Im Viertelfinale mit einem 4:2-Erfolg

Eintracht kickt Oberligist Holzwickede aus dem Pokal

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Auch läuferisch war die Eintracht, hier mit Sandro Ünal, nicht unterlegen.

Werne – Fußball-A-Kreisligist Eintracht Werne hat am Abend im Wettbewerb um den Pokal des Kreises Unna-Hamm für eine weitere Überraschung gesorgt. Dem 3:1 gegen Bezirksliga-Spitzenreiter Bockum-Hövel folgt nun im Viertelfinale ein 4:2-Erfolg über den Oberligisten Holzwickeder SC.

Mann des Abends in einer bärenstarken Mannschaft von Mario Martinovic ist Dreifach-Torschütze Abdullah Sahin.

 Den Gastgebern kommt dabei entgegen, dass Gästetrainer Axel Schmeing derzeit 14 Spieler aus seinem Kader wegen Verletzungen nicht zur Verfügung stehen – vier sind übrig, die jüngst bei der Niederlage in Rhynern in der Startelf standen. Das aber soll die Leistung der Werner nicht schmälern, die vom Anpfiff an hellwach sind. 

„Wir wollten mutig nach vorne spielen, den Gegner überraschen und direkt am Anfang ein Tor machen. Und das ist uns gelungen“, freut sich Mario Martinovic, dessen Team nach zehn Minuten in Führung geht. Sandro Ünal schickt Abdullah Sahin über links, der nimmt seinem Gegenspieler sechs, sieben Meter ab und düpiert Keeper Harbott mit einem Flachschuss ins kurze Eck. 

„Daraus haben wir Mut geschöpft. Wir haben gesehen, dass wir hinten gut stehen und vorne über Konter gefährlich sind“, meint Martinovic. In der Folge haben die Holzwickeder zwar mehr Ballbesitz, aber angetrieben von Tomislav Ivancic schaffen die Gäste es nicht, das Zentrum zu knacken. Die Eintracht steht sehr sicher, läuft alle Lücken zu und setzt Nadelstiche. So nach 35 Minuten: Akyüz spielt nach links auf Sahin, dessen scharf und flach gespielten Flankenball verfehlt Dennis Kozlik am zweiten Pfosten um Zentimeter. 

Drei Minuten nach dem Seitenwechsel trifft die Eintracht zum 2:0. Kapitän Enes Akyüz bringt den Ball bei einem Freistoß von der linken Seite mit rechts in den Strafraum, Marko Martinovic läuft ein und drückt den Ball über die Linie. Und weil diese Variante im Training einstudiert worden ist, fällt der Jubel der gesamten Mannschaft überschwänglich aus. 

Die Freude währt aber nur kurz: Florian Knafla, der sein Comeback nach Kreuzband- riss gibt, Kopf nach einer Linksflanke zum Anschluss ein (52.). „Das kommt zu früh...“, fürchtet Mario Martinovic die Wende. Doch sein Team hält dagegen. Fast fällt nach 61 Minuten das 3:1. Sandro Ünal marschiert über rechts nach vorne und legt für Sahin auf. Der versucht’s aus gut 20 Metern mit einem Schuss ins lange Eck, doch dieses Mal hat Torhüter Harbott aufgepasst und ist mit den Finderspitzen am Ball. Und nur eine Minute später hält er einen weitereren Schuss von Sahin sicher.

 Nach 73 Minuten fällt der dritte Treffer für die Werner. Der HSC verliert im Mittelfeld den Ball, Sahin schnappt sich die Kugel, schüttelt zwei Mann ab und verwandelt sicher mit einem Flachschuss. Aber auch hier folgt wenig später wieder das Anschlusstor. Deniz Ünal verliert den Ball bei einem Dribbling, René Richter nutzt die Chance und bezwingt Rafalski mit einem Flachschuss (75.). 

Die Holzwickeder Bemühungen in der Schlussphase sind viel zu umständlich und auch nicht wirklich gefährlich. So darf Abdullah Sahin noch einmal ran. Der erahnt einen Querpass von Laurens Kruse auf Höhe der Mittellinie, luchst diesem den Ball ab, geht wiederum alleine auf das Tor zu und lässt Habott einmal mehr mit einem Flachschuss keine Chance (88.). 

Mario Martinovic hat am fünften Pflichtspielsieg seines Teams in Folge viel Freude: „Man hat gemerkt, die Jungs hatten richtig Spaß. Das war ein super Pokalspiel von uns.“ 

Eintracht Werne: Rafalski – Akyüz, Sahin (88. Kocabas), Schiller, Martinovic, D. Ünal, Karaca (80. Bulut), D. Kozlik (69. Bozkurt), Souita, S. Ünal, Sari 

Tore: 1:0 (10.) Sahin, 2:0 (48.) Martinovic, 2:1 (52.) Knafla, 3:1 (73.) Sahin, 3:2 (75.) Richter, 4:2 (88.) Sahin

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