TV-Neuzugang Troy Baugh: Ein Teamplayer, der aufs Spektakel setzt

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TV-Trainer Jens König (links) freut sich, dass ihm der US-Amerikaner Troy Baugh ab sofort zur Verfügung steht.

WERNE -  Nach 18 Stunden Flug und zwei Zwischenstopps hatte Troy Baugh am Donnerstag sein Ziel erreicht.

Aus Los Angeles bei 27 Grad Celsius ging es ins kleine Werne, wo auf ihn immerhin auch zweistellige Temperaturen warteten und so den Einstieg ein wenig leichter machten. Und trotz der Reisestrapazen stand der US-amerikanische Neuzugang des TV Werne am Donnerstagabend erstmals in der Ballspielhalle, um mit seinen neuen Teamkameraden zu trainieren.

Der 24-jährige Hoffnungsträger des abstiegsbedrohten Oberligisten TV Werne macht bei seiner Vorstellung einen bescheidenen, aber auch entschlossenen Eindruck.

Während sich TV-Trainer Jens König erhofft, dass „wir die richtige Person gefunden haben, der unser junges Team führt“, will sich Baugh in den kommenden drei Monaten beim TV Werne für weitere, möglichst höhere Aufgaben in Deutschland empfehlen.

„Er soll uns Stabilität und Rückhalt geben. Er ist einer, der den Ball in die Hand nimmt, aber auch viel punktet“, hat Trainer Jens König große Erwartungen.

Dazu ist Baugh auch jemand, der das dynamische Spiel liebt und für spektakuäre Aktionen sorgt. „Allerdings schätze ich am deutschen Baskeball, dass es sehr teamorientiert zugeht. Das ist auch mein bevorzugtes Spiel“, sagt Baugh.

„Er ist ein Teamplayer“, hat auch Jens König nach den ersten Eindrücken über den sehr athletischen, 1,91 Meter hochgewachsenen Point Guard erkannt: „Wir wollen keinen, der den Helden macht.“

Und für Baugh ist es eine Chance, sich für den deutschen Markt zu präsentieren: „Ich möchte zeigen, was ich kann. Und ich hoffe, die richtigen Leute sehen das und ich kann mir damit Türen öffnen“, will Baugh weiterhin in Deutschland seinen Beruf als Basketball-Profi nachgehen.

Der wird sich nun in der kommenden Woche an jedem Abend an seine neuen Mitspieler gewöhnen, denn da steht an jedem Tag ein Training an, zudem ist eine Testpartie geplant. „Wir müssen uns ja neu einspielen“, begründet König.

Denn es folgen sofort wichtigen Kellerduelle gegen den TV Unna (11. Januar), Ruhrbaskets Witten (18.1.) und Baskets Boele-Kabel (25.1.).

Nach seiner erfolgreichen Mission in der vergangenen Saison beim Oberligisten TuS Breckerfeld, die mit dem Aufstieg in die 2. Regionalliga endete, klappte es zunächst nicht mit einem weiteren Vertrag in Deutschland trotz einiger Angebote.

So war Baugh vor kurzem mit einigen Landsleuten in China auf Promotiontour. Dabei standen in 18 Tagen zehn Spiele u.a. in Shangai, Peking und Guangzhou an – mit der Maßgabe, seinen Sport dort populärer zu machen.

Baugh, der in der Jugend auch Fußball spielte, sich dann aber für Basketball entschied und am Notre Dame College in Ohio spielte, fühlt sich Wohl in der weiten Welt. „Ich liebe es“, sagt er zu seiner Art des Lebens.

Der erste Eindruck von der Lippestadt war übrigens auch positiv für den Großstadt-Jungen: „Das ist größer als Breckerfeld und hier ist mehr los.“ - fraz

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