FCO siegt im Derby gegen TuRa – Oberaden bleibt Schlusslicht

Brügmann (links) und Plattfaut bejubeln das 1:0 für den FCO.  Foto: Gudra

BERGKAMEN -  Der FC Overberge hat am Abend das Derby der Bezirksliga (8) gegen TuRa Bergkamen verdient mit 3:0 (1:0) gewonnen und zumindest vom Ergebnis her die jüngste Pleite beim Werner SC vergessen gemacht. Und SuS Oberaden bleibt nach dem 0:2 in Wethmar weiter Schlusslicht.

Bezirksliga (8): FC Overberge – FC TuRa Bergkamen 3:0 (1:0). Der ersatzgeschwächte Gast wartet weiter auf den ersten Sieg. Um diesen zu holen, spielt der Gast vor 200 Zuschauern an der Hansastraße in der ersten Halbzeit viel zu passiv.

Auf dem kleinen Kunstrasenplatz suchen beide Mannschaft in der ersten Halbzeit lange vergebens nach einer spielerischen Linie. TuRa findet sie überhaupt nicht, der FCO immerhin ab und an.

Nach acht Minuten haben die Gastgeber die erste Chance, doch Plattfaut schießt aus spitzem Winkel mit brachialer Gewalt vor die Fäuste von Treppe. Etwas feinfühliger macht’s Chris Brügmann in der 26. Minute. Nach Morchs Flanke von der rechten Seite drückt er den Ball aus etwa fünf Metern zum 1:0 über die Linie.

Viele Chancen für Overberge

Sieben Minuten später haben die Gastgeber die nächste große Chance. Nach einem Freistoß von der rechten Seite verpassen Plattfaut und Moritz Manka den Ball. Matthias Göke steht am hinteren Pfosten frei, ist aber zu überrascht und köpft den Ball nicht ins leere Tor, sondern auf sein rechtes Knie. Und nach 39 Minuten und einer Ecke lässt TuRa-Keeper Treppe die Kugel durch die Hände flutschen, doch Plattfaut nutzt die Gelegenheit nicht aus. Drei Minuten später ist der blonde Neuzugang Flankengeber für Lukas Manka, doch dieser bekommt bei seinem Volleyschuss keinen Druck hinter den Ball. Treppe nimmt den Ball ohne Mühe auf.

Nach dem Seitenwechsel kommen die Gastgeber zur ersten Chance, als ein Kopfball von Wahle nach Flanke von Lukas Manka die Latte rasiert (50.). Doch danach ist von ihnen 20 Minuten lang gar nichts zu sehen.

TuRa mit alt-englischer Spielweise

Der FC TuRa macht nun vornehmlich auf alt-englische Art mit lang gespielten Bällen Druck und bringt den FCO damit in Gefahr. In der 51. Minute verzieht Coskun Bayir mit einem Schuss von halbrechts nur um Zentimeter den „langen“ Pfosten, dann trifft Samet Ayyildiz mit einem Kopfball-Aufsetzer nach Flanke von Lukas Manka die Latte (54.).

Lange Zeit wird danach gekämpft und – weil Schiri Mazurkiewicz nicht konsequent genug pfeift – viel diskutiert und gemeckert.

Joker Metin bringt die Entscheidung

Die Gastgeber läuten mit der Einwechslung von Angreifer Haluk Metin schließlich die Schlussphase ein. Und Metin düst gerade einmal zwei Minuten über das Feld, da trifft er zur Entscheidung. Dabei bekommt er die Hilfe eines TuRaners: Coskun Bayir trennt sich im Spielaufbau auch gegen drei Overberger nicht vom Ball (obwohl zwei Kollegen anspielbereit sind) und fummelt sich lieber fest. Der FCO erobert den ball, Lukas Manka legt in den Lauf von Metin und der lässt Treppe aus elf Metern und spitzem Winkel keine Abwehrchance (78.).

FC Overberge: Pelka – Göke, Eckelt, O. Tobio Lemos, Morch, L. Manka, M. Manka, Plattfaut (61. Golly), Walter (67. Rösener), Brügmann (76. Metin), Wahle

TuRa: Treppe – Torka, Paracz, Ayyildiz, Gün (60. Ehlenberger), Bayir, Türkkan, M. Freyermuth, Braun (86. Penkalla), C. Freyermuth (67. Gül), Manka

Tore: 1:0 (26.) Brüggmann, 2:0 (78.) Metin, 3:0 (90.) L. Manka

Oberaden ärgert den Spitzenreiter

Westfalia Wethmar – SuS Oberaden 2:0 (0:0). Der SuS Oberaden wartet auch nach dem dritten Spieltag auf den ersten Punktgewinn. Beim Tabellenführer verkauften sich die Grün-Weißen am Cappenberger See über weite Strecken im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr ordentlich.

„Wir wollten Wethmar ärgern, das haben wir geschafft. Mit unserem Auftritt bin ich zufrieden“, sagte Trainer Bernd Schawohl. Der SuS war von Beginn an gar nicht darauf aus mitzuspielen, beschränkte sich darauf, tief stehend zu verteidigen und die Bälle nach Eroberung schnell nach vorne zu schlagen.

Abwehr um Oldie Kirschebrg steht

Wethmar kam auf sehr viel Ballbesitz, konnte damit gegen aggressiv verteidigende Oberadener aber herzlich wenig anfangen. Die SuS-Abwehr um Oldie Kirschberg geriet nur selten wirklich in Bedrängnis. Die wenigen Chancen für die Platzherren vergaben De Grood, Juka und Dupke. Wethmar wurde immer nervöser und beschäftigte sich gegen Ende der ersten Hälfte nur noch mit den Entscheidungen des Unparteiischen, so dass es Oberaden hin und wieder schaffte die eigene Abwehrzone zu verlassen.

Mit Wiederbeginn hatte das Westfalia-Spiel wieder mehr Struktur und Tempo. Als in der 57. Minute die SuS-Abseitsfalle einmal nicht zuschnappte, hieß es 1:0. Florian Juka stand frei vor Keeper Senga und drosch das Leder unhaltbar in die Maschen.

Günes hat den Ausgleich auf dem Fuß

Nur wenig später hätte Baran Günes den Spielverlauf fast komplett auf den Kopf gestellt. Nach einem Wethmarer Fehlpass stand er völlig frei vor dem Tor, aber Keeper Kascha klärte mit einer Fußabwehr. Schawohl: „Den muss er machen – und dann hätte ich mal gerne gesehen, was passiert wäre“.

So aber lief das Spiel weiter nur in eine Richtung. Nachdem Mujezinovic (2) und Mantei nur Aluminium getroffen hatten, zielte erneut Mujezinovic in der 85. Minute besser und entschied nach einem schweren Abwehrfehler der Gäste die Partie mit dem zweiten Treffer. „Unsere Chancenverwertung war nicht gut“, meinte Wethmars Trainer Alexander Lüggert

SuS Oberaden: Senga; Triller, Holtze, Steinhofer, Günes, Akyol, Klai, Liebezeit (83. Nowazik), Kirschberg, Müller (70. Gültekin), Yilmaz (46. Solak).

Tore: 1:0 Juka (57.), 2:0 Mujezinovic (85.) - mw

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