Bergkamener glauben nicht an Fortsetzung der Fußball-Saison - haben aber Ideen 

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Christian Jagodzinski (links) schlägt vor, die Saison nur für die Hinrunde zu werten. 

Rünthe – Dietmar Wurst, Vorsitzender des Fußballvereins SuS Rünthe, glaubt nicht, dass die laufende Saison wegen der Corona-Pandemie im Amateurbereich beendet wird. Gleiches gilt für Christian Jagodzinski, Trainer des A-Kreisligisten FC Overberge. 

„Ich fürchte, dass es für die Amateure nicht weitergehen wird“, sagt Wurst. Welche Auf- und Abstiegsregelungen getroffen werden müssten, weiß der Klubchef auch nicht. „Ich wünsche mir natürlich, dass die Saison fortgesetzt wird. Aber das liegt natürlich nicht in unserem Ermessen.“

 Ansonsten spricht sich Wurst für eine lokale Solidarität und Unterstützung aus und ruft nicht nur die Mitglieder seines Vereins zur Unterstützung der folgenden Idee auf: „Das Coronavirus hat uns alle im Griff. Es sind viele Geschäfte und Betriebe geschlossen. Für viele Geschäftsleute ist die Zukunft alles andere als rosig. Darunter fallen Kleider-, Blumen-, Schuh-, Kinderläden, Restaurants, Gaststätten, Friseure, Fitnessstudios, Kinos und viele andere, die derzeit kein Einkommen haben. (....) Wir könnten jetzt Einkaufsgutscheine bei diesen Geschäften und Betrieben einkaufen, die wir dann in ein paar Monaten, wenn wieder alles normal läuft, eintauschen. Es wäre eine Geste, um die Periode ohne Einkommen ein wenig abzufedern.“

FCO-Trainer Christian Jagodszinski glaubt auch nicht daran, dass die Saison noch einmal wieder aufgenommen wird. Wenn doch, dann sei das Chaos durch englische Wochen im Senioren- und Juniorenbereich fast vorprogrammiert, zumal Vereine wie Eintracht Werne noch mehrere Nachholtermine einzuschieben haben. 

Dietmar Wurst, Vorsitzender des SuS Rünthe.

Sein Vorschlag: Einen Break machen und die Tabelle zum Hinrundenabschluss zur Ermittlung der Meister heranziehen. „Dann hat jeder einmal gegen jeden gespielt, Das wäre nur gerecht und es wäre schade, wenn es keine Aufsteiger geben würde“, sagt er, aber auch: „Die Situation hat sich keiner ausgesucht. Wir sollten kleine Brötchen backen und eine Entscheidung hinnehmen, damit man in der nächsten Saison wieder vernünftig spielen kann.“ 

Beim FCO ist eine Entscheidung bereits gefallen. Jagodzinski: „Wir hatten schon eine Vorstandssitzung und darin beschlossen, dass wir definitiv das annehmen werden, was vom Verband entschieden wird – egal, wie es kommen wird. Ich möchte eine solche Entscheidung auch nicht treffen wollen. Man wird es nicht allen Recht machen können."

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