht Werne – TuS Uentrop 0:2 (0:0). Für Heessen war es hingegen eine perfekte Woche. Erst wurde die Niederlage gegen Unna II nach deren Rückzug annuliert – und zudem verpasste es der einzige ernsthafte Verfolger, aufzuschließen.

„Das war keine unverdiente Niederlage“, musste Eintrachts Trainer Marrio Martinovic zugeben. „Auch wenn wir ersatzgeschwächt waren, haben wir in den ersten 20 Minuten Druck gemacht. Danach ist Uentrop besser ins Spiel gekommen“, sagte Martinovic weiter.

 Die beste Chance für sein Team hatte Deniz Ünal, der aus zwölf Metern abzog, aber an Keeper Sell scheiterte (31.). Ansonsten waren die Angriffsbemühungen der Eintracht, die es mit langen Bällen gegen die körperlich robust und hochgewachsenen Uentroper versuchten, nicht von Erfolg gekrönt. 

Nach der Pause blieb die Partie ausgeglichen. Als die Gäste mit einer Ballstafette über Kracke, dem spielenden Co-Spielertrainer Zerna (er vertrat den beruflich verhinderten Edvin Miskic) und Westermann Torjäger Sebastian Jakob freispielten, brauchte dieser aus zehn Metern nur noch zum 0:1 einschieben (69.). 

Danach wurde es hektisch. Die Eintracht haderte mit Schiedsrichter-Entscheidungen und die Verzweiflung war auch im Gesicht von Co-Trainer Aykut Kocabas abzulesen. Als in der 89. Minute nach einem langen Freistoß Sell den Ball falle ließ und Ibrahim Kabakoglu die Kugel aus zwei Metern über die Linie drücken wollte, kam der Eintracht-Angreifer zu Fall – der Elfmeterpfiff blieb zum Entsetzen der Eintracht aber aus. Martinovic wollte den Unparteiischen nach Spielende zur Rede stellen. Es kam noch zu einer Rudelbildung und als die Eintracht auch Keeper Rafalski nach vorne beorderte, konterte sich Uentrop über Jakob und Holtstäter zum 2:0 (93.).

Eintracht: Rafalski – S. Ünal, Martinovic, Pawlik (66. Kavakbasi), Kabakoglu, Akyüz, D. Ünal, Sari, Bozkurt, Souita (58. Schiller), A. Cördük (74. I. Cördük)

TuS: Sell – Holtsträter, Hakopian (85. Özsakiz), Kokollari (67. Weber), Bertram, Nölle, Schliewe, Jakob, Westermann, Zerna (73. Wessel), Kracke 

Tore: 0:1 (69.) Jakob, 0:2 (90.+3) Holtsträter

Fußball-A-Kreisligist SG Bockum-Hövel II verliert die drei Punkte vom 1:0-Erfolg beim SVF Herringen vom vergangenen Sonntag. Weil die Mannschaft von Trainer René Christel mit Rachid Mohamedi Abdelkader einen nicht spielberechtigten Akteur einsetzte, wurde die Partie nachträglich mit 2:0 für Herringen gewertet. Abdelkader war erst in der Winterpause vom SKC Maroc Hamm zur SG gewechselt. „Der Fehler liegt klar bei uns. Dennoch hat uns die Passstelle erst am Montag über die fehlende Spielerlaubnis informiert. Allerdings sollte das System des DFB durchaus früher in der Lage sein, diese Fehler zu erkennen und darauf hinzuweisen“, ärgerte sich Christel.

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