Werner SC verliert mit 2:4 gegen den VfL Senden

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Szene aus dem Spiel des Werner SC gegen den VfL Senden.

WERNE - Es hätte der Spieltag des Werner SC werden können: Die Konkurrenten SC Husen-Kurl und Nordkirchen verlieren, SV Langschede spielt nur remis. Doch mit dem 2:4 (1:2) gegen den VfL Senden ist der Sportclub in der Bezirksliga 8 auf Rang vier abgerutscht.

Bitterer aber ist diese Erkenntnis: Das Ergebnis schmeichelt den Wernern.

„Dabei haben wir gegen keinen übermächtigen Gegner gespielt“, sagt Trainer Kurtulus Öztürk. Der hat seine Startelf gegenüber dem 0:0 in Lüdinghausen umgekrempelt. Für Heese (gesperrt) rückt Simon in die Innenverteidigung, im Mittelfeld soll es keine Doppel-Sechs, sondern eine Raute mit Nowak (defensiv), Leenders (links), Wintjes (rechts) und Jücker (offensiv) richten. Vorne sind Bacak und Schwerbrock als Doppelspitze eingeplant. Torjäger Durkalic und Thannheiser rotieren auf die Bank.

Doch in der ersten halben Stunde bekommt der WSC trotz der mutigeren Grundordnung keinen Zugriff auf das Spiel. Die Sendener stören dessen Aufbau geschickt, lassen zwei oder drei Querpässe der Gastgeber in deren Hälfte zu, pressen dann auf Kommando – und erzwingen so bei nervösen Wernern haarsträubende Ballverluste. So fällt die frühe Gästeführung, als Reher in den Raum zwischen den Innenverteidigern passt und Timo Lemmer gegen Gebhardt mit einem Flachschuss trifft (9.).

Zwei Minuten später: Wieder verliert der WSC den Ball, doch Morzonek scheitert an Gebhardt. Das fällige zweite Tor erzielt kurz darauf Kamilos Jeyenthira mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze aus (18.). Dann muss Gebhardt gegen Stutenkemper und Lemmer retten. In der Summe muss es nach 27 Minuten eigentlich schon 0:5 stehen.

So aber trifft der Sportclub: Nach einem Eckball von Schwerbrock köpft Bastian Schöpper die Kugel ins Netz (28.). Danach fängt sich der WSC, minimiert die Fehler im Aufbau und darf auf eine bessere zweite Hälfte hoffen.

Und die beginnt mit einem Blitzstart. Nach zwölf Sekunden gibt’s eine Ecke für den WSC. Wieder ist Schöpper da, foult im Nachsetzen aber Keeper Heitkötter. Doch es ist nur ein Strohfeuer. In der 51. Minute steht es 1:3, weil Stutenkemper – von Schnee unbedrängt – flanken darf und Lemmer die Fußspitze akrobatisch an den Ball bekommt.

Als Thannheiser und Durkalic beim WSC zur Einwechslung parat stehen, macht Senden alles klar: Morzonek fängt ein Zuspiel von Schnee auf Nowak ab und bedient Lemmer. Der scheitert zwar an Gebhardt, doch Stutenkemper drückt den Ball im Nachsetzen ins Netz (55.).

Die volle Offensive gibt es aber auch mit Thannheiser und Durkalic nicht. Der WSC wankt sogar: Erst gibt’s ein Fast-Eigentor von Joel Simon, dann müssen Lemmer, Stutenkemper oder Morzonek zumindest ein fünftes Sendener Tor erzielen.

Nach einem der wenigen Werner Angriffe mit Struktur wächst Hoffnung: Thannheiser passt von der Grundlinie auf Durkalic zurück, der tunnelt aus fünf Metern Torhüter Heitkötter zum 2:4 (76.). Zweimal muss in der Folge Heitkötter noch gegen Durkalic eingreifen, doch zum Anschlusstor reicht es trotz fünfminütiger Nachspielzeit nicht mehr.

„Wenn wir unsere Hausgaben nicht machen, dann brauchen wir darüber nicht reden“, meint WSC-Trainer Öztürk am Ende zum Thema Aufstieg. „Für uns ist das natürlich lebenswichtig. Wir haben vieles richtig gemacht, allerdings dabei vergessen, früh das dritte Tor nachzulegen“, sagt Andreas Schlüter vom VfL.

Tore: 0:1 (9.) Lemmer, 0:2 (18.) Lemmer, 1:2 (28.) Schöpper, 1:3 (51.) Lemmer, 1:4 (55.) Stutenkemper, 2:4 (76.) Durkalic

WSC: Gebhardt – Schnee, Simon, Schöpper, Seifert – Nowak (55. Thannheiser), Leenders, Wintjes (64. Kozlik), Jücker (55. Durkalic) – Bacak, Schwerbrock - gu

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