LippeBaskets machen im Pokalspiel Schritt nach vorne

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Die Werner Center Yannick Brüggemann (links) und Robin Brachhaus nehmen den Schalker Kevin Kern in den Schwitzkasten.

WERNE -  Rechtzeitig zum Drittrunden-Pokalspiel der LippeBaskets gegen den FC Schalke 04 am späten Mittwoch (61:90) hat es auf Youtube ein Video nach vorne gespült, eingestellt am 17. April 2011 von einem gewissen Matt Curtis...

Das zeigt Sequenzen aus dem Spiel der Werner Basketballer in der 1. Regionalliga bei den Schalkern. 21 Punkte, neun Assists, drei Rebounds und drei Steals habe er gemacht, lässt Curtis, damals Spielmacher der Werner, wissen.

„Wir haben da gewonnen, mit Trevor Wittwer, mit Max Schulze Pals, Samanovic und Curtis“, erinnert sich Jens König, sportlicher Leiter des heutigen Oberligisten, gerne daran zurück.

In jener Saison standen auch vier Spieler im Aufgebot, die am Mittwoch für die LippeBaskets am Ball waren: Yannick Brüggemann, Cajus Cramer, Robin Brachhaus und Frederic Meinert.

Insofern war vor allem der starke Auftritt von Kapitän Meinert kein Eintagesprodukt. „Er hat lange erste Regio gespielt – und zwar richtig gespielt. Er hat auch jetzt das Format, die Technik und die Athletik, um dort mitzuspielen“, sagt Jens König, der Toni Bevanda als Trainer vertreten hatte.

Wichtiger, sagt König, sei aber die Erkenntnis, dass die jungen Spieler diese Partie genutzt haben, um sich weiter zu entwickeln. Das aggressive und körperbetonte Spiel des Erst-Regionalligisten haben alle angenommen – das erfordert einen gewissen Mut. „Diese, ich sag’ mal, Kriegermentalität, die müssen wir jetzt mitnehmen in die nächsten drei Spiele gegen Boele-Kabel, Aplerbeck und Witten. Dann ist viel gewonnen“, sagt König, der sich darin bestätigt sieht, dass die jüngste Niederlage in der Liga beim TVE Barop nach zuvor vier Siegen in Folge lediglich ein Betriebsunfall war.

Während für König wichtig ist zu sehen, „wie es mit der jungen Mannschaft bei uns weitergeht“, haben die Schalker ganz andere Ambitionen. „Eigentlich liegen ja schon drei Klassen zwischen uns“, sagt König, denn die Gelsenkirchener haben seiner Meinung nach aktuell einen Kader für die Pro B. Den Aufstieg dorthin peilen die Schalker an, folgen als ehemaliger Erstligist (1983) und einstiges Mitglied der Pro A (2007 bis 2009) dem Drang zurück nach oben. „Die haben schon eine Tradition im Basketball“, meint Jens König über den WBV-Pokalsieger der Saison 2010/2011.

„Wir aber werden weiter kleine Brötchen backen in Werne“, sagt König. Eben jene Spieler, die 2011 dabei waren, sollen den jungen Spielern wie Sebastian Voigt bei ihrer Entwicklung Stabilität und Sicherheit bieten. König: „Ich hoffe, dass wir dann in zwei Jahren mit eigenen Spielern wieder eine Mannschaft zusammen haben, mit der wir die Westfalenliga wieder angreifen können.“ So gesehen war das Pokalspiel am Mittwoch ein kleiner Blick zurück, aber sicher auch ein großer Schritt nach vorne. Wo wohl Matt Curtis heute spielt? - gu

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