Turnierreigen ansonsten ein voller Erfolg

Dreister Abwerbeversuch ärgert den TuRa-Jugendleiter

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Die E-Jugend des Werner SC belegte Platz drei.

An zwei Tagen richtete die Jugendabteilung des FC TuRa Bergkamen insgesamt fünf Nachwuchsturniere in den Alterklassen F- bis D-Junioren in der Friederichsberghalle aus. Für Ärger sorgte ein dreister Abwerbeversuch eines Gäste-Trainers 

An zwei Tagen richtete die Jugendabteilung des FC TuRa Bergkamen insgesamt fünf Nachwuchsturniere in den Alterklassen F- bis D-Junioren in der Friederichsberghalle aus. Für Ärger sorgte ein dreister Abwerbeversuch eines Gäste-Trainers.

Bergkamen – Der Veranstalter wertete die Turnierserie als vollen Erfolg. 48 Mannschaften nahmen insgesamt teil. „Erste Hürde eines jeden Turniers ist die Anwesenheitskontrolle. Sind erst einmal alle da, können wir immer tief durchatmen“, berichtet TuRas Jugendleiter Ali Osman Calikbasi. 

Bei der F-Jugend stand der Spaß im Vordergrund. Es gab ausgesprochen faire Spielen. In den beiden Turnieren der F-Junioren wurden zwar die Tore notiert, aber gemäß den Verbandsvorgaben am Ende keinen Platzierungen ausgewiesen.

 Hier war aus heimischer Sicht nur der Gastgeber vertreten. Alle Mannschaften erhielten gleiche Pokale, jeder Spieler freute sich über eine Siegerurkunde. Mit Abstand die besten E-Junioren im jeweils zwölf Teilnehmer großen Feld stellte der TSC Eintracht Dortmund, der bei den E1- und E2-Junioren vorne lag. 

Der Werner SC musste im „E2“-Feld nach überlegener Vorrunde und glücklichem Viertelfinalsieg im Halbfinale die Stärke des Jungjahrgangs des TSC Eintracht bei der 0:5-Niederlage anerkennen. Am Ende sprang Platz drei nach einem 4:0 gegen den Gastgeber FC TuRa heraus. Bei der E1 verlor der Gastgeber im Viertelfinale mit 0:9 gegen den späteren Sieger TSC Eintracht.

 Auch Teams der Essener Sportgemeinschaft und von Westfalia Herne seien eine Bereicherung für das Turnier gewesen. Spannend war es bei der D- Jugend. Dabei wurde das Finale und Spiel um Platz drei erst nach Neunmeterschießen entschieden. Etwas überraschend gewann die Hammer SpVg mit einer Mannschaft, die komplett aus Jungjahrgangs-Spielern bestand und nur hauchdünn die Vorrunde überstand.

Fußball Jugendturniere beim FC TuRa Bergkamen

 Im Finale wurde das Team von Westfalia Herne, die das ganze Turnier eigentlich dominierten, im Shoot out mit 7:6 bezwungen. Im „kleinen Finale“ setzte sich nach einem weiteren Neun-Meter-Krimi der Gastgeber durch. Nach sechs gehaltenen Neunmetern und einem selbst verwandelten wurde TuRa-Torwart Berat Karabagli auch als bester Torwart ausgezeichnet. Organisatorisch passte zudem alles. 

"Wir hatten über 30 Helfer. Sehr erfreulich war, dass darunter auch eigene Jugendspieler aus der A-, B- und C-Jugend bei der Bewirtung mitgeholfen haben“, sagte TuRas Jugendleiter Ali Osman Calikbasi. „Ohne die vielen Helfer ist solch einer Großveranstaltung nicht möglich. Daher danke ich neben unserem Kernteam allen Eltern, Trainern und Betreuern sowie Spielern unserer Jugendmannschaften, die maßgeblich zu dieser erfolgreichen Turnierserie beigetragen haben.“ Denn Calikbasi war der Meinung, dass diese Turniere „in allen Belangen mit Abstand die besten waren.“ Deswegen soll an Pfingsten ein weiterer Turnierreigen folgen. Eine schwere Verletzung gab es allerdings auch zu beklagen. Ein E-Jugendspieler von BV Brambauer zog sich einen Bruch des Handgelenks zu.

Neunjähriger und Trainer angesprochen

Einzig negative Begleiterscheinung bei den Turnieren war der Abwerbeversuch eines neunjährigen TuRa-Spielers durch einen Trainer von Westfalia Wickede. „Ich halte das für bedenklich, dass neunjährige Jungs angesprochen werden. Das ist respektlos. Vor fünf oder sechs Jahren hätte ich den aus der Halle geworfen“, sagte TuRas Jugendleiter Ali Osman Calikbasi. 

Dabei wurde der Spieler, der noch nicht einmal aus seinem Team herausragt, öffentlich und offensichtlich angesprochen. „Und dabei ist der unser Gast.“ 

Ebenso wurde der E2-Trainer Baran Canli angesprochen, ob er nicht ins Trainerteam von Westfalia Wickede wechseln möchte. Calikbasi erklärt sich das so: „Der Trainer wird Co-Trainer oder Betreuer beim neuen Vereine und soll dann immer den neuen Spieler zum Training und zu den Spielen fahren.“

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