Eintracht bleibt Serientäter, Stockum nur Remis im Kellerduell, Overberge siegt nach verrückter Partie

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Deniz Ünal erzielt hier das 2:0 für die Eintracht.

Werne - Eintracht Werne mühte sich zum neunten Pflichtspielsieg in Serie. Nach dem 2:2 im Kellerduell beim Schlusslicht tritt der Tabellenvorletzte SV Stockum auf der Stelle. Das stark ersatzgeschwächt angetretene Gäste-Team von Trainer Zakaria Slimani holte dabei immerhin einen 0:2-Rückstand auf durch die beiden Treffer von Anis Bouaid. Der FC Overberge siegte in einer verrückten Partie gegen den 1.FC Pelkum

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): Eintracht Werne – TuS Wiescherhöfen II 2:0 (1:0). Durch den neunten Pflichtspielsieg in Serie hat sich die ersatzgeschwächte Eintracht aus Werne auf Platz zwei mit einem Zähler Rückstand auf den neuen Spitzenreiter SVE Heessen auf Platz zwei vorgearbeitet. Beim verdienten 2:0 gegen das Kellerkind TuS Wiescherhöfen II macht es sich der Gastgeber bei seinem siebten gewonnenen Meisterschaftsspiel in Folge selber schwerer als nötig.

 „Ich wusste schon vorher, dass das heute nur ein Arbeitssieg wird. Die Jungs haben alles reingeworfen auf dem tiefen Boden. Die werden platt sein. Es zählen nur die drei Punkte. Bis auf 10, 15 Minuten nach der Pause, wo der Gegner uns für unser Chancenwucher hätte bestrafen können, haben wir alles im Griff gehabt. Wir haben vorher versäumt, den Sack zuzumachen“, sagte Eintracht-Trainer Mario Martinovic. Vor der Pause war sein Team gegen den Tabellen-Zwölften klar überlegen. 

Die erste Chance vergab Enes Akyüz per Kopfball, als er an Gäste-Keeper Harbach scheiterte (15.). Bis zum nächsten Hochkaräter dauerte es ein wenig. Nach Flanke von Cem Bozkurt traf Tunahan Sari die Unterkante der Latte (33.). Kurz darauf fiel das 1:0 gegen tief stehende und kompakt verteidigende Gäste. Enes Akyüz brachte sich mit einen Doppelpass mit Rachid Souita in einer guten Schussposition und sein Versuch aus 16 Metern wurde entscheidend abgefälscht, so dass er über den Gäste-Keeper den Weg ins Tor fand (36.).

 Martinovic forderte von seinem Team, schnell nachzulegen. Kurz nach der Pause hatte dazu Semih Karaca die Doppelchance. Er traf aus drei Metern vor dem Tor freistehend per Kopf nach Flanke von Deniz Ünal aber den Ball nicht richtig und sein Schuss aus 16 Metern ging knapp vorbei (48., 51.). 

In der Folge wurde der Gast ein wenig mutiger und wagte sich nach vorne. Die große Chance, die Partie zu entscheiden, hatte Enes Aküyz. Focke bekam nach einer Karaca-Flanke den Ball an dem ausgestreckten Arm – den fälligen Strafstoß schoss der Kapitän aber mittig und zu schwach, so dass Harbach ohne große Mühe parierte (70.). 

Wenig später wäre fast der Ausgleich gefallen. Bozkurt leistete sich einen Fehlpass im eigenen Strafraum und nach dem Ballverlust kam Makroum aus vier Metern frei zum Schuss und traf die Latte (74.). Als Sari am eigenen Strafraum gegen Makroum riskant klärte, führte der anschließende Konter über Adas und Akyüz zum 2:0, dass der eingewechselte Deniz Ünal überlegen erzielte (87.). Kurz darauf scheiterte Akyüz mit einem 50-Meter-Heber knapp – am Eintracht-Sieg änderte das nichts mehr.

Eintracht: Rafalski – Sari, Akyüz, Martinovic, Bulut, Adas (89. Griskevic), Karaca, Kozlik (73. D. Ünal), Souita (90. Kocabas), Bozkurt, S. Ünal Tore: 1:0 (36.) Akyüz, 2:0 (87.) D. Ünal 

Bes. Vork.: Akyüz scheitert mit Handelfmeter an Harbach (70., TuS)

TuS Uentrop II – SV Stockum 2:2 (1:0). Nach dem 2:2 im Kellerduell beim Schlusslicht tritt der Tabellenvorletzte SV Stockum auf der Stelle. Das stark ersatzgeschwächt angetretene Gäste-Team von Trainer Zakaria Slimani holte dabei immerhin einen 0:2-Rückstand auf durch die beiden Treffer von Anis Bouaid. „Wir haben eine tolle Moral bewiesen. 

Aber trotzdem tut es weh, weil wir die spielbestimmende Mannschaft waren“, sagte Slimani. Die Gäste hatten beim Aufsteiger zunächst kein Glück im Abschluss. Ein Kopfball von Samet Sahin ging an die Latte (12.) und Murat Alpaslan ging alleine aufs Tor zu, scheiterte aber mit einem zu schwachen Abschluss am TuS-Keeper Sandbothe (25.). Auch Hamza Laoudi vergab eine gute Chance zur Führung. „Wir können zwei oder drei zu null führen und helfen dann bei den Gegentoren wieder kräftig mit“, klagte Slimani. So nutzte das Schlusslicht einen direkten Freistoß aus 18 Metern zur 1:0-Führung (29.). 

Beim 2:0 geriet ein Rückpass auf Torwart Thomas Goeke zu kurz, der zudem auch zu zögerlich aus seinem Tor kam. Ein TuS-Spieler ging dazwischen und traf (66.). Aber die Gäste gaben nicht auf. Nach einem Foul an Sahin im Strafraum gab es Elfmeter, den Anis Bouaid sicher verwandelte (72.). Bouaid war es auch, der mit einem überlegten Heber über den zu weit vor dem Tor stehenden Schlussmann zum späten, aber verdienten 2:2 in der Schlussminute traf (90.). Am kommenden Sonntag geht es gegen den Aufstiegsanwärter SVE Heessen.

SVS: Goeke – Medjedovic, Thörner, Partlak, Sahin, Mehovic (39. Tas), Yilmaz, Alpaslan, Slimani, Bouaid , Laoudi (77. Löbbecke)

Tore: 1:0 (29.) Hillebrand, 2:0 (66.) Borgmann, 2:1 (72.) Foulelfmeter Bouaid, 2:2 (90.) Bouaid

FC Overberge – 1.FC Pelkum 9:4 (2:3). In einem wahrlich verrückten Spiel hat der FC Overberge nach einem 2:4-Rückstand aufgedreht und am Ende neun Treffer erzielt. Dabei sah es zur Pause in dem Nachbarschaftduell nach der dritten Heimniederlage in Folge aus, nachdem es zuvor gegen Heessen (3:8) und Eintracht Werne (0:6) viele Gegentore gab. 

FCO-Trainer Volker Grahl war dementsprechend zufrieden nach dem weiteren Spektakel: „Das war eine Top-Leistung, vor allem die Moral nach dem Rückstand daran zu glauben. Wir hatten in keiner Sekunde des Spiels Zweifel, dass wir nicht gewinnen können.“ Trotzdem gibt es auch Kritik vom Trainer: „Wir haben wie so oft dumme Tore gekriegt, drei Gegentore waren vermeidbar.“ Fakt ist: Langweilig wird es bei Overberge nie. 

Das Torverhältnis spricht Bände: 33:33. Bedanken will sich Grahl vor allem beim sportlichen Leiter von Overberge, Marc-Oliver Deiting. „Er hat uns einen richtig jungen Kader zusammengestellt, dafür kriegt er gar nicht genug Anerkennung.“ Der beste Beweis dafür ist Henri Wittwer aus der A-Jugend, der als zur Pause ins Spiel gekommener Joker gleich drei Treffer erzielte. Nächste Woche geht es gegen die punktgleiche SpVg Bönen. Grahl ist optimistisch: „Wir haben ein gutes Gefühl, aber das hatten wir bisher immer.“ 

FCO: Kraus (71. Beckmann) – Ramm (26. Bachmann), Kloß, Jägerhülsmann (46. Wittwer), Piotrowski, Beck, Ojo (79. Donner), Steinbach, Gladysch, Klein, Buschmann 

Tore: 0:1 (12.) Wilczek, 1:1 (25. Piotrowski, 1:2 (27.), 1:3 (40.) beide Ludyga, 2:3 (45.+1) Bachmann, 2:4 (46.) Holthaus, 3:4 (57.) Wittwer, 4:4 (60. ) Klein, 5:4 (68.) Wittwer, 6:4 (74.) Piotrowski, 7:4 (83.) , 8:4 (89.) beide Steinbach, 9:4 (90.+1) Kloß 

Bes. Vork.: Gelb-rote Karte für Schmersträter (Pelkum, 86.)

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