1:0 beim WSC – Rettung für TuRa Bergkamen

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Es jubeln für TuRa Ehlenberger, Freyermuth, Penkalla, Torka und Krucinski.

BERGKAMEN -  Der FC TuRa Bergkamen hat in der Abstiegslotterie „Zwei aus vier“ das große Los gezogen und sich in letzter Minute vor dem Abstieg aus der Bezirksliga 8 gerettet.

Durch den 1:0-Erfolg beim Werner SC – bei gleichzeitigen Niederlagen des VfL Kamen und der ÖSG Viktoria – hat sich das Team mit der schlechtesten Ausgangsposition gerettet und spielt auch in der Saison 14/15 in der Bezirksliga.

Schütze des goldenen Tores ist Matthias Freyermuth, der nach 28 Minuten einen Foulelfmeter verwandelt.

Eine schlechte Nachricht erhalten die TuRaner schon vor dem Anpfiff. Der erhoffte Kurzeinsatz von Engin Duman platzt; der Torjäger steht wegen seiner Knieverletzung erneut nicht im Kader. Die Bergkamener machen aber gleich deutlich, dass sie die letzte Chance zum Ligaerhalt nutzen wollen. Doch die erste Chance besitzt der WSC: Treppe wehrt Schwerbrocks Schuss aus 16 Metern mit der linken Hand ab.

Bis zur 28. Minute wird vornehmlich im Mittelfeld gekämpft, dann will Schöpper im eigenen Strafraum mit einem Schuss aus der Drehung klären, übersieht dabei den heranstürmenden Penkalla und trifft auf gefühlt zwei Meter Höhe nicht den Ball, sondern den Kopf des Bergkameners.

Schiedsrichter Leimbach (Dortmund) zögert keine Sekunde und zeigt auf den Punkt, Matthias Freyermuth schickt Gebhardt nach links, verwandelt den Ball rechts unten sicher zum 0:1.

Den nächsten Aufreger gibt es erst wieder vier Minuten nach dem Seitenwechsel. Thannheiser stürmt aus abseitsverdächtiger Position alleine in Richtung TuRa-Gehäuse, umkurvt Treppe und hat das leere Tor vor sich, doch Sebastian Braun kommt herangebraust und klärt mit äußerstem Einsatz zur Ecke.

Schock für den FC TuRa wenige Minuten später: Sebastian Treppe bleibt beim Herauslaufen im Kunstgrün hängen und zieht sich an der linken Wade eine Muskelverletzung zu. Bergkamens Keeper läuft sehr unrund, muss aber die Zähne zusammenbeißen. Ein zweiter Keeper sitzt nicht auf der Bank.

In der Folge macht der WSC mehr Druck, will unbedingt das Tor zur Vizemeisterschaft erzielen. Beim FC TuRa macht sich derweil das Kräfte zehrende Spiel durchaus bemerkbar. Doch mit der Trinkpause nach 70 Minuten und der Nachricht vom Rückstand des VfL Kamen gegen Eintracht Dortmund gibt’s die zweite Luft. Diese – und die dritte obendrauf – brauchen die Bergkamener dringend, denn Schiedsrichter Leimbach lässt sechs Minuten nachspielen.

Erste Erlösung: Der Schlusspfiff. Zweite Erlösung: Viktoria Dortmund verliert mit 2:4 gegen Lüdinghausen. Weil aber das Kamener Spiel später begonnen hat, müssen die Bergkamener 20 weitere Minuten zittern. Als aber Co-Trainer Erkan Gökce die Nachricht vom zweiten Dortmunder Treffer gegen den VfL erhält, kennen Freude und vor allem die Erleichterung keine Grenzen mehr.

Werner SC: Gebhardt – Seifert, Schöpper, Heese, Schnee – Simon – Saka (78. Jücker), Schwerbrock (84. Klimecki), Fuchs (46. Bacak), Durkalic – Thannheiser

TuRa Bergkamen: Treppe – Torka, Mert (73. Grass), Gül (90.+2 Fluder), Ayyildiz (90.+4 Kula), Penkalla, Berndt, Krucinski, Ehlenberger, M. Freyermuth, Braun

Tor: 0:1 (28.) Foulelfmeter M. Freyermuth

Trainerstimmen:

Kurtulus Öztürk (WSC): Wenn der Elfmeter nicht ist, hat Bergkamen auch keine Chance – wir allerdings bis auf das Ding von Thannheiser auch nicht. Nach dieser Szene waren die Bergkamener wieder wacher. Es war ja klar, dass die kämpfen ohne Ende. Uns fehlte am Ende ein bisschen die Frische. Im Großen und Ganz haben die Bergkamener ihre Bude dichtgehalten. Ich habe mich bei meinen Jungs für eine gute Saison bedankt. Wir haben einiges erlebt.

Andreas Bolst (TuRa): Es ist irre. Wir verlieren in der Saison sieben Spiele durch Elfmeter, und im letzten schaffen wir durch einen Elfer den Klassenerhalt. Von uns ist eine große Last abgefallen. Ich denke, dass die Mannschaft in Sachen Disziplin und taktischer Ausrichtung 100 Prozent gebracht hat. Das ist heute fast schöner als eine Meisterschaft zu holen. Die Mannschaft hat es sich verdient. Und wir können jetzt lockerer planen. - gu

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