Darum ist Frank Große-Budde als Trainer der Herberner Landesliga-Frauen zurückgetreten...

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Frank Große-Budde

Herbern – Frank Große-Budde hat die Reißleine gezogen. Nach der 1:2-Niederlage der abstiegsbedrohten Landesliga-Frauen des SV Herbern am vergangenen Sonntag beim BSV Brochterbeck ist der 50-Jährige von seinem Trainerposten zurückgetreten.

 „Ich habe mir am Sonntag schon die ersten Gedanken dazu gemacht. Dann habe ich hin und her überlegt. Soll ich das jetzt machen oder das Spiel am Sonntag gegen Gronau abwarten? Ich habe mich für den sofortigen Rücktritt entschieden und hoffe, es geht ein positiver Push davon aus“, sagt Große-Budde. 

Mieke und Laura Brockmeier übernehmen

Die Nachfolge übernehmen vorerst Mieke und Angreiferin Laura Brockmeier, die am Mittwoch auch das Training leiteten.  Große-Budde, der mit den Frauen auch in die Landesliga aufgestiegen ist und dessen Tochter Sarah in dem Team mitspielt, begründete seinen Entschluss mit der großen Enttäuschung nach dem jüngsten Ergebnis und den Umständen, die dazu aus seiner Sicht führten. „Das geht zu sehr an die Substanz. Als ich als Mädchentrainer vor acht Jahren angefangen habe, war es Hobby. Zuletzt war es Arbeit“, hat der Trainer auch den Spaß an seiner Tätigkeit verloren. 

„Wir haben keine Konstanz drin. Es sind sieben oder acht, die mitziehen statt 15 oder 16. Das passt nicht zu meiner Einstellung zum Fußball. Für einige tut es mir leid. Aber viele der jungen Spielerinnen leben nicht die Werte, die man braucht, um erfolgreich einen Mannschaftssport zu betreiben. Das hat auch etwas mit Pflichtbewusstsein zu tun“, führt Große-Budde aus.

 Er hatte in der vergangenen Saison schon pausiert, als sein damaliger Co-Trainer Andreas Weber übernahm und im Winter von Heiner Döbbe abgelöst wurde. Zu dieser Saison übernahm wieder Große-Budde, der aber schon früh seine Nachfolge geregelt haben wollte und gerne im Winter das Amt an einem Nachfolger übergeben hätte. 

Große-Budde war seit etwa acht Jahren im Mädchen- und Frauenfußball in Herbern engagiert. Er war als Jugendtrainer zusammen mit Laura Brockmeier auch daran beteiligt, dass die B-Juniorinnen vor einigen Jahren den den Sprung in die Bezirksliga schaffte. Am Sonntag empfängt der Drittletzte SV Herbern ab 15 Uhr auf dem Kunstrasen am Siepenweg auf dem ersten Nichtabstiegsplatz liegend nun das Schlusslicht Fortuna Gronau, das nur vier Pumkte weniger aufweist.

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