Cajus Cramers Comeback am Samstag beim TV Werne

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Am 6. Oktober 2013 lief Caus Cramer (links) letztmals für den TV Werne auf. Nun steht nach seinem Kreuzbandriss aus der Partie gegen Bochum am Samstag vor seinem Comeback.

WERNE -  Fast sieben Monate nach seinem Kreuzbandriss in der Anfangsphase der laufenden Saison steht Cajus Cramer beim Basketball-Oberligisten TV Werne vor seinem Comeback.

Der 19-Jährige, der sich beim 75:72-Erfolg Anfang Oktober 2013 gegen VfL AstroStars Bochum II sein Knie verdrehte, will am Samstag ab 19.30 Uhr in der Linderthalle im letzten Heimspiel der Saison gegen die Ruhrbaskets wieder auf dem Parkett stehen.

Dafür hat der Auszubildende in den vergangenen Monaten hart geschuftet. Am Anfang arbeitete der Leistungsträger der Oberliga-Basketballer mit seinem Physiotherapeuten Holger Lindemann hart an der Genesung.

Dann folgte für das Eigengewächs weitere Aufbauarbeit mit seinem Teamkollegen Frederic Meinert. Der wird auch zum Physiotherapeuten ausgebildet und hatte mit seinem Mitspieler ein ideales Betätigungsfeld. „Ich war ja bei jedem Training in der Halle. Da hat Frederic vorher, nachher und manchmal auch mittendrin Übungen mit mir gemacht. Meinert holte sich Tipps von seinem Ausbilder, Cramer sprach das mit Lindemann ab. So ging es in den vergangenen Monaten voran mit der Beinstreckung und auch mit der -knickung.

„Das ist gut für den Kopf“

Allerdings war der Shooting Guard auch sehr zurückhaltend: „Vor zwei, drei Monaten habe ich noch nicht damit gerechnet, in dieser Saison noch einmal zu spielen“, sagt Cramer.

Zuletzt ging es darum, durch Krafttraining den Muskelaufbau zu forcieren.

Und zuletzt machte er immer mehr Fortschritte, trainiert seit etwa vier Wochen mit der Mannschaft mit. „Ich habe keine Schmerzen und keine Einschränkungen mehr“, sieht Cramer den Moment gekommen, wieder mit dem Team vor heimischem Publikum aufzulaufen und später im weißen Heimtrikot auch das Parkett für ein paar Minuten zu betreten. Körperlich sieht sich Cramer angekommen, allerdings von der Psyche her noch lange nicht. „Mit dem Kopf bin ich noch längst nicht wieder da“, wird es ein komisches Gefühl für Cramer werden.

Aber sein Physiotherapeut hat ihm dazu geraten, noch in dieser Saison zu spielen. „Das ist gut für den Kopf. Dann weiß ich auch mit Blick auf die Vorbereitung für die kommende Saison, dass es geht“, erklärt der 1,88 Meter große Flügelspieler, der als Kämpfer auch speziell die körperliche Auseinanderssetzung unter dem Korb sucht. Allerdings schränkt er ein: „Erst wenn ich weiß, dass ich richtig stehe, konzentriere ich mich auf den Wurf.“ Dinge, die für einen gesunden Spieler Automatismen sind.

Die Trainingsspiele mit der Mannschaft und auch das „Zocken“ auf der Streetball-Anlage im Sportzentrum Dahl gaben Cramer weitere Zuversicht, es zu versuchen.

„Ich gehe davon aus, dass ich beim passenden Spielstand von meinem Trainer Jens König für ein paar Minuten eingesetzt werde.“ Dann wird sie am Samstagabend nach 20 Uhr vermutlich vorbei sein, die über sieben Monate dauernde Leidenszeit des Cajus Cramer. - fraz

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