68:56 – LippeBaskets setzen Matchplan perfekt um

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Frederic Meinert und Trainer Toni Bevanda beim Taktikgespräch.

WERNE -  Für die Werner Basketballer gab es am Samstag in der Oberliga (3) unter außergewöhnlichen Umständen den siebten Sieg in Folge. Nach der bewegenden Trauerfeier und der Beisetzung ihres ehemaligen Kollegen Max Schulze Pals am Vormittag in Lüdinghausen standen sie am Abend bei der TG Witten auf dem Parkett und setzten sich mit 68:56 (15:24, 21:17, 11:10, 21:5) durch.

Damit ist ihnen bereits vor dem letzten Saisonspiel am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Ballspielhalle) gegen die AstroStars Bochum II der vierte Platz nicht mehr zu nehmen. Selbst bei einer Niederlage kann Soest nicht mehr vorbei, weil die LippeBaskets den direkten Vergleich mit dem BC 70 gewonnen haben. Bedeutungslos wird die Begegnung dennoch nicht, denn die LippeBaskets sind im Titelkampf das Zünglein an der Waage. Weil die Bochumer am Sonntag mit dem 60:58-Heimerfolg im Spitzenspiel über den TSV Hagen den bisherigen Tabellenführer entthront haben, wären sie mit einem Sieg in Werne Meister und Regionalliga-Aufsteiger.

„Das war klasse“, meinte Jens König, Wernes sportlicher Leiter, über den Auftritt in Witten. Dabei fehlte den Wernern mit Cajus Cramer einer der Leistungsträger. „Es war großartig, wie die Mannschaft alles weggesteckt und den Matchplan von Toni umgesetzt hat – vor allem aber, mit welcher Disziplin und Konsequenz“, meinte König.

Trainer Bevandas Plan: Die heimstarken, aber nicht mehr ganz jungen Gastgeber sollten sich „austoben“, um dann im letzten Viertel vom Tempospiel der Werner ausgeknockt zu werden. Allerdings fiel der Rückstand nach dem ersten Viertel ein bisschen zu deutlich aus. Doch die Werner – angeführt vom überragenden Frederic Meinert – verkürzten bis zur Halbzeit auf fünf Punkte (36:41) und waren drin im Spiel.

Zwar führten die Wittener auch nach dem dritten Viertel noch mit 51:47, doch den Gastgebern war der Kräfteverschleiß schon deutlich anzumerken. In den letzten zehn Minuten wurden sie von den LippeBaskets förmlich überlaufen. Stefan Pavleski traf in der 32. Minute zur erstmaligen Führung (54:53), danach machten die Werner – im Durschnitt wohl zehn Jahre jünger als die Gastgeber – mit einem 11:0-Lauf alles klar. Die Gastgeber kamen im Schlussviertel nur auf fünf Punkte, denn „bei denen war der Tank total leer“, wie Jens König meinte.

LippeBaskets: Altmeyer (2), Tübel (6), Keilinghaus, Weidlich, Meinert (24/4), Plümpe, Brachhaus (11), König (7), Brüggemann, Voigt (9), Pavleski (9) - gu

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