LippeBaskets Werne verlieren gegen den Vizemeister TV Gerthe

Wernes Cajus Cramer in Aktion.  - Foto.Gudra

WERNE -  Die LippeBaskets haben ihre Heimpremiere in der Oberliga mit 71:77 (15:18, 18:10, 24:18, 14:31) gegen den TV Gerthe verloren, aber den Vizemeister der vergangenen Saison an den Rand der Niederlage gebracht.

„Nach dem dritten Viertel waren wir eigentlich tot“, sagt Christoph Venderbosch. Der Ex-Werner selbst sorgt für die Wiederbelebung und knockt die Gastgeber in der Schlussphase gemeinsam mit Spielmacher Thiele fast im Alleingang aus.

Für die mehr als 150 Zuschauer entwickelt sich die Partie zu einem packenden Krimi. Gerthe kommt ein wenig besser ins Spiel, setzt sich nach acht Minuten von 12:12 auf 18:12 ab. Stefan Pavleski hält die Werner mit je einem Dreier vor und nach der Viertelpause im Spiel.

Nun ist es an den Gastgebern, die Akzente zu setzen. Die Gerther lassen sich von dem Tempospiel und der Kampfkraft der Werner beeindrucken. Yannick Brüggemann trifft Mitte des zweiten Viertels zum 22:22, wenig später sorgt Cajus Cramer für die 26:24-Führung. Als Robin Brachhaus Routinier Venderbosch 40 Sekunden vor der Halbzeitsirene mit dem Korb zum 30:26 düpiert und noch zu einem Foul zwingt, werden die Werner Jungs auf der tribüne gefeiert. Meinert sichert schließlich mit zwei Freiwürfen die Fünf-Punkte-Führung zur Pause (33:28).

„Das war schon recht pomadig in der Besetzung, die sie haben. Mal sehen, was sie jetzt machen“, sagte Jens König, sportlicher Leiter der LippeBaskets, zur Leistung der Favoriten.

Zunächst machen die Gerther nichts. Nur Trainer Joachim Wein geht an der Seitenlinie steil, denn sein Team lässt sich weiter vom Tempo und vom Einsatz der Gastgeber beeindrucken. Sebastian Voigt sorgte mit dem 35:28 für den Einstieg in ein furioses drittes Viertel.

Erst nutzen die Gastgeber ein unsportliches Foul von Overwien für einen Vier-Punkte-Angriff, dann netzt Pavleski zum 45:35 ein. Cramers Fastbreak bringt nur Sekunden später die Zwölf-Punkte-Führung (47:35) in der 26. Minute. Als Brachhaus sogar zum 55:42 trifft, verliert Gästetrainer Wein vollends die Fassung. „Wo bleibt der Rebound...???“, brüllt er seine Spieler ob der halbherzigen Verteidigung an.

Doch das aggressive Werner Spiel birgt Gefahren: Foulprobleme zeichnen sich gegen Ende des dritten Viertels ab, als Cramer und Brüggemann zum vierten Mal von den Unparteiischen angezählt werden.

Der TV Gerthe – vor allem aber Christoph Venderbosch – gibt sich noch nicht geschlagen. Mit einem Dreier zum 49:57 eröffnet der Center-Dino die Aufholjagd. Sechseinhalb Minuten vor dem Ende die Schlüsselszene: Cajus Cramer leistet sich ein unnötiges Offensivfoul – das fünfte. Ohne ihn bekommen die Werner viele Probleme, kämpfen mehr mit ihrer Unerfahrenheit als mit ihrem Gegner.

Gerthe nutzt dies eiskalt aus, auch wenn sich die LippeBaskets vehement wehren. Genau zwei Minuten vor dem Ende gehen die Gäste mit 68:67 in Führung – natürlich durch Venderbosch, der wenig später mit einem weiteren Dreier zur Gerther 73:69-Führung trifft. Pavleski verkürzt zwar, doch ein weiterer Ex-Werner entscheidet die Partie: Julian Langhoff trifft mit Freiwürfen zum 75:71.

„Schade“, meint Baskets-Trainer Toni Bevanda, „die Jungs haben alles versucht, sind aber nicht belohnt worden. Die Erfahrung gibt am Ende den Ausschlag.“ Und für Christoph Venderbosch ist klar: „Werne hat super gespielt. Hier werden noch ganz andere Mannschaften Federn lassen. Am Ende hat man die Unsicherheit bei den Jungs gespürt. Sie haben einfach nicht die Erfahrung.“

TV Werne: Westrup, Altmeyer, Cramer (10), Tilkiaridis, Niehüser, Meinert (10), Brachhaus (15), Weidlich, Brüggemann (8), Keilinghaus (9), Voigt (6) Pavleski (13/2) - gu

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