Derby SV Herbern gegen WSC: Kein Derbyfieber, nur leicht erhöhte Temperatur

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Jannik Prinz mit eingegipster linker Hand im Werner Krankenhaus.

Werne – Es wird das Spiel des Neunten gegen den Elften in der Fußball-Landesliga (4) sein, ein Duell zwischen zwei Mannschaften, die sich des Klassenerhalts schon am 22. Spieltag – unter normalen Umständen – relativ sicher sein dürfen.

Und doch ist das Spiel zwischen dem SV Herbern und dem Werner SC am kommenden Sonntag (15 Uhr) kein ganz normales. Es geht in diesem Derby einmal mehr um das Prestige. 

Allerdings ist vor der inzwischen vierten Auflage nach dem Aufstieg des WSC eine gewisse Normalität eingekehrt – was schon daran zu erkennen ist, dass das Spiel nicht an einem Freitagabend oder Samstag angesetzt ist, sondern zur normalen Anstoßzeit. Und so wird auch die Vorbereitung auf das Spiel eine ganz normale sein, wie WSC-Trainer Lars Müller sagt. 

Manche der Spieler sehen das naturgemäß etwas anders. Wernes Verteidiger Niklas Link zum Beispiel, der sich am Freitagabend im Abschlusstraining eine Muskelverletzung zuzog, will eigentlich heute schon wieder trainieren. „Wir haben uns jetzt auf Donnerstag verständigt, das reicht im Zweifel auch“, sagt Lars Müller. 

Prinz: "Gebt mir eine sch... Schiene, damit ich gegen Herbern spielen kann"

Und auch Jannik Prinz würde am liebsten am Sonntag spielen, obwohl er sich gegen Stadtlohn schon in der ersten Halbzeit bei einem (unbeabsichtigten) Tritt seines Gegenspielers die linke Hand gebrochen und damit bis in die Schlussphase hinein weitergespielt hatte.

 „Er hat gesagt: Gebt mir eine sch... Schiene, damit ich gegen Herbern spielen kann“, sagt Müller. Doch bei einer Operation wird dem Werner Offensivmann heute eine Platte eingesetzt – Einsatz am Sonntag ausgeschlossen. Verteidiger Nico Holtmann mit einer Fußprellung und Torhüter Jorma Hoppe nach einem Tritt gegen den Oberschenkel sind angeschlagen, werden sich das Derby aber nicht entgehen lassen.

 Für WSC-Trainer Müller war das Spiel gegen Stadtlohn mit dem 3:0-Erfolg durch die Tore von Beckerling, Durkalic und Hennes ein wichtigeres. „Das Spiel war für den Ausgang unserer Saison sehr wichtig. Dass wir gewonnen haben, das hat uns gut getan“, sagt er Ex-Profi, der – wie schon in der zweiten Halbzeit gegen Roxel – gute Defensivarbeit seines Teams gesehen hat. 

„Fehlendes Feuer in der Offensive“ hatte die Münsterland Zeitung beim SuS ausgemacht. Allerdings hatten die Werner alles, was ansatzweise zu einem Brandherd hätte werden können, schnell gelöscht. „In den Zweikämpfen hatten wir keinerlei Probleme“, meint Müller. So war auch von Niclas Dormayer, der elf der bisher 21 Stadtlohner Tore erzielt hat, überhaupt nichts zu sehen. Müller: „Nur in der ersten Halbzeit war das, was die Räume angeht, nicht so gut verteidigt. In der entscheidenden Zone waren wir aber da.“ Nur eine Torchance gab’s für die Gäste in den 90 Minuten...

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