Bergkamener Handballprofi bangt um Klassenerhalt

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Niko Katsigiannis.

BERGKAMEN – Der Bergkamener Handballprofi Nikolas Katsigiannis bangt um den Verbleib seines aktuellen Vereins HBW Balingen-Weilstetten in der nationalen Eliteklasse. Sportlich gesehen sind die „Gallier von der Alb“ nach dem letzten Ligaspieltag der DKB-Bundesliga eigentlich abgestiegen. Eine letzte Chance gibt es noch.

Sie beendeten die Saison nach dem 29:29-Unentschieden im letzten Spiel gegen den TBV Lemgo auf dem 16. und damit ersten Abstiegsplatz. Da mit dem HSV Hamburg aber noch ein namhafter Verein (Deutscher Meister 2011, Champions League-Sieger 2013) um die Lizenz für die erste Bundesliga kämpft und ansonsten der Zwangsabstieg droht, könnte Balingen-Weilstetten als Drittletzter der abgelaufenen Saison doch noch erstklassig bleiben. Von der Ligazugehörigkeit des Vereins hängt auch die weitere Zukunft von Keeper Katsigiannis ab, der in dieser Saison bei allen 34 Ligaspielen im Kader der Schwaben stand und 33 mal auch eingesetzt wurde.

„Ich habe dem Verein frühzeitig gesagt, dass ich nicht mit in die zweite Liga gehen werde. Es ist für mich eine ziemlich neue Konstellation: Wir haben Ende Mai, und ich weiß noch nicht, wo es in der nächsten Saison hingehen wird“, sagt der 31-Jährige. Erhält der HSV Hamburg die Lizenz für die erste Bundesliga, was also den definitiven Abstieg vom HBW Balingen-Weilstetten bedeuten würde, wäre die sportliche Zukunft von „Niko“ Katsigiannis völlig offen.

„Am liebsten würde ich natürlich in der Bundesliga bleiben, konkrete Gespräche habe ich aber noch keine geführt“, sagt er. Auch ein Wechsel in Ausland sei für den fünfmaligen Nationaltorhüter vorstellbar. Beim Blick auf die vergangenen Monate in Balingen erkannte Katsigiannis die Hauptursachen für den sportlichen Abstieg seines Vereins in den eigenen Reihen: „Also, wir müssen klar zugeben: Dieser Abstieg war kein Zufall. In den entscheidenden Momenten fehlten uns Dinge wie Cleverness, Coolness oder das taktische Vermögen. Letztlich haben wir den Grundstein für den Abstieg in der Hinrunde gelegt, in der Rückrunde haben wir ja immerhin noch zwölf Punkte geholt“, führt der Schlussmann aus, der einst in der Jugend für Bergkamen, Oberaden und Kaiserau spielte.

Der Frust über das Nicht-Erreichen des 15. Tabellenplatzes sitzt auch eine Woche nach dem Saisonfinale bei Katsigiannis noch tief: „So einen Abstieg will natürlich keiner in seiner sportlichen Vita haben. Wir müssen da auf uns selbst gucken und schimpfen, denn das haben wir uns am Ende selber zuzuschreiben.“

Am kommenden Dienstag, 3. Juni, entscheidet die Handball-Liga (HBL) über den zweiten Lizenzantrag des HSV. Bei Nicht-Erteilung der Spielerlaubnis für die erste Liga hätten die Hanseaten noch bis zum 30. Juni Zeit, eine endgültige Entscheidung vor dem HBL-Schiedsgericht zu erwirken. - myr

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