Eintracht Werne enttäuscht gegen Rünthe, Stockum verliert trotz bester Chancen

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Die Rünther Spieler bejubeln ihren 3:1-Sieg bei Eintracht Werne

Werne - Der ersatzgeschwächte SuS Rünthe schlug in der Kreisliga A1 (Unna/Hamm) überraschend Eintracht Werne mit 3:1. Der SV Stockum vergab zudem bei der Hammer SpVg III zu viele Chancen und ging leer aus

Kreisliga A1 Unna-Hamm: Eintracht Werne – SuS Rünthe 1:3 (0:1).  Während die Spieler des SuS Rünthe sich nach ihrem Überraschungssieg im Derby beim A-Kreisligisten Eintracht Werne zufrieden abklatschten, bat Eintracht-Coach Jörg Fiebig seine Spieler unmittelbar nach der 1:3 (0:1)-Heimniederlage zu einer ersten Aussprache.

„Wir suchen im Moment nur die Schuld bei anderen. Da soll es am Platz oder der Schiedsrichter oder der Ball liegen – nur nicht an einem selber. Wir beobachten in den nächsten Wochen genau, wie sich die Spieler präsentieren“, kritisierte der Trainer das Auftreten seiner Spieler. Diese zeigten gegen den ersatzgeschwächten SuS Rünthe eine ganz schwache Vorstellung und verloren verdient. Auf dem schwer bespielbaren Ascheplatz passierte dabei vor der Pause nicht viel. Eintracht hatte ein leichtes optisches Übergewicht, kam aber zu keiner Torchance. Eine einzige reichte den „Nullachtern“ zur Pausenführung. Nach einem Ballverlust der Eintracht kam ein Flanke in den Strafraum und Mamadou Bah traf (41.).

Auch nach der Pause blieb ein Aufbäumen gegen die Niederlage der pomadig auftretenden Gastgeber aus. Auf der Gegenseite zeigten sich die „Blauen“ effektiv. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung kam der Ball in die Spitze, dort legte der gute Mamadou Bah für Dominik Lühr auf – der freistehend zum 0:2 einschob (63.). Auch die Eintracht traf mit der ersten richtigen Chance. Den Pass von Dario Obrenovic verwertete Adis Hasanbegovic aus kurzer Distanz zum 1:2-Anschlusstreffer (69.). Und wenig später vergab Matthias Schynol freistehend zu überhastet und schoss aus zehn Metern hablinker Position weit über das Tor (70.). Das 1:3 fiel wieder nach dem bekannten Schema: Ballverlust Eintracht, langer Pass auf Bah, der diesmal per Kopf auf Lühr quer legte und der wiederum unbedrängt traf (73.). Danach ging es im Wechsel mit guten Chancen weiter. Für die Eintracht vergaben Dario Obrenovic (77.) und Schynol, der mit einem Heber das Lattenkreuz traf (84.). Auf der Gegenseite ließ am Ende die Effektivität beim Gast nach – denn Matthias Närdemann (79.) und auch Lühr (90.) scheiterten mit ihren Schüssen jeweils ganz knapp am Tor.

Eintracht: Linke – Matula, Schnol, Scharein, Schulte (64. Mario Martonovic), Müller, Bajric, Da. Obrenovic, Hessfeld (62. Baslarli), Hasanbegovic, Mario Martinovic

SuS: Noetzel – Wagner, Franke, Michalski, Abali, Boruch (46. Siedlarek), Schenk, Närdemann (84. Reichelt), Lühr, Ab. Hasan, Bah

Tore: 0:1 (41.) Bah, 0:2 (63.) Lühr, 1:2 (69. Hasanbegovic, 1:3 (73.) Lühr

Hammer SpVg III – SV Stockum 2:1 (1:0).  Der SV Stockum verlor trotz klarer Überlegenheit gegen die Hammer SpVg III und verpasst so den Anschluss nach oben. Thierry Opsölder verfehlte das Tor nach einem Heber aus 15 Metern schon in der 20. Minute – eine der vielen hundertprozentigen Chancen des Teams. Auch danach beendete kein Stockumer einen der vielen Angriffe konsequent. Nach einer halben Stunde fiel der Überraschungstreffer der Hammer: Die Stockumer Abwehr behielt den Ball lange ungefährdet in den eigenen Reihen. Aber nur, bis Lamaakez dazwischen kam, die Konterchance nutzte und einfach mal abzog. Schon lief das Team von Trainer Ralf Gondolf einem Rückstand hinterher (28.).

Nach der Pause ging es weiter wie vor dem ersten Tor – Stockum hatte das Chancenplus, traf jedoch nicht. Nachdem Candy Opsölder den Ball innerhalb von fünf Minuten eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff zweimal an die Latte setzte, traf auch Dominik Kozlik nach einem Schuss aus 18 Metern in halbrechter Position nur den Querbalken. „Wir hätten zu diesem Zeitpunkt auch ganz bequem 4:1 führen können“, ärgerte sich Gondolf. Von Hamm kam bis zum Siegtreffer nichts. Nach einem weiteren Abwehrfehler war es dieses Mal dann Geidis, der den Ball im Tor versenkte. Der SVS kam aber nochmal ran: Nur drei Minuten später war es schließlich Pechvogel Candy Opsölder, der den Ball nach einem seiner zielstrebigen Angriffe durch die Mitte ins Tor hämmerte. „Wir haben, wenn man sich unsere Gelegenheiten ansieht, unnötig verloren. Mit den Ergebnissen der anderen Teams ist das natürlich umso ärgerlicher“, sagte Gondolf. Stockum hätte die „Dritte“ des HSV mit einem Dreier und entsprechendem Torverhältnis einholen können. Da auch andere Teams wie die Eintracht Werne keinen Sieg einfuhren, hätten drei Punkte den fünften Platz Stockum bedeutet.

SVS: Packheiser – Barthel, Lupp, T. Opsölder, Karaman, Gaida, Radstaak (46. Kozlik), Isikli, C. Opsölder, Ünal, Eliyazici

Tore: 1:0 (28.) Lamaakez, 2:0 (68.) Geidis, 2:1 (71.) C. Opsölder

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