WSC beginnt unter dem neuen Co-Trainer Joel Simon mit der Vorbereitung

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Die Neuzugänge beim Werner SC für die Saison 19/20 präsentierten Co-Trainer Joel Simon (oben links) und Torwarttrainer Axel Scheunemann. Das sind (unten von links) Rene Nemitz, Jannis Vertgewall und Furkan Cirak.

Werne – Am Dienstagabend ist der Landesligist Werner SC in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Knapp sechs Wochen hat das Team des derzeit privat fehlenden Trainers Lars Müller Zeit, um auf den Punkt fit zu sein für das erste Meisterschaftsspiel gegen den Aufsteiger SC Altenrheine am 11. August.

Bis der Cheftrainer die Vorbereitung auf die dritte Landesliga-Saison in Folge beim Sport Club ab dem kommenden Wochenende und mit dem ersten Testspiel beim Landesligisten SV Hilbeck einsteigt, hat der neue Co-Trainer das Sagen. 

Das ist der Ex-Spieler Joel Simon, der in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur noch auf 13 Einsätze kam und der nun an die Seitenlinie gewechselt ist. „25 Jahre ist eigentlich zu jung zu aufhören. Aber es geht halt nicht“, sagt der Bank-Kaufmann angesichts seiner hartnäckigen Schulterverletzung.

 „Aber ich behalte meinen Spielerpass“, würde der hoch gewachsene Abwehrspieler in einer Notsituation auch aushelfen. Die drei Einheiten in dieser Woche hat Joel Simon vorher mit seinem Cheftrainer Lars Müller abgestimmt. „Das wird ein lockerer Aufgalopp. Ich will ja nicht sofort der böse Onkel sein“, sagt der frühere Leistungsträger mit einem Lachen. In seiner ersten Teamansprache kündigte er für Donnerstag aber einen Waldlauf an. „Auf eine geile Saison. Lasst uns Gas geben“, sagte Simon. Er sieht sich ohnehin zunächst als Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft. 

„Meine Aufgabe wird nicht die große Taktikschule sein. Dafür haben wir mit Lars einen Experten. Vielleicht habe ich als ehemaliger Spieler eine andere Beziehung zu den Spielern und sie können erst mit mir sprechen“, sagt Simon. 

Da es für ihn sportlich nicht mehr weiter ging, er aber weiter nah am Fußball dran sein wollte, gab es erste Gespräche mit Lars Müller und dem Vorstand. 

Co-Trainer Joel Simon (links)bei seiner ersten Ansprache.

„Er konnte es sich gut vorstellen, ich konnte es mit gut vorstellen“, sagt Simon dazu. Zumal der Ex-Profi in der vergangenen Saison weitgehend ohne Assistenztrainer auskommen musste. „Jetzt können wir auf dem Trainingsplatz auch mal in zwei Gruppen arbeiten“, ergänzt Simon, der sicher ist, dass er sich eine Menge in der Trainingsarbeit und -lehre vom 43-jährigen Ex-Bundesligaspieler des 1. FC Nürnberg und von Borussia Dortmund abschauen kann. 

Im Kader für die kommende Landesliga-Saison – die vergangene Spielzeit beendeten die Blau-Roten auf einem letztlich sicheren Platz elf – gibt es insgesamt wenig Bewegung. „Wir sind eingespielt. Deshalb sollte der Abstieg auch überhaupt kein Thema sein, zumal wir bewiesen haben, dass wir mithalten können“, sagt der WSC-Fußballchef Thomas Overmann.

Drei Neue im Kader und eingespielt

 Drei Neue holte der Sport Club und ist dabei der Devise, junge Spieler mit Perspektive zu holen, die aus Werne oder der näheren Umgebung kommen, treu geblieben. 

Neu im Kader von Trainer Lars Müller sind Jannis Vertgewall von der SG Bockum-Hövel, Furkan Cirak vom Landesligisten TuS Wiescherhöfen und René Nemitz aus der U19 des Oberligisten Westfalia Rhynern. Mit der Hilfe des Beraters Kurulus Öztürk, Ex-Coach und bis zuletzt Co-Trainer beim Drittligisten Preußen Münster, hatte der WSC 2000 schon im Winter mit Angreifer Marvin Schuster und den Verteidigern Marvin Husarek und Nico Holtmann drei Spieler mit Perspektive verpflichtet. 

„Das waren im Grunde vorgezogene Sommertransfers. Ich denke, der WSC ist jetzt gut aufgestellt“, sagte Öztürk dazu. Der 20-jährige Jannis Vertgewall kann auf der linken Seite offensiv wie defensiv spielen und spielte bis zur C-Jugend noch für den Werner SC und wohnt auch in der Lippestadt. Furkan Cirak ist mit seinen 21 Jahren ebenfalls noch jung. Beim Landesligisten TuS Wiescherhöfen spielte er Innenverteidiger und war vorher auch für Westfalia Rhynern am Ball. „Er hat einen super Charakter und ist ein guter Fußballer“, sagt Öztürk über den jungen Mann aus Bönen.

 Zugang Nummer drei ist René Nemitz, 19 Jahre jung und zuletzt Spieler in der U19 von Westfalia Rhynern. Nemitz, der in Bergkamen lebt – soll als Sechser den Konkurrenzdruck im Kader erhöhnen. Dem stehen die Abgänge von Dennis Seifert als langjährigen Stammspieler in der Defensive, Yannick Eisenbach als Allrounder (beide VfB Lünen) und des talentierten Angreifers Niclas Beckerling gegenüber, der nun für den A-Kreisligisten SuS Oberaden Tore schießen wird.

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