Derby Werner SC gegen SV Herbern ein Duell auf Augenhöhe

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Szene aus dem jüngsten Derby mit Herberns Whitson und den Wernern Mondrian Runde und Yannick Lachowicz.

Werne – Derby-Zeit im Lindert: Am Samstag empfängt der verlustpunktfreie Landesliga-Spitzenreiter Werner SC ab 16 Uhr den in seinen drei Partien ebenfalls noch unbesiegten SV Herbern. Der WSC führt mit fünf Punkten Vorsprung auf Kinderhaus und Roxel die Tabelle an, der SVH hat in den bisherigen vier Derbys zwei Siege und zwei Unentschieden geholt. Deswegen gibt es dieses Mal keinen Favoriten.

Landesliga 4: Werner SC – SV Herbern.  „Man muss das Spiel losgelöst von der Tabelle sehen, weil es ein Derby ist und mehr Emotionen drin sind als in anderen Spielen“, unterstreicht Lars Müller den Pokalspiel-Charakter, den auch sein Trainerkollege Holger Möllers herausgestellt hat. „Hoffentlich wird es ein Spiel auf Augenhöhe, weil es das im letzten Aufeinandertreffen nicht war“, erinnert sich Müller an die 0:2-Niederlage am 24. März, als sein Team chancenlos war. 

„Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Der Gegner wird mit einer Menge Selbstvertrauen ausgestattet sein. Wir stehen dem aber in nichts nach. Wir haben auch noch kein Spiel verloren“, wünscht sich das auch Herberns Trainer Holger Möllers. Müller glaubt auch nicht, dass der jüngste 7:0-Auswärtserfolg seines Teams beim VfL Senden den Nachbarn beeindruckt habe. „Da lief halt viel für uns. Wir haben die Tore zu den richtigen Momenten gemacht. Das ist nicht so aussagekräftig.“ 

Das gilt auch beim Blick auf die Tabelle. „Wir sind natürlich zufrieden mit den vier Siegen, zumal wir zurecht gewonnen haben. Aber es ist relativ früh in der Saison und wir werden noch Spiele verlieren. Aber hoffentlich nicht am Samstag... Mit Herbern kommt das deutlich stärkste Team aus den ersten fünf Spielen“, sagt Müller. Der gegenseitige Respekt ist also groß. „Die Tabellenführung ist für Werne eine tolle Sache, gerade vor dem Derby“, zieht Holger Möllers den Hut vor der starken Frühform des Sport Clubs.

 „Herbern macht es jedes Jahr wieder gut, auch wenn sie Umbrüche vornehmen müssen. Ich habe vor der Saison gesagt, dass sie dieses Jahr ein Kandidat sind, um oben mitspielen“, hat der einstige Profi Lars Müller an dieser Einschätzung nichts geändert. Deswegen überlegt er, ob er sein Team so früh angreifen lässt wie zuletzt und ein forsches Pressing spielt: „Es gibt auch Spiele, in denen wir anders spielen müssen. Wir sind gut drauf und haben eine Menge Selbstvertrauen, aber der Gegner ist immer noch Herbern.“ 

Möllers hofft aber auf einen offenen Schlagabtausch. „Werne hat zuletzt defensiv gegen uns gespielt und war gut organisiert. Vielleicht müssen wir nicht per se anrennen und es ergeben sich Räume. Das würde die Sache interessanter machen.“ Zuletzt habe Müller im Training bemerkt, wie aus der Lockerheit durch die Siege eine Anspannung entstanden ist.

 „Vielleicht überdrehen sie ja“, ist Möllers gespannt darauf, wie der Sport Club mental mit der Rolle umgeht, als Spitzenreiter ins Derby zu gehen und erstmals kein Außenseiter zu sein. Beim Gastgeber fällt Chris Thannheiser nach dem in Senden erlittenen Schlag in die Kniekehle aus, der Einsatz von Yannick Lachowicz ist aufgrund muskuläre Probleme stark fraglich. 

Beim Gast fehlt Joe Breloh (Urlaub). „Am Dienstag im Test gegen Rhynern haben sich alle Spieler in den Fokus gespielt. Ich habe einen vollen Kader und muss eher jemanden vor den Kopf stoßen, weil er nicht dabei sein wird“, sagt Möllers. Und bei ihm ist genauso eine gespannte Vorfreude herauszuhören wie bei Lars Müller.

Anreise 

Der Werner SC bittet die Zuschauer aus Werne, wegen der begrenzten Zahl an Parkplätzen im Sportzentum Lindert mit dem Fahrrad zu kommen.

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