2:2 in Borken - SV Herbern fehlt bei Tropenhitze die Frische

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Lünemann, Airton und Sabe kümmern sich um einen Borkener.

Herbern – Der SV Herbern trennt sich im vorgezogenen Landesliga-Punktspiel mit 2:2 (1:1) von der SG Borken, strahlt bei Brutkasten-Temperaturen in der Netgo-Arena aber nicht die Frische der ersten beiden Punktspiele aus. Immerhin bleibt das Team von Holger Möllers ungeschlagen.

 Der SVH kommt dabei besser ins Spiel und besitzt in der dritten Minute die erste Gelegenheit. Scholtysik spielt den Ball von links diagonal in der Strafraum, wo Hoenhorst die Kugel mit dem Kopf in die Mitte passt, wo die Gastgeber in höchster Not zur Ecke klären. Drei Minuten später kommen die Herberner erneut über die rechte Seite. Dieses Mal senkt sich Lünemanns Flankenball gefährlich an den hinteren Pfosten, wo Torhüter Rudolph den Einschlag verhindert. 

Nach 13 Minuten zeigen die Borkener erstmals, was sie offensiv so stark macht. Lünemann lässt Grodzik zu viel Platz zum Flanken, doch in der Mitte klären die Herberner gegen Torjäger Bone auf Kosten eines Eckballs. Borken wird danach aktiver, verzeichnet ein Plus an Abschlüssen, doch die sind ungefährlich. 

Die nächste Top-Chance haben die Herberner nach 26. Minuten. Zunächst wird Hoenhorsts Schussversuch zur Ecke geblockt, die Scholtysik nach innen bringt – so scharf, dass die Kugel bis zum zweiten Pfosten durchkommt, wo Dubicki allerdings zu überrascht ist und am Tor vorbei schießt. Nach 35 Minuten wird es wieder gefährlich für die Borkener: Nach einer Flanke von Scholtysik von der rechten Seite vergibt zunächst Hoenhorst freistehend, dann köpft Schütte knapp neben das Tor. 

Nach 39 Minuten kommt vielstimmiges Raunen von der Tribüne, weil Haarseim in einer zirkusreifen Vorstellung Torjäger Bone im eigenen Strafraum mutig austanzt – woraus sich die Führung ergibt. Denn nur wenige Sekunden später kommt Whitson auf der Gegenseite zum Schuss. Handspiel Schnipper, Elfmeter Dubicki – der Ball schlägt in der Tormitte zur Gästeführung ein. 

Die Freude währt bei den Herbernern nur sieben Minuten. Dann will Eric Sabe nach einer Borkener Flanke den Ball aus dem Strafraum spielen, kriegt die Kugel aber ebenfalls an die Hand. Die Chance lässt sich Bastian Bone nicht entgehen und trifft von sich aus gesehen unten links zum 1:1. Direkt danach bittet Schiri Wensing die Teams in die Pause. 

Mit Beginn der zweiten Halbzeit reagiert Holger Möllers, bringt vorne Amoev für den indisponierten Whitson sowie hinten Richter für Sobbe. Hilft aber nichts, denn Borken bestimmt die Anfangsphase und trifft wieder durch Bastian Bone. Bei dessen Kopfball-Bogenlampe zum 2:1 sieht Haarseim sehr unglücklich aus, weil er von der Sonne geblendet wird. Nach einem Luftduell muss anschließend SG-Torhüter Rudolph behandelt und aus dem Spiel genommen werden (61.). Ive Burkhardt kommt für ihn ins Spiel – und muss gleich in der ersten Aktion den Ball aus dem Netz holen. 

Hoenhorst bringt auf links Schütte mit einem Doppelpass ins Spiel. Der bleibt zwar im Strafraum hängen, doch Scholtysik holt sich die Kugel, geht bis zur Grundlinie und passt in den Rücken der Abwehr, wo Dominick Lünemann mit einem technisch feinen Flachschuss die Lücke findet und ausgleicht (63.). Danach sind die Herberner wieder im Spiel und nähern sich dem dritten Tor an. Allerdings haben sie noch einmal Glück, als Haarseim einen Flankenball nach vorne abwehrt und Jonas Weid ihm die Kugel anschließend genau in die Arme schießt. 

Danach verläuft die Partie unruhig und richtige Chancen ergeben sich auf beiden Seiten nicht mehr, zumal viele Aktionen überhastet vorgetragen werden. Am Ende haut Luis Krampe noch einen raus, aber Raphael Bauer hält seinen Kopf in dessen 20-Meter-Hammer, verhindert so das Herberner Siegtor – und bleibt benommen liegen (90.).

SV Herbern: Haarseim – Sobbe (46. Richter), Just, Dubicki, Lünemann (80. Plechaty) – Airton – Schütte (Krampe), E. Sabe – Scholtysik – Whitson (46. Amoev), Hoenhorst

Tore: 0:1 (39.) Handelfmeter Dubicki, 1:1 (45.+1) Handelfmeter Bone, 2:1 (50.) Bone, 2:2 (66.) Lünemann

Trainermeinung

Sven Eisbeck (SGB): Insgesamt ist das Ergebnis schon gerecht. Was mich wurmt ist so eine Szene wie beim 2:2, da kommen wir nicht in Zweikampf und sind viel zu brav und foulen nicht. Wenn wir foulen, ist das Spiel erst einmal unterbrochen und alle können sich wieder sortieren. Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass solche Kleinigkeiten entscheiden werden. Es war viel Stückwerk, einzig das zweite Herberner Tor war herausgespielt. Es war eine Begegnung auf Augenhöhe. Wir haben gegen Herbern gar nicht so schlecht ausgesehen.

Holger Möllers (SVH): Wir haben nach einer schlechten Leistung einen Punkt mitgenommen. Es ist schwer, bei dieser Witterung zu spielen und wir haben es nicht geschafft, den letzten Willen zu zeigen. Am Ende des Tages nimmst du ein 2:2 mit wo du es eigentlich schaffen musst, den Gegner besser zu bespielen. Es fehlte in allen Mannschaftsteilen. Letztlich war das Unentschieden nicht leistungsgerecht, aber korrekt.

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