0:0 für TuS und TuRa „nicht Fisch, nicht Fleisch“

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Torhüter Treppe (Tura) wird von mehreren Aschebergern bedrängt.

ASCHEBERG -  Torlos trennen sich im Spiel der Bezirksliga (8) der TuS Ascheberg und der FC TuRa Bergkamen an der Nordkirchener Straße – für beide Seiten eher unbefriedigend.

„Das ist nicht Fisch, nicht Fleisch“, sagt TuS-Trainer Holger Möllers. „Ich weiß nicht, ob ich mich über die zwei verlorenen Punkte ärgern soll oder mich über unsere gute Spielanlage freuen....“, sagt sein Kollege Andreas Bolst.

Dieser wird sich vor allem darüber ärgern, dass sich die Personalsituation weiter verschlechtert hat. Thomas Penkalla muss zur Pause mit einer Sprunggelenk-Verletzung raus und Matthias Freyermuth später mit einem Riesen-Cut über dem rechten Auge ins Krankenhaus. Zu allem Überfluss lässt sich Matthäus Paracz vom Ascheberger Publikum provozieren, zeigt den „Stinkefinger“ – und sieht Rot (76.).

Schon vor dem Spiel gibt’s den ersten Ausfall: Ayyildiz hat beim Aufwärmen Kreislaufprobleme, wird durch Emre Gül ersetzt. Der FC TuRa wirkt von der Spielanlage her reifer, kommt aber vor der Pause nur selten richtig gefährlich durch. Und Ascheberg? „Vor der Pause waren wir offensiv überhaupt nicht im Spiel“, sagt Möllers – und sagt damit alles.

Freyermuth trifft alles, nur nicht ins Tor

Der FC TuRa hat in der ersten Halbzeit drei Chancen binnen zehn Sekunden – und alle durch Kapitän Matthias Freyermuth. Zunächst köpft er den Ball an die Unterkante der Latte, dann scheitert er zweimal an Torhüter Kofoth. So gibt’s statt Torjubel nur Frust und einen Eckball (26.).

„Wir müssen uns mehr zutrauen“, sagt Aschebergs Brasilianer Rodrigo de Sousa zur Pause. Machen die Grün-Weißen auch: Trainer Möllers gibt das Signal, bringt Torjäger Hendrik Füchtling für Dustin Hölscher.

Die ersten Chancen haben aber die Gäste – wieder in einem Dreierpack binnen weniger Sekunden (47.). Zunächst pariert Kofoth einen Distsanzschuss von Berndt, dann trifft Freyermuth im zweiten Versuch überhastet den Pfosten und nach dem Abpraller pariert Kofoth auch den Schuss von Türkkan.

Ascheberg wird danach agiler, doch der Elan wird in der 57. Minute jäh gebremst: Nach einem TuS-Eckball knallen Hendrik Westhues und Matthias Freyermuth mit den Köpfen zusammen. Der Ascheberger macht weiter, TuRas Kapitän wird auf dem Feld behandelt, anschließend mit einer großen Platzwunde über dem rechten Auge ins Krankenhaus gefahren.

Die 20 Minuten Unterbrechung bringen beide Mannschaften aus dem Rhythmus. Ascheberg nutzt TuRas Unsicherheiten nicht und die Bergkamener ihre Überzahl nicht, als Vogt die Gelb-Rote Karte sieht. Im Gegenteil: Weil Paracz seine Nerven nicht im Griff hat, geht es pari dem Ende entgegen.

Pech hat der TuS nach 82 Minuten. Nach einem unnötigen Foul von Ehlenberger an Bultmann schnibbelt Jorge Molina Rodriguez die Kugel aus 20 Metern über die Mauer hinweg, doch Treppe fliegt ins Eck und lenkt den Ball noch an die Latte.

Die letzte Chance besitzt der FC TuRa bei einem Konter, doch Damian Manka wird zur Torauslinie abgedrängt und der Winkel zu spitz. Aschebergs Keeper hält im Nachfassen den Punkt fest.

TuS: Kofoth – Vester (85. Sandhowe), Drees, Franco Cabrera, Hölscher (85. Füchtling), Bultmann, Molina Rodriguez, Vogt, Heubrock, Westhues, De Sousa

TuRa: Treppe – Torka, Bayir, Gün, C. Duman, Gül (72. Ehlenberger), Penkalla (46. Paracz), Berndt, Türkkan, M. Freyermuth (57. Krucinski) Manka

Bes. Vork: 20 Minuten Spielunterbrechung nach Verletzung M. Freyermuth (TuRa, 57.); Gelb-Rot Vogt (67., TuS); Rot für Paracz (76., TuRa) nach Unsportlichkeit - gu

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