Trotz des Patzers von Spitzenreiter Heessen 

Eintracht-Coach Martinovic hat nur wenig Hoffnung im Titelkampf

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Umkämpft und hitzig ging es im Spitzenspiel zsichen Eintracht und Heessen zu, auch der Titelkampf geht in die Verlängerung.

Werne/Bergkamen – Zwischen 16.05 und 16.29 Uhr durfte der SVE Heessen am Sonntag vorfühlen. Denn zwischen der 50. und 74. Minute lag der Tabellenzweite Eintracht Werne mit 0:1 bei der SpVg Bönen zurück. Heessens 0:0 parallel zu diesem Zeitpunkt am Nordberg bei TuRa hätte bei zwei ausstehenden Partien zur Meisterschaft in der Kreisliga A1 (UN/HAM) gereicht.

Denn der Vorsprung hätte sechs Punkte betragen – und Heessen den direkten Vergleich mit 3:1 und 0:0 für sich entschieden. „Wir haben gar keinen Sekt mit“, sagte ein Heessener Ersatzspieler als er sich warm machte. Brauchte der SVE aber auch nicht.  

Am Ende kam es noch ganz anders. Die hoch überlegenen Evenkämper drehten die Partie am Rehbusch noch zu einem 3:1-Sieg, Heessen kam trotz der Führung in der 92. Minute durch Bambil nicht über ein 1:1 hinaus, da Kopar mit der letzten Aktion des Spiels in der 96. Minutefür TuRa ausglich.

 „Wir haben in der zweiten Halbzeit aber auch eher schelcht gespielt“, sagte Heessens Co-Trainer Marlon Riccardo zu dem eher verhaltenen Auftritt seines Teams in Hälfte zwei. Nun beträgt der Vorsprung vor den letzten beiden Spieltagen drei Punkte für Heessen auf die Eintracht – das bedeutet, bei einem Sieg aus den beiden abschließenden Heimpartien gegen den VfL Mark am Sonntag daheim oder eine Woche später gegen den TuS Uentrop würde zur Meisterschaft und Teilnahme am Aufstiegsspiel reichen. 

Das findet am Sonntag, 2. Juni, ab 17 Uhr im Bergkamener Nordbergstadion gegen den Meister der Parallel-Staffel statt (entweder SG Massen oder TSC Kamen, die aktuell punktgleich sind). „Unsere Chancen sehen eher schlecht aus“, sagt Eintracht-Trainer Mario Martinovic. Zwar sind Mark als Tabellenfünfter und Uentrop als Dritter eher bessere Teams. 

„Aber die haben sich in der Rückrunde ganz schön hängen lassen“, sagt Martinovic und spricht damit im Falle des VfL Mark die Serie von fünf Niederlagen in Folge bis zum vergangenen Sonntag (3:1 gegen den TSC Hamm) an – und auch die jüngste Niederlage Uentrops beim Kellerkind TuS Lohauserholz II und weitere eher überraschenden Pleiten. „Aber vielleicht spielt Heessen noch zweimal Unentschieden“, hat Martinovic noch ein bisschen Hoffnung. 

Allerdings muss sein Team dann beide abschließenden Partien gewinnen. Und die nächste Aufgabe gegen den seit Wochen in starker Verfassung spielenden FC TuRa ist dabei ein große Herausforderung, danach geht es am 26. Mai noch zum VfL Mark. „Wir probieren, unsere Aufgaben zu lösen. Das wird aber eine schwer Aufgabe gegen TuRa. Sie haben eine sehr gute Offensive, haben gegen Heessen die Führung auf dem Fuß und im Hinspiel gegen uns nach der Pause richtig Druck gemacht“, erinnert sich Martinovic, der seinem Team eine „meisterliche Defensive“ (erst 16 Gegentore) bescheinigt und einen starken Charakter angesichts der Siegesserie seines Teams.

 Denn die Begleitumstände in der laufenden Saison sprachen alles andere als für die Eintracht. Da ist der Rückzug von RW Unna II zu Beginn der Rückrunde, der Heessen auf einmal drei Punkte im Vergleich zu den Evenkämpern einbrachte, da Werne gegen Unna in der Hinrunde siegte, Heessen aber verlor.

 In der Rückrunde entschied der Unparteiische gegen Heessen bei einem klaren Eintracht-Tor in der Nachspielzeit zum 1:0 durch Kadir Kavakbasi auf Abseits. „Das Quäntchen Glück ist nicht auf unserer Seite“, sagt Martinovic – und doch hat er die leise Hoffnung, dass sich das im Saisonendspurt noch dreht.

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