Beim 0:0 im Kreisliga-Spitzenspiel gegen Heessen vor 300 Zuschauern

Eintracht hadert mit dem Schiri: Siegtor aberkannt, Stockum überrascht

Zur Rudelbildung kam es nach dem für Eintracht durch Schiri Stieghorst nicht gegebenen Tor in der Nachspielzeit.

Werne – Der SVE Heessen hat durch ein torloses Remis im Spitzenspiel Zweiter gegen Erster vor über 300 Zuschauern im Sportzentrum Dahl seinen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Verfolger gewahrt. Die Partie war dabei hart umkämpft und sowohl zu Beginn und am Ende hektisch und hitzig. „Wenn wir nicht nachlassen und weiter alles geben, dann gehen wir jetzt davon aus, dass es das war“, sagte Gäste-Trainer Jürgen Welp angesprochen auf die Bedeutung des Ergebnisses im Meisterschaftsrennen. Stockum überrascht hingegen beim VfL Mark.

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): Eintracht Werne – SVE Heesssen 0:0. Aufregend war die Schlussphase. Als Kevin Messner nach einem Konter durch war, wurde er von Tunahan Sari an der Strafraumkante gelegt. Den fälligen Elfmeter setzte aber der eingewechselte Ex-Stockumer Tolga Köroglu an die Latte. Kurz zuvor sah Sami Schebab die Ampelkarte wegen Meckers (beides 90.). 

Fast im Gegenzug knallte Kadir Kavakbasi den Ball aus acht Metern in die Maschen des Heessener Tores. Der stark geforderte Schiedsrichter Joel Stieghorst (Unna) erkannte den Treffer aber nicht an, da er den Torschützen beim Zuspiel von Nico Schiller im Abseits gesehen haben wollte (90.+1). Danach kam es zu einer Rudelbildung um den Schiedsrichter, der die Partie vier Minuten später abpfiff. Schon gleich zu Beginn hatte der Schiri eine Menge zu tun. 

Die Partie wurde von Beginn an mit großer Leidenschaft und intensiven Zweikämpfen geführt. So gab es nach 15 Minuten zwei Verwarnungen für die Heimelf und eine für die Gäste. Die große Chance zur Führung vergab Ibrahim Kabakoglu für die Eintracht. Nach einem langen Diagonalball von Schebab war er frei durch und hatte schon Keeper Cedric Packheiser überlupft, doch Vogel klärte den Ball noch kurz vor der Linie (24.). 

Die Gäste setzten auf Defensive und kamen selten nach vorne. Abschlüsse gab es nach energischen Antritten von Rouven Meschede, die aber kein Problem für Eintracht-Keeper Rafalski waren. Nach der Pause passierte auch lange nichts in den Strafräumen. Nach Zuspiel von Sandro Ünal versprang Deniz Ünal freistehend der Ball (61.). Meschede nach starken Solo und Franica per Kopf hatten für die Gäste weitere Gelegenheiten (63., 65.). 

Die beste Chance hatte erneut Kabakoglu nach Zuspiel des überragenden Sandro Ünal, doch der Eintracht-Angreifer scheiterte aus sieben Metern freistehend an Packheiser (66.). Wenig später hinderte Franica nach einem Konter Akyüz in höchster Not am Abschluss (72.).

Eintracht: Rafalski – Akyüz, Schebab, Sari, Schiller, Bozkurt, Martinovic, E. Ünal, S. Ünal, Souita (72. Kavakbasi), Kabakoglu 

SVE: Packheiser – Böhme, Vogel, Bambil (80. Köroglu), Bergholz, Isikli, Giffey, Franica, Sachweh, Meschede, Messner

Bes. Vork.: Köroglu schießt Foulelfmeter an die Latte (SVE, 90.), Schebab sieht Gelb/Rot (Eintracht, 89.)

VfL Mark – SV Stockum 1:2 (0:0). Dem SV Stockum gelingt beim eigentlichen Favoriten Mark die große Überraschung und damit ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Durch den unverhofften Sieg haben die Stockumer nun zehn Punkte Vorsprung auf den „Tabellenletzten“ Bockum-Hövel II. 

Die Elf von Trainer Zakaria Slimani überließ den Gastgebern zunächst das Spiel. Die wiederum erleichterten den Stockumern aber das Leben, indem sie nicht so früh pressten wie gefürchtet. Vielmehr boten sich Räume nach vorne, Lamaakez und Gottschlich waren nah dran an der Führung im ersten Durchgang. 

Mit einem Sonntagsschuss ging dann kurz nach Wiederanpfiff zunächst Mark in Führung. Doch die Stockumer übernahmen danach wieder die Initiative und wurden belohnt. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld steckte Ali Karaman auf Youness Rissane durch, der einen Innenverteidiger stehen ließ und zum Ausgleich abschloss. Nur fünf Minuten später fast eine Kopie des Ausgleichstors, diesmal kam die Vorlage aber von Recep Bilgic. „Respekt an meine Mannschaft, wie sie nach dem Rückstand wiedergekommen ist. Das sind Punkte, die wir nicht eingeplant haben, aber natürlich gerne mitnehmen“, freute sich Slimani.

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