LippeBaskets verlieren drittes Spiel in Folge

+
Niklas Keilinghaus (links) schüttelt hier den Dortmunder Tobias Alef ab.

WERNE - Die LippeBaskets haben am Samstagabend das dritte Spiel in Serie verloren – und damit den Kontakt zu den Top 4 der Oberliga. Gegen die Reserve des SVD Dortmund setzte es vor 120 Zuschauern eine 84:89-Niederlage (19:16, 22:24, 26:21, 17:28). Für die entscheidenden Dortmunder Punkte sorgte ein alter Bekannter: Radek Manske.

Klar, dass der Schütze der letzten Körbe glücklich war: „Es hat richtig Spaß gemacht, hier mal wieder zu spielen. Wir wollten heute unbedingt gewinnen, das fehlte bei uns in den letzten Spielen“, meinte Manske, der noch das Trikot des TV Werne getragen hatte und überrascht war über „alte“ Bekannte: „Kompliment, was sich hier in Werne entwickelt hat und – wenn ich Cajus Cramer sehe – wie sich einige junge Spieler hier entwickelt haben.“

Cajus Cramer war im Werner Team allerdings ziemlich alleine, wenn es darum ging, die spielerischen Vorteile in Punkte umzusetzen – und das trotz der beachtlichen 84. „Spielerisch war das nicht schlecht. Aber wir haben nichts getroffen im ersten Viertel, die Quote war unterirdisch. Und dann hat uns Cajus ein bisschen gerettet“, meinte Trainer Toni Bevanda.

Die Werner starteten furios: Es waren sieben Sekunden gespielt, da traf Yannick Weidlich bereits zur 2:0-Führung. In der Folge gab’s Chance auf Chance, doch viel zu wenig Ertrag. Immerhin traf Cramer mit der Pausensirene zum 19:16 und war in den ersten sieben Minuten des zweiten Viertels der Alleinunterhalter: Er erzielte die nächsten 13 Werner Punkte „am Stück“ und traf – ob Fastbreak, Freiwurf oder Dreier – mit enormer Sicherheit. Diese übertrug sich allerdings nicht auf seine Kollegen.

Dennoch reichte es, um sich im Verlauf des dritten und am Anfang des letzten Viertels auf zwölf Punkte abzusetzen (75:63). Allerdings hätte die Partie hier nach Bevandas Geschmack längst entschieden sein müssen: „Das sah aus wie Rentner-Basketball. Wir haben uns auf deren Rhythmus eingelassen“, ärgerte sich der Werner Trainer. „Wir durften uns von der jungen Werner Mannschaft schließlich nicht überrennen lassen“, meinte Manske.

Hinzu kamen zwei Komponenten: Je höher die Fehlerquote, desto größer die Ungeduld bei den Gastgebern: „Sie waren total frustriert“, meinte Bevanda. Die Folge: Noch mehr Fehler. Und: Center Robin Brachhaus fehlte aus beruflichen Gründen und mit ihm ein Stück Stabilität unter beiden Körben.

So schossen sich die Gäste mit einer 18:2-Serie nach vorne und führten nach einem Korb von Manske mit 81:77. Die Werner konterten, trafen durch Cajus Cramer zur 84:83-Führung. Als der Dortmunder Lenze bei diesem Spielstand gut 56 Sekunden vor dem Ende einen Schrittfehler beging, hatten die Gastgeber den Ball und die bessere Ausgangslage – aber die schlechteren Nerven, wie gleich ein Fehlversuch von Meinert zeigte.

Auf der Gegenseite verwandelte Manske 19 Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe zum 87:84 für Dortmund, dann verschoss auch Cramer einen Dreier, der im Erfolgsfall die Verlängerung bedeutet hätte. So aber gab’s ein letztes taktisches Foul und die entscheidenden Punkte für den Gast – durch Manske.

Dass die Werner nun eine längere Niederlagenserie fürchten müssen, ist eher auszuschließen. Nach dem spielfreien Karnevalswochenende geht’s zum TV Unna. Der Tabellenletzte hat bisher alle Begegnungen in dieser Saison dreistellig verloren...

LippeBaskets: Westrup, Altmeyer (6/1), Cramer (31/5), Tübel (2), Meinert (13/3), Plümpe, Weidlich (2), Brüggemann (8), Keilinghaus (2), Voigt (6), Pavleski (14/1) - gu

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare