Robin Przybilla: Das Comeback muss warten

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Robin Przybilla 

Werne – Die Hoffnung war groß bei Robin Przybilla, am kommenden Dienstag nach überstandener Schambeinentzündung mit dem Start der Vorbereitung auf die zweite Serie wieder in das Mannschaftstraining des Fußball-Landesligisten Werner SC einsteigen zu können.

Funktioniert aber nicht. „Ich bin dennoch guter Dinge“, sagt der 20-Jährige, denn: „Das Laufen klappt schon wieder ganz gut.“ Nun soll es vielleicht irgendwann im Februar auch damit klappen, dass der Angreifer wieder vor den Ball treten kann.

 Aber in Stein gemeißelt ist das nicht. Es könne eher noch etwas länger dauern, um einen Rückschlag zu vermeiden. „Ätzend, als Fußballer willst du spielen, das weiß jeder, der vor den Ball tritt“, sagt Przybilla, weiß aber dennoch, dass er Geduld haben muss. 

Bestes Beispiel ist Teamkollege Chris Thannheiser, der für ein Comeback bei gleicher Diagnose 21 Monate benötigt hatte. Seine letzte Partie hat Przybilla, der in Münster Jura studiert, am 25. Mai 2019 absolviert – es war das letzte Spiel der Saison 18/19 bei der SG Bockum-Hövel und für den schnellen und technisch versierten Spieler nach 60 Minuten vorzeitig beendet. 

Schon zu diesem Zeitpunkt hatte er massive Probleme, so wie einige seiner Teamkollegen immer wieder. „Der Platz wird da sicherlich auch ein Faktor sein“, sagt er über das Kunstgrün im Lindert, das bei der Trainings- und Spielbelastung auf dem Niveau dauerhaft nicht gut für Sehnen, Bänder und Gelenke ist. Seit dem vergangenen Frühjahr hat Robin Przybilla mehrere Therapien über sich ergehen lassen müssen – zuerst mit Spritzen, zum Schluss auch konservativ. 

Mit Schwimmen hat er sich in dieser Zeit fit gehalten. „Wenn nichts mehr geht, dann greifst du zu Sachen, die irgendwie gehen“, sagt er. 

Der Kontakt zur Mannschaft ist in der gesamten Zeit nicht abgerissen und wird von beiden Seiten gepflegt. „Ich bin eigentlich bei jedem Heimspiel dabei, die Jungs zählen schließlich auf einen“, sagt der Angreifer, der bei der Hammer SpVg bereits als U19-Junior mehrere Oberligaspiele absolviert hat.

 Außerdem stehe er stets in Kontakt mit seinem Trainer Lars Müller und mit dem Vorstand. Inzwischen ist Robin Przybilla zumindest auch dienstags wieder regelmäßiger Gast beim Training. Physio Nicolas Arquier sorgt dann dafür, dass er seinem Comeback wieder ein kleines Stück näher kommt.

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