Keine Rettungsaktion für TV-Reserve – König sucht Nachfolger

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TV-Trainer Jens König hört nach dem Saisonende auf.

WERNE -  Nach der 46:75-Niederlage der Werner Basketballreserve im Kellerduell gegen den Vorletzten BC Langendreer ist der Abstieg aus der Landesliga kaum noch zu verhindern.

Und daran will auch Jens König nichts ändern. „Wir haben zwar darüber gesprochen, ob wir die Reserve unterstützen. Aber die Belastung für meine Spieler ist hoch genug und deshalb haben wir die Idee verworfen“, sagt der TV-Trainer.

Sein Team hat den Klassenerhalt in der Oberliga trotz der zwei jüngsten Niederlagen gegen Top-Teams bereits jetzt so gut wie sicher, deshalb wäre eine Unterstützung denkbar gewesen, um den Unterbau in der Landesliga zu halten. „Wir wollten die Mannschaft nach den gesamten personellen Umbrüchen im Sommer sowieso in der Bezirksliga starten lassen. Aber die Spieler haben gesagt: Lasst es uns probieren. Nach dem der Griff nach dem letzten Strohhalm nicht geklappt hat, geht jetzt alles sportlich seinen normalen Weg“, sagt König.

Der neue Trainer muss den Spielern gefallen

Und damit hätte Trainer Falk Rzeppa auch kein Problem, zumal in der kommenden Saison einige Spieler aus der aktuell erfolgreichen U18-Jugend in den Seniorenbereich wechseln. „Alle davon haben noch nicht die Klasse für die Oberliga. Da ist die Bezirksliga genau die richtige Klasse, denn da können sie oben mitspielen und sich weiter entwickeln“, sagt Jens König. Und ausgeschlossen ist ein Klassenerhalt ohnehin nicht, da sich immer wieder Mannschaften und Vereine aus höheren Ligen zurückziehen, wie etwa SC Borchen und TSV Hagen in der aktuell laufenden Saison der 2. Regionalliga.

König, gleichzeitig auch sportlicher Leiter des TV Werne, schaut eben auch auf das Gesamtkonstrukt. Und das möchte er ab der kommenden Saison wieder verstärkt und ausschließlich machen.

Dass der 59-Jährige in dieser Saison an der Seitenlinie das Sagen hat, war aus der Notsituation nach dem Abgang von Erfolgstrainer Ivan Rosic nötig gewesen.

„Aber es war klar, dass das nur auf ein Jahr begrenzt ist“, sagt König. Er übernahm die komplett umgebaute Mannschaft, die als Westfalenmeister auf einen Start in der 1. oder 2. Regionalliga verzichtete und in der Liga tiefer einer der großen Abstiegskandidaten war. Nun begibt sich Jens König bereits auf der Suche nach einem Nachfolger als Trainer und hat ein klares Anforderungsprofil: „Wir müssen einen Trainer holen, der für die jungen Spieler interessant ist.“

Denn gerade die Talente wie Robin Brachhaus und Stefan Pavleski haben durch ihre guten Leistungen andere Vereine auf sich aufmerksam gemacht. „Wenn wir sie halten wollen, müssen wir ihnen eine Perspektive bieten“, sagt König. So schnell können sich also die Vorzeichen ändern. - fraz

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