LippeBaskets bleiben trotz starker Vorrunde dabei: Aufstieg (noch) kein Thema

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Auch ältere Spieler können sich noch entwickeln. Michael Kussel machte gegen Regionalligist Münster (hier gegen Kunel, ein starkes Spiel.

Werne-  Als „sehr, sehr positiv“ bewertet Christoph Henke, Trainer der LippeBaskets, die erste Halbserie für sein Team in der Oberliga 3. „Wir haben mehrere Ziele vor der Saison ausgegeben – und wir haben alle erreicht“, zieht der Nachfolger von Toni Bevanda zum „Christmas Break“ eine positive Zwischenbilanz. Als Tabellenzweite gehen die Werner ins neue Jahr. Angepeilt war ein Top 3-Platz.

„Ebenso wichtig sind für uns andere Dinge, die wir erarbeitet haben“, sagt Henke. Dies sind: „Eine hohe Trainingsbeteiligung, als Mannschaft zusammenwachsen, sich als Team entwickeln, den jungen Spielern viel Matchpraxis geben und bei ihnen Fortschritte sehen.“

Ein Wermutstropfen trübt den Freudentrunk zum Jahreswechsel: „Wir trainieren so, dass alle Spieler fit werden und fit bleiben. Leider ist uns das bei Yannick (Brüggemann/Kreuzbandriss) nicht gelungen.“

Der Ausfall des Chef-Rebounders zumindest bis zum Saisonende kompensieren die LippeBaskets mit Eigengewächsen. Emre Keskin ist ein Kandidat. „Er ist sehr talentiert, von der Erfahrung her aber noch weit weg. Wir machen ihm keinen Druck“, sagt Christoph Henke.

Jorgo Tilkiaridis aus Dorsten zurück

Mit Jorgo Tilkiaridis wird’s einen Zugang für die Positionen eins oder zwei geben. Das Eigengewächs spielte, wie Keskin, zwischenzeitlich bei der BG Dorsten und stand im erweiterten Kader des dort tätigen Werner Trainers Ivan Rosic.

Momentan besucht Tilkiaridis Verwandte in Griechenland, wird bei seiner Rückkehr voll einsteigen. „Er hat eine tolle Entwicklung genommen, war aber zuletzt am Handgelenk verletzt. Ich denke, er wird erst in der Reserve seine alte Form finden und so richtig ein Mann die neue Saison“, sagt Henke.

Das Pokal-Achtelfinalspiel am vergangenen Montag gegen den zwei Klassen höher spielenden Regionalliga-Tabellenführer WWU Baskets Münster (65:82) war für den Werner Trainer ein schöner Abschluss des Jahres und wohl auch wegweisend, denn: „Die Jungs haben gezeigt, dass sie sich wirklich mit Größeren messen wollen und dass sie in vielen Situationen mithalten können..., in einigen aber auch nicht.“ Henke: „Unser junger Kader ist wettbewerbstauglich, aber mit Potenzial nach oben. Wir brauchen jetzt den nächsten Schritt, um aus der Oberliga ‘raus zu kommen.“

Neustart am Freitag, 8. Januar in Bochum

Nach zehn Siegen in zwölf Ligaspielen und drei Pokalerfolgen will Henke das Saisonziel aber nicht nach oben korrigieren. Der Top 3-Platz steht weiterhin. „Ansonsten führt das schnell zu Enttäuschungen“, sagt Henke, dessen Team zum Start in die zweite Serie bereits am Freitag, 8. Januar, beim Schlusslicht Astro

Stars Bochum III antreten muss (20 Uhr). „Wir haben dann aber noch neun Spiele und darin warten auch noch Gerthe (3., d. Red.) und Tabellenführer Hamm auf uns.“ Erst danach sei eine Kurskorrektur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt sinnvoll.

„Wenn wir fünf Spiele vor Schluss noch die Chance auf den Aufstieg haben“, sagt Henke, „dann werden wir das sicherlich annehmen und alles versuchen.“ Philipp Kappenstein, Henkes ehemaliger Teamkollege und heute Trainer bei den WWU Baskets Münster, drückt jedenfalls die Daumen: „Werne hat das Zeug dazu. Ich würde mich freuen, wenn Christoph mit seinen Jungs den Aufstieg schafft.“

www.lippebaskets.de ‘ 

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