Kleines Startelf-Puzzle beim Werner SC

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Nicht zu bremsen ist derzeit der Werner SC – hier Daniel Durkalic.

WERNE -  Zehn Sekunden fehlten Axel Scheunemann am Donnerstag, um als Trainer des Bezirksliga-Tabellenführers Werner SC sorgenfrei dem Punktspiel beim SC Dorstfeld entgegen zu sehen.

Weil aber Dennis Seifert eben diese wenigen Sekunden vor dem Trainingsende böse umgeknickt ist, wird sich der Vertreter von Spielertrainer Kurtulus Öztürk noch einige Gedanken über die Aufstellung machen müssen.

Ein wenig Hoffnung bleibt, dass der Abwehrspieler dem Tabellenführer der Bezirksliga (8) auch am Sonntag zur Verfügung steht. Wenn nicht, dann gehen Scheunemann die Alternativen aus. Nach dem Weggang von Leon Heese (Studium in Bonn) hatte Seifert dessen Position in der Dreier-Abwehrkette übernommen. Janis Leenders war für ihn auf die linke Außenbahn beordert worden. Rechts hatte Sebastian Schnee seinen Platz – bis er am vergangenen Sonntag gegen Kaiserau „rot“ sah und Milcarek mit einem Kopfstoß niederstreckte. Alternative dort: Kai Wintjes. Doch der wird eventuell als Sechser gebraucht, falls Joel Simon für Seifert in die Dreierkette einrücken sollte.

Alternative: Oli Winter. Doch der bewies zuletzt als Backup für den Angriff große Offensivqualitäten. Weil Öztürk in der Türkei ist, der WSC sich von Enes Akyüz trennte und Jussef Saado wieder verletzt zuschauen muss, wird Scheunemann seine Gedankenspiele intensivieren und sich eventuell auch in der zweiten Mannschaft bedienen müssen. Die hatte bisher von einem großen Bezirksliga-Kader profitiert.

Keine Sorgen hat Scheunemann auf der Torhüter-Position. Auch wenn Michael Rockel nach seinem Verletzungs-Aus in Langschede wieder trainiert, steht er am Sonntag noch nicht im Kader – auch, weil Chuck Germino gegen Kaiserau einen starken Eindruck hinterlassen hatte.

Gastgeber Dorstfeld hat mit Andreas Berning, Thore Rüthing und Michael Kotlewski offensiv viel zu bieten und bereits 21 Tore erzielt. Das ist nach dem WSC (26) der zweitbeste Wert der Liga.

21:21 Tore – vorne top, hinten anfällig

Doch defensiv hat das Team von Volker Rieske – im Gegensatz zum WSC – ganz große Probleme. 21 Gegentore stehen zu Buche – anfälliger sind nur noch Eving-Lindenhorst und Oberaden. Zu allem Überfluss sah neben Durmus Aydin gegen Oberaden (s. Extratext) auch Torhüter Christoph Parossa eine Woche später im Derby gegen Kemminghausen die Rote Karte. Auch deshalb dürfte hier die Chance für die Gäste mit ihrem überragenden Offensivquartett mit Schwerbrock, Thannheiser, Bacak und Durkalic liegen.

„Eigentlich sehe ich Dorstfeld im oberen Drittel der Tabelle“, sagt Co-Trainer Axel Scheunemann, der natürlich auf den achten Sieg seiner Elf in Folge hofft.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz am Bummelberg (Kunstrasen)

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