Dieser Angreifer des Werner SC zieht die Reißleine und beendet die Saison

Robin Przybilla (vorne) zieht die Reißleine.

Werne – Gut eineinhalb Jahre quälte sich der 20-Jährige vom Fußball-Landesligisten Werner SC mit einer Schambeinentzündung und deren Folgen herum, versuchte immer mal wieder ein Comeback.

Robin Przybilla hat jetzt nach einem weiteren Rückschlag erst einmal aufgegeben. In dieser Saison will er nicht mehr vor einen Ball treten – alles weitere ist offen. 

Dies sehr zum Bedauern von Trainer Lars Müller: „Er ist ein Spieler, der Dinge macht, die andere nicht machen“, sagt der ehemalige Profi über den jungen Angreiger, aber auch: „Ich kann verstehen, dass er irgendwann keinen Nerv mehr dazu hat.“ 

Seine letzte Trainingswoche hat den leidenschaftlichen Fußballer endgültig ausgeboxt: Dienstag und Donnerstag gut und mit Spaß trainiert, am Freitagmorgen mit bekannten Problemen aufgewacht. Es sei nicht so schlimm gewesen wie am Anfang, sagt Przybilla, aber auf Strecke gesehen sei es doch der Zeitpunkt für ihn gewesen, die Reißleine zu ziehen. 

„Ich hatte dann ein langes Gespräch mit dem Trainer. Es ist frustrierend, wenn du hart dafür arbeitest und dich fit fühlst, um wieder einzusteigen, und das scheinbar auch funktioniert – und dann doch wieder nicht“, sagt Przybilla. 

Konzentration auf andere Dinge

Nun ist er raus, auch wenn es Bauchweh bereitet: „Fußball ist für mich einfach sehr wichtig. Es macht auch großen Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen und fühle mich sehr wohl. Aber Fußball spielen funktioniert einfach nicht.“ Dabei hatte er gehofft, schneller wieder fit zu werden als sein Teamkollege Chris Thannheiser, der – ebenfalls wegen einer Schambeinentzündung – erst nach gut eineinhalb Jahren wieder ein Spiel bestritten hat.

 „Lars und ich sind überein gekommen, dass wir uns im Sommer noch einmal unterhalten und abwarten, was dabei herauskommt. Ich will jetzt den Druck rausnehmen und mich auf andere Dinge konzentrieren“, sagt Przybilla. 

So auf sein Jurastudium in Münster, das im April ins sechste Semester geht: „Da bin ich gut ausgelastet.“ Ohne Sport geht’s auch dann nicht: „Ich werde nebenbei laufen und mich auf jeden Fall fit halten.“ Eben wegen des Studiums war Robin Przybilla zu seinem Heimatverein zurückgekehrt.

 Zuvor spielte er ab der B-Jugend bei der Hammer SpVg, wurde als U19-Spieler in die erste Mannschaft hochgeschrieben und absolvierte einige viel beachtete Einsätze in der Oberliga-Mannschaft. „Der Aufwand dort war ja noch viel größer und so war Werne eine gute Option, zumal ich ja auch viele kenne.“ 

Aber schon in der Hinrunde der Saison 18/19 gab’s die ersten Probleme und immer wieder Pausen. Das letzte Spiel für den WSC absolvierte Przybilla am 26. Mai 2019 beim Saisonfinale mit dem 2:1-Erfolg in Bockum-Hövel.

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