0:3 – Werner SC verliert gegen Abstiegskandidat Dorstfeld

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Cem Bozkurt (rechts) im Duell mit William Najdi.

Werne - Der Werner SC kassiert in der Bezirksliga (8) gegen den Abstiegskandidaten SC Dorstfeld eine 0:3-Heimpleite und verliert Platz zwei wieder aus dem Blick.

„Wir können uns kein Larifari leisten und nur einen Meter weniger laufen, nur weil Dorstfeld auf einem Abstiegsplatz steht“, warnt WSC-Trainer Kurtulus Öztürk. Offensichtlich nimmt das kaum einer ernst in seinem Kader.

Denn die Niederlage gegen den nun Drittletzten der Liga ist verdient, weil die Werner – auch wenn ein halbes Dutzend Stammkräfte fehlt – so ziemlich alles vermissen lassen, was sie beim Sieg gegen Spitzenreiter Senden noch stark gemacht hat. „Ich habe keinen gesehen, der für den Kollegen einen Meter mehr gelaufen ist“, dringt es später von Öztürks längerer Kabinenansprache nach draußen, oder auch: „Von der Dynamik her war nix da.“

Die erste Chance besitzt immerhin der WSC. Nach einem Freistoß verschätzt sich Gästekeeper Kossmann und lässtdie Kugel fallen, doch Durkalic setzt nicht entscheidend nach. Schnell ist zu sehen, dass Dorstfeld aktiver ist und der WSC eher verhalten reagiert. Trotzdem gibt’s die Chance zum 1:0, doch Yilmaz trifft den Innenpfosten (35.).

Vier Minuten später kriegt Dorstfeld das erste Tor serviert: Durkalic „stört“ Weber bei dessen 25-Meter-Schuss nur mit einer Alibi-Grätsche, Zurstraßen lässt die Kugel nach vorne abprallen, William Najdi staubt ab.

Kurz vor und nach der Pause hat der WSC seine letzten guten Chancen des Spiels: Zunächst trifft Hennes nach einem Freistoß von Saado nur den Außenpfosten (45.), dann verpassen Baslarli und Thannheiser nach einem weiteren Saado-Freistoß den Ball nur knapp (47.). Danach geht nichts mehr.

Auf der Gegenseite hält Bozkurt im Strafraum Najdi fest, den Elfmeter verwandelt Efthimiadis zum 0:2. Das dritte Tor ist ein weiteres Geschenk. Der gerade eingewechselte Eisenbach führt sich mit einem Foul an Najdi ein, Guthmann schnibbelt den Ball aus 17 Metern über die Mauer hinweg ins Netz, Zurstraßen schaut nur zu.

Aufregung gibt’s anschließend nur noch bei einer Rudelbildung, weil Schiri Kroll ein Nachtreten des Dorstfelders Weber nicht ahndet. Öztürk: „Die haben uns gezeigt, wie man mit bescheidenen Mitteln kämpft. Bei uns war das deutlich zu wenig.“

WSC: Zurstraßen – Bozkurt, Konieczny, Stöver, Durkalic – Yilmaz, Klossek, Saado, Thannheiser – Hennes, Baslarli (57. Eisenbach)

Tore: 0:1 (39.) Najdi, 0:2 (54.) Efthimiadis, 0:3 (64.) Guthmann

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