Bergkamener Handball-Derby ohne klaren Favoriten

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Kapitäne unter sich: Im Hinspiel am Friedrichsberg versucht TuRas Damian Nowaczyk (links) an Oberadens Mats-Yannik Roth vorbei zu ziehen.

Bergkamen - SuS Oberaden gegen HC TuRa Bergkamen, die Dritte. Nach dem Kreispokalspiel in der ersten Runde und dem Hinserienduell am 2. Spieltag in der Verbandsliga 2 ist es am Freitagabend wieder so weit.

Die beiden ranghöchsten heimischen Handballteams treffen im direkten Duell aufeinander, um den inoffiziellen Stadtmeister Bergkamens auszuspielen.

Ein Favorit kann vor dieser Partie nicht ausgemacht werden. Beim nüchternen Blick auf die Tabelle nimmt der Gast vom Friedrichsberg diese aber ein. Nach 14 Spielen rangiert der HC TuRa Bergkamen auf einem guten dritten Platz und darf sich zumindest hinter vorgehaltener Hand noch mit dem Thema Meisterschaft beschäftigen.

Deutlich dahinter bei einem Spiel weniger und sieben Punkten Rückstand rangiert der SuS Oberaden auf dem siebten Tabellenplatz. Die „Cobras“ haben in den jüngsten Wochen aber mit guten Resultaten auf sich aufmerksam gemacht und gegen den RSVE Siegen und Westfalia Halingen gewonnen.

Während die Tabelle klar für die TuRaner spricht, schöpfen die Oberadener vor allem beim Blick auf den direkten Vergleich große Hoffnung, das Derby schlechthin im Kreis Unna für sich zu entscheiden: Die Grün-Weißen haben von den jüngsten vier Derbys (dreimal Meisterschaft, einmal Kreispokal) drei für sich entschieden und einmal Unentschieden gespielt. Das Remis stammt aus der Hinrunde, als sich die Teams mit 29:29 trennten.

Jüngste Bilanz spricht für den Gastgeber

„Meiner Meinung nach war es eine gerechte Punkteteilung. Mit einem Punkt wären wir dieses Mal nicht zufrieden. Wir wollen beide Punkte am Römerberg behalten“, meint SuS-Spielertrainer Alexandros Katsigiannis, der selbst jahrelang beim HC TuRa in der Oberliga die Schuhe schnürte.

Der coachende Rückraumspieler betont: „Wir sind alle heiß aufs Derby, das erfordert keine zusätzliche Motivation. Natürlich wollen wir das positive Ende für uns haben.“

Genau das beansprucht auch der HC TuRa für sich. Die Rot-Weißen denken dabei nicht nur an die eigene Derbybilanz, sondern vor allem auch an die Meisterschaft, in der sie so aussichtsreich im Rennen liegen. Die Konstellation, dass der Titelaspirant FC Schalke 04 ein Spiel weniger absolviert hat und erst am Samstagabend eingreift, macht es möglich, dass für die TuRaner sogar für zumindest 24 Stunden die Tabellenführung möglich ist.

Doch hier winkt Bergkamens Kapitän Damian Nowaczyk bereits ab: „Auf die Tabelle gucken wir erst einmal gar nicht. Wir schauen einfach von Spiel zu Spiel. Das Derby ist wichtig genug, über Motivation brauchen wir nicht groß reden.“

Personell ist die Lage bei beiden angespannt – aus unterschiedlichen Gründen. Die langjährigen Oberadener und einstigen Derbyhelden Sebastian Pohl (Bandscheibenvorfall) und Bastian Stennei (Sprunggelenk) werden wohl fehlen. Zumindest bei Letztgenanntem besteht laut Katsigiannis Hoffnung auf einen Kurzeinsatz. Zudem fehlt Linksaußen Thorben Roßfeldt (Knieverletzung).

Gäste-Coach Thomas Rycharski fehlt erneut

Auf Bergkamener Seite sieht es so aus, dass mit Trainer Thomas Rycharski weiterhin eine entscheidende Figur aus privaten Gründen nicht dabei sein kann. Das Coaching werden wie bereits in der Vorwoche beim Sieg gegen Plettenberg/Werdohl Lars Stratmann und Alexander Baykan übernehmen. Zudem ist Robin Webers beruflich verhindert.

Anwurf: Freitag, 20 Uhr, Römerberghalle

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