Eintracht verliert verrückt und TuRa daheim, Stockums Negativlauf hält an

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Verabschiedung beim SV Stockum: Miles Gottschlich (von links, zum VfL Mark), Ali Karaman (hört wahrscheinlich auf), SVS-Fußballchef Thomas Wentzkat, Recep Bilgic (hört auf) und Geschäftsführer Yassine Najih. Es fehlt Andreas Gaida (zum BSV Heeren).

Stockum – Der Kreisliga-Vizemeister Eintracht Werne verlor nach einer 3:0-Führung noch mit 3:4 bei seinem Angstgegner VfL Mark. Der SV Stockum unterlag zudem in seinem letzten Heimspiel der Saison gegen den TuS Lohauserholz II. Der FC TuRa verlor zudem daheim gegen die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga.

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): SV Stockum – TuS Lohauserholz II 2:3 (1:1). Mit der fünften Niederlage in Serie verabschiedete sich der SV Stockum aus der laufenden Saison. Der TuS Lohauserholz II hat mit dem Sieg den direkten Klassenerhalt geschafft, die SG Bockum-Hövel II muss ins Abstiegsspiel gegen den TuS Niederaden aus der Parallel-Staffel. 

„Nachdem der Klassenerhalt perfekt war, war die Anspannung weg“, musste Zakaria Slimani erkennen und lieferte damit neben der arg eingeschränkten personellen Möglichkeiten einen weiteren Grund für die Niederlagenserie. Dennoch beendet der SVS die Saison auf Platz elf. 

„Es hat nochmal Spaß gemacht und wir haben gut dagegen gehalten. Es war noch einmal Tempo im Spiel. Es tut mir für Bockum-Hövel II leid, dass sie in das Abstiegsspiel müssen“, sagte Trainer Zakaria Slimani, der erneut auflaufen musste. 

Die Gastgeber gingen durch Cem Canikli in Führung (21.), der engagierte Gast glich wenig später aus. Recep Bilgic in seinem letzten Spiel für den SVS verpasste einen weiteren Treffer für die Gastgeber. Über die Außenbahnen wurde die beiden Treffer durch Schlenkhoff zum 1:2 und 1:3 nach der Pause vorbereitet. 

In der Schlussphase war der Gastgeber noch einmal alles nach vorne, doch zu mehr als einem Eigentor durch Riemer reichte es nicht. So zitterte sich der Gast erfolgreich zum Klassenerhalt und Stockums Trainer Slimani war einfach nur froh, dass die Saison 2018/19 für sein Team nun Geschichte ist.

SVS: Goeke – Gottschlich, Thörner, Bilgic, Canikli (66. Karaman), T. Slimani, Mroz, Lamaakez, Baaka, Rissane (81. Z. Slimani), Löbbecke 

Tore: 1:0 (21.) Canikli, 1:1 (25.) Kola, 1:2 (66.), 1:3 (81.) beide Schlenkhoff, 2:3 (88.) Eigentor Riemer

VfL Mark – Eintracht Werne 4:3 (0:1). Eintracht-Trainer Mario Martinovic sah ein verrücktes Spiel, in dem sein Team einen nach einer 3:0-Führung noch verlor. Damit bleibt es dabei: Bei nun drei Niederlagen und fünf Remis kann der Vizemeister einfach nicht gegen den VfL Mark gewinnen. 

„Dabei dachten sich die Jungs wohl: Es kann doch nicht wahr sein, dass das so einfach ist“, sagte Martinovic. Sein Team ging nach einer halben Stunde durch Kadir Kavakbasi in Führung (31.). Mit den beiden Toren von Enes Akyüz, damit verbesserte sich der torgefährliche Spielmacher auf 23 Saisontoren und wurde Nummer zwei der Torschützenliste, stand es zu Beginn der zweiten Hälfte schnell 3:0 (48., 50.).

 „Es war jetzt nicht so, dass wir da große Drangphasen hatten, genauso wenig wie Mark. Es plätscherte dahin. Nach dem 2:3 hat man gemerkt, dass plötzlich die Gastgeber wieder mehr Bock auf Fußball hatten“, versuchte sich Martinovic an einer Zusammenfassung. 

Nach dem 2:3 vergab Akyüz nach einem Alleingang das mögliche 2:4. Nils Fitzek drehte die Partie dann komplett mit seinen zwei späten Toren. „Es war im Vorfeld zu spüren, dass die Luft bei uns raus war“, sagte Eintracht-Trainer Mario Martinovic abschließend.

Eintracht: Stapelmann – Akyüz, Schebab (863. Yilmaz), Schiller, Kavakbasi (58. Bozkurt), Martinovic, D. Ünal, Kozlik, S. Ünal, Sari, Kabakoglu (46. Pawlik)

Tore: 0:1 (31.) Kavakbasi, 0:2 (48.), 0:3 (50.) beide Akyüz, 1:3 (60.) Fitzek, 2:2 (79.) Dankert, 3:3 (83.), 4:3 (90.+1) beide Fitzek

FC TuRa Bergkamen – SVE Herringen 3:4 (2:1). Mit einer Niederlage gegen die schwächste Auswärtsmannschaft der Saison verabschiedete sich der FC TuRa nach einer Saison wieder aus der Staffel 1. 

„Es war ein Spiel, das wir nie hätten verlieren dürfen. Das ist schon ein bisschen ärgerlich, denn so sind wir trotz der Niederlage von Eintracht Werne nicht Vierter, sondern Fünfter“, sagt Trainer Alex Berger, und: „Im Prinzip haben wir drei Tore selber gemacht.“

 Dabei starteten die Bergkamener gut in die Partie, übernahmen das Kommando und gingen früh in Führung: Plattfaut düste ungehindert über die linke Seite fast bis zur Grundlinie und krönte seinen Sololauf mit einem Schuss aus spitzem Winkel durch die Beine von Keeper Herbst. Nach dem 1:1 durch Necati Bacak, der von einem Abspielfehler im Bergkamener Aufbau profitierte, sorgte Plattfaut mit seinem 18. Saisontreffer für den Pausenstand. 

Auch nach dem Seitenwechsel war TuRa spielerisch besser und hatte viele Ballkontakte . Zwei „Foulelfmeter“, die keine waren, brachten die nächsten Tore. Zunächst verwandelte Fidon Jashari für Herringen zum Ausgleich, dann brachte Nils Rataj den FC TuRa vom Punkt aus wieder in Führung.

 Knapp vier Minuten vor dem Ende ließ Torhüter Gerbe einen Flankenball unglücklich durch die Hände rutschen und Ay vollendete, eine Minute später verlor TuRa bei einem Dribbling in der Zentrale den Ball, Sven Pahnreck nutzte dies und machte den ersten zweiten Auswärtssieg für Herringen fest. Alex Berger: „Ich bin froß, dass jetzt Sommerpause ist und froh, dass wir wieder die Staffel wechseln.“

FC TuRa: Gerbe – Gotthardt, Torka, Lalla (51. Kopar), Lambert, Krause, Rataj, Scheuerer, Krucinski (54. Schwarz), Kupfer (65. Kozlik), Plattfaut 

Tore: 1:0 (8.) Plattfaut, 1:1 (35.) Bacak, 2:1 (42.) Platfaut, 2:2 (70.) Foulelfmeter Jashari, 3:2 (72.) Foulelfmeter Rataj, 3:3 (87.) Ay, 3:4 (88.) Pahnreck

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