Werner Basketballern gelingt der Befreiungsschlag

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Trainer Jens König freut sich über den Erfolg über Aplerbeck.

[UPDATE 16 Uhr] WERNE -  Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge gegen Teams aus der Spitzengruppe haben die Oberliga-Basketballer des TV Werne wieder wichtige Punkte für den Klassenerhalt geholt. Gegen den ASC Dortmund siegte das Team von Jens König vor 200 Zuschauern mit 61:53 (16:19, 13:12, 13:8, 19:14). Damit beträgt das Polster zum ersten der beiden Abstiegsplätze zehn Punkte.

„Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, der uns weitere Stabilität gibt“, meinte TV-Trainer Jens König, dessen Team im Saisonfinale noch auf die drei Kellerkinder Ruhrbaskets Witten, TV Unna und Boele Kabel treffen wird.

Die Aplerbecker – wiederum stark ersatzgeschwächt – kassierten in der Ballspielhalle ihre achte Niederlage in Folge und bleiben hinter dem TVW auf Rang neun in der Tabelle. Gegen die Fortsetzung der Pleitenserie wehrten sie sich lange vehement. Angeführt von Routinier Dennis Smazal (18 Punkte) führten die Gäste zur Pause sogar mit zwei Punkten (31:29).

Klare Dominanz bei den Rebounds

Doch nach dem Seitenwechsel machte sich beim Team von Volker Ohm mehr und mehr bemerkbar, dass mit Jens Winkelmann, Denis Littmann, Christoph Sonntag und Ricardo Rubarth fast die gesamte lange Garde der Aplerbecker nicht zur Verfügung stand.

„Wir hatten eine klare Dominanz bei den Rebounds. Im letzten Viertel haben wir daraus viele in Fastbreaks umgesetzt.“ Nach einer 7:0-Serie bauten die Gastgeber – getragen vom Publikum – in der 38. Minute die Führung auf 55:44 aus. „Da war das Spiel gelaufen“, meinte König, der mit einer hohen Rotation spielte und deshalb feststellen durfte: „Meine Jungs hatten am Ende ein bisschen mehr Luft.“

Insgesamt legten die Werner viel Wert auf die Verteidigungsarbeit. Und das war gut so. Denn bei ihrer Darbietung in der Offensive blieb viel Luft nach oben. Vor allem die Freiwurfquote war einmal mehr mangelhaft. Bei nur zehn von 22 Versuchen landete der Ball in der Reuse – das sind dürftige 45,5 Prozent. „Aber was du hinten nicht kassierst, musst die vorne nicht schießen“, meinte Trainer König mit einem Augenzwinkern.

Am Ende lobte er vor allem die Darbietung von Jorgo Tilkiaridis. „Der Junge ist gerade erst 16 geworden. Das ist bei uns ein Spieler mit Zukunft“, sagte der TV-Trainer, dem auch die Vorstellung von Robin Brachhaus als Dominator unter dem Brett gefallen hat.

Am kommenden Wochenende werden die Werner wieder ganz anders gefordert sein, wenn es zum Tabellenführer nach Schwelm geht. „Aber wir können da ganz entspannt hinfahren“, sagt König, der das Spiel auch dazu nutzen will, dass seine Jungs von einem erfahrenen Gegner lernen.

TV Werne: Altmeyer 6, Westrup, Keilinghaus, Vehling, Hofmann, Hegemann, Baugh 20, Brachhaus 18, Brüggemann 5, Heiland, Tilkiaridis 3, Pavleski 9 - gu

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