Troy Baugh aus Pasadena verstärkt TV Werne

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Troy Baugh (Nummer fünf) im Kreis der Meistermannschaft des aus der vergangenen Saison in der Oberliga 3, in der aktuell der TV Werne spielt. TuS Breckerfeld

WERNE - Die Basketballer des TV Werne sollen auch in der Saison 2014/2015 in der Oberliga spielen. Um dieses Ziel möglichst frei von jeglichem Druck zu erreichen, spendiert der Vorstand dem jüngsten Team der Liga ein Stück Sicherheit.

Wenn alles gut geht, landet am 2. Januar ein gewisser Troy Baugh in Düsseldorf. Der US-Amerikaner soll in der wichtigsten Phase der Saison vor allem die Lücke schließen, die Cajus Cramer nach seinem Kreuzbandriss schon früh in der Saison hinterlassen hat.

„Wir hätten auch lieber einen jungen deutschen Studenten aus Münster verpflichtet, aber den gibt es so für uns nicht. Du musst erst einmal jemanden finden, der bereit ist, Oberliga in Werne zu spielen“, begründet Jens König die Abkehr von der eigentlichen Philosophie, mit jungen Leuten aus der Region zu arbeiten.

In Königs Netzwerk hat sich allerdings ein Mann verfangen, der die Oberliga-Gruppe des TV 03 kennt, recht jung ist und im vergangenen Jahr zumindest in der Nähe gespielt hat. Troy Baugh aus Pasadena (Kalifornien) war 2012/2013 für den Hagener Vorstadtclub TuS Breckerfeld am Ball und führte das Team als viertbester Scorer zurück in die 2. Regionalliga.

„Er spielt eine gute Defense, hat Zug zum Korb und ist stark im Rebound, auch sehr präsent auf dem Feld, körperlich stark und im Eins gegen Eins in dieser Liga eigentlich kaum zu stoppen“, sagt Breckerfelds Abteilungsleiter Lars-Eric Möller über Baugh. Außerdem sei er kein Ego-Shooter: „Er war bei uns sehr gut integriert – auch außerhalb des Feldes“, sagt Möller über den 24-jährigen Small Forward.

Die Verpflichtung von Troy Baugh ging nicht zuletzt auch deshalb kurzfristig über die Bühne, weil in den ersten drei Spielen nach dem Jahreswechsel weitere Spieler fehlen werden und für den TV Werne fast alles auf dem Spiel steht: Es warten die Spiele gegen die noch sieglosen Teams des TV Unna (11. Januar) und der Ruhrbaskets Witten (18.), dann folgt das Spiel gegen die Baskets Boele-Kabel, die – wie aktuell der TV Werne – zwei Siege auf dem Konto haben.

„Die Spiele sind zu wichtig, um sie einfach auf uns zukommen zu lassen“, sagt Jens König. Und gerade in dieser Phase fällt Justus Altmeyer wahrscheinlich aus beruflichen Gründen aus – dies definitiv aber gegen Unna. Und bei Sebastian Voigt ist nach seiner schweren Verletzung an einen Liga-Einsatz nicht zu denken, so dass ein Spielmacher fehlen wird. „Und welchen Substanzverlust wir durch den Ausfall von Cajus Cramer sowieso schon haben, war ja in einigen Spielen deutlich zu sehen“, sagt Jens König.

Außerdem sei die Saison noch lang und anstrengend: „Bis Ostern haben wir, abgesehen von Karneval, volles Programm, da kann viel passieren. Das hat man bei Cajus und zuletzt ja bei Frederic Meinert gesehen“, meinte König. Meinert war im letzten Punktspiel des Jahres gegen SVD Dortmund II mit Verdacht auf Kieferbruch früh aus dem Spiel genommen worden.

Troy Baugh wird am Abend nach seiner Ankunft erstmals mit dem Werner Team trainieren. Bis zum Kreisduell mit dem TV Unna, das erste seit den 1990er-Jahren (damals in der 2. Regionalliga), hat er nur neun Tage Zeit zur Eingewöhnung.

Während seiner Zeit in Werne soll er auf jeden Fall auch ins Trainerteam eingebunden werden. In Breckerfeld leitete Baugh das Training der U10 und war in eine Schul-AG eingebunden. „Was er bei uns machen wird, müssen wir mal sehen, wenn er gelandet ist“, sagt Jens König. - gu

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