Coach von Eintracht Werne II tritt nach Derby-Sieg zurück - das sind die Gründe

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Hugo "Sigi" Eulich

Werne – Trainerwechsel bei der Reserve von Eintracht Werne. Hugo Eulich, den alle nur „Sigi“ nennen, hat nach dem 2:1-Derbysieg in der Fußball-Kreisliga C1 (Unna/Hamm beim SV Stockum II zum Rückrundenstart seinen Rücktritt erklärt.

Es war für die am kommenden Spieltag spielfreie Eintracht-Reserve die letzte Partie des Jahres. „Ich spiele seit 43 Jahren Fußball, bin seit 20 Jahren Trainer. Ich habe keine richtige Motivation mehr und bin zu nahe dran an den Jungs“, begründete der 52-Jährige seinen Schritt. 

Als Nachfolger macht sein bisheriger Assistent Manfred Schrills weiter. „Ich werde auch noch weiter im Hintergrund mithelfen. Mit der Weihnachtsfeier ist für mich Schluss. Wir haben uns im Guten getrennt“, sagte Eulich, der nun selber wieder mehr bei den Altherren spielen möchte.

Das "kleine Derby" fand unter schwierigen Bedingungen statt.

 Nicht nur wegen seiner beiden Söhne Marco und Christopher sei er zu nahe an der Mannschaft gewesen. „Ich kenne die Jungs zum Großteil aus der Jugend und habe falsche Entscheidungen getroffen. Mit dem Sieg war das ein schöner Abschluss“, so Eulich. Manfred Schrills soll zur zweiten Saisonhälfte noch einen Trainer an seine Seite bekommen

Kreisliga C1 (Unna/Hamm): SV Stockum II – Eintracht Werne II 1:2 (1:2).

Unter schwierigen Bedingungen auf einem komplett vereisten Ascheplatz wurde das „kleine Werner Ortsderby“ ausgetragen. Ein verspäteter Schiedsrichter und die Platzbegehung verzögerten den Anpfiff. Hitzig geriet dann die Partie selbst. „Ein typisches Derby halt“, meinte Sieger-Coach Sigi Eulich.

 Er ärgerte sich aber über einige Unsportlichkeiten bei Spielern des Gastgebers. „Das war unschön und nicht zu akzeptieren, da waren wir uns einig“, fand Wernes Coach Zuspruch auch beim Gegner. Eintrachts Pavel Stromberger verlor die Nerven und kassierte für sein „Beschweren“ beim Unparteiischen die zweite gelbe Karte. 

Den ersten Karton hatte der Werner wegen des Fouls gesehen, dass zum 1:2-Anschluss der Stockumer durch Elfmeter führte. Mohamed traf. Die Stockumer hatten gestern erneut mit Personalsorgen zu kämpfen, sie traten nur zu zehnt an. Trotzdem geriet das Ergebnis mit dem 2:1 knapp. „Wir haben uns doof angestellt“, urteilte Eulich. 

Der Tabellenachte machte das Spiel. Stromberger traf zum 1:0 (2.). Er hatte sich durchgetankt und unhaltbar eingenetzt, so sah es Eulich. Das 2:0 machte Patrick Künne (8.). Er nutzte ein Tohuwabohu im Stockumer Strafraum für einen schönen Abschluss aus dem Hinterhalt. Ein weiteres Tor von Christopher Eulich wurde wegen Abseits nicht gegeben. „Das Ergebnis passt natürlich, das Verhalten auf dem Platz nicht“, schloss Eulich.

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