Vor dem Derby: WSC-Trainer Lars Müller traut dem SV Herbern den Aufstieg zu

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WSC-Trainer Lars Müller (links) und der verletzte MArvin Stöver.

Werne – Knapp eine Woche vor dem Derby in der Fußball-Landesliga 4 zwischen dem SV Herbern und dem Werner SC am kommenden Sonntag (15 Uhr, am Siepen) könnte die Gemütslage in den Lagern unterschiedlicher kaum sein.

Hier der Sport Club, der in beiden Punktspielen des Jahres 1:1 spielte und durch zwei Foulelfmeter vier Zähler in der Nachspielzeit verschenkte, dort der SVH, der am Samstag im Test gegen den Westfalenligisten TuS Hiltrup (1:2) vor Selbstvertrauen nur so gestrotzt hat.

 Holger Möllers hatte den spielfreien Sonntag genutzt, um sich den WSC im Altkreisduell mit dem VfL Senden anzuschauen. Besorgnis erregend war das, was die Gastgeber da gezeigt haben, für ihn nicht. „Überschaubar“ fand Möllers das, was er von dem nächsten Gegner seines Teams geboten bekommen hatte.

"Angst wird er nicht vor uns haben"

 „Angst wird er nicht vor uns haben, bei dem was er da gesehen hat“, sagt auch WSC-Trainer Lars Müller, verspricht aber: „Wir werden mit Sicherheit nicht so auflaufen wie am Sonntag – ob System und/oder Personal, da bin ich noch in der Findungsphase.“ 

Die Favoritenrolle – Müller: „Sonst schieben wir sie uns ja immer gegenseitig zu“ – ist dieses Mal aus seiner Sicht deutlich vergeben, auch wenn nur ein Tabellenplatz und ein Punkt zwischen dem Fünften (SVH) und dem Sechsten liegt. 

„Zurecht“, sagt der Ex-Profi, „denn sie machen im Moment vieles richtig, bei uns dagegen funktioniert relativ wenig.“ Deshalb ist Müller auch froh, dass der Ligaalltag durch das Derby aufgebrochen wird. „Vielleicht passt es ganz gut, dass es ein besonderes Spiel ist, dann bleibt der Rest ein bisschen außen vor und spielt mal keine Rolle“, sagt er.

 In ähnlicher Besetzung wie am Sonntag beim 1:1 gegen den VfL Senden hatten die Werner im September das Hinspiel noch mit 3:1 gewonnen. „Wenn wir das wieder auf den Platz bringen, dann werden wir nicht mit fünf abgeschossen, aber wenn wir so spielen wie beim letzten Gastspiel in Herbern, dann wird das so kommen“, sagt Müller und erinnert an die blutleere Vorstellung am 24. März vergangenen Jahres, bei der der SVH durch Tore von Schütte und Scholtysik mit 2:0 gewonnen hatte. 

Seither hat sich einiges verändert. Ein Beispiel: Der WSC hat mit Niklas Link einen der überragenden Defensivspieler der Liga durch ein Auslandssemester an der University of Pennsylvania verloren, der SVH durch die Rückkehr des Spaniers Oscar Franco Cabrera einen überragenden Mann im zentralen defensiven Mittelfeld hinzugewonnen. 

Lars Müller traut dem SVH sogar den ganz großen Coup zu: „Blicken wir mal zurück in den vergangenen Sommer. Da hatte ich die Herberner mit auf der Rechnung. Inzwischen hat sich das ein bisschen bewahrheitet. Die sind voll mit dabei und das ist kein Zufall – und jetzt kommt auch noch Oscar dazu....“

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