SG Bockum-Hövel II bedankt sich bei Eintracht Werne II für ihr großes Fairplay

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Eintracht-Kapitän Patrick Künne  (r.) entschied, dass Bockum-Hövel das 4:3 erzielen darf.

Werne - Fairplay zeigte die Eintracht-Reserve bei ihrer Niederlage am Freitagabend.

Die Partie in der Fußball-Kreisliga B1 (Unna/Hamm) von Freitagabend zwischen Eintracht Werne II und der SG Bockum-Hövel (3:4) hat noch lange nach Spielschluss für Diskussionen gesorgt – wegen einer sportlich fairen Geste der Gastgeber (WA berichtete).

Zur Erinnerung: Beim Stand von 2:3 in der 81. Minute stießen ein Werner und ein Bockum-Höveler zusammen. Die Gäste schossen den Ball ins Aus, um eine schnelle Behandlung zu ermöglichen. Die Eintracht setzte danach das Spiel mit einem Einwurf fort und Marvin Heidicker wollte den Ball zum Gästetorwart zurück spielen.

Der Angreifer schoss aus etwa 50 Metern hoch in Richtung SG-Tor und dem Keeper Kevin Cempulik flutschte der nasse Ball durch die Handschuhe ins Tor zum 3:3 (81.). Nun musste Eintracht II entscheiden, wie es weitergehen sollte.

„In der Situation hat der Kapitän zu entscheiden. Und Patrick Künne sagte den Bockum-Hövelern, dass sie direkt aufs Tor schießen könnten und Keeper Yannick Fitzthum den Ball passieren lässt. So erzielte Dennis Vittinghoff ungehindert das 3:4.

Die Bockum-Höveler bedankten sich auf ihrer Facebook-Seite für das Verhalten der Eintracht mit folgenden Worten: „Mit großem Respekt bewundern wir die Fairness des gastgebenden Teams, das uns direkt darauf ein Tor schießen ließ. Es fielen Sätze wie „So wollen wir keinen Punkt mitnehmen“ und ähnliches. Auf Grund des sportlichen Geistes einer Mannschaft, die diesen Punkt bestimmt gut gebraucht hätte, möchten wir uns herzlich bei Euch bedanken und viel Erfolg für die laufende Saison wünschen. Fair play!“ Für Eintracht-Trainer Sebastian Seifert war dies eine Selbstverständlichkeit: „Ich gehe lieber erhobenen Hauptes als Verlierer vom Platz als mit einem dreckigen Punkt. Es gibt einige ungeschriebene Gesetze und wenn wir ein bisschen Stolz haben, dann müssen wir das eben so machen“, sagte er. Zwar sei innerhalb der Mannschaft nach dem Schlusspfiff und auch am ganzen Wochenende eine lebhafte Diskussion darüber geführt worden: „Aber der Grundtenor ist gewesen, dass es richtig war, dass wir uns fair verhalten haben.“

Eintracht II:  Fitzthum – Kiraz, Seifert, Dömland, Künne, Bressler, Heidicker, Eidberger, A. Frison, Stromberger, Klaas – N. Frison, Sarioglu, Drüker – Tore: 0:1 (7.) Langenkämper, 0:2 (21.) Duysak, 1:2 (31.) Künne, 1:3 (49.) Wittkamp, 2:3 (76.) Kiraz, 3:3 (81.) Heidicker, 3:4 (82.) Vittinghoff

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