Werner Serie reißt beim Vorletzten

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Freddy Meinert kam auf 20 Punkte.

WERNE - Nach vier Siegen in Folge haben die Werner Korbjäger überraschend beim Tabellenvorletzten verloren.

Oberliga (3): TVE Barop – LippeBaskets 78:71 (20:20, 12:20, 23.13, 23:18). „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, in der zweiten überhaupt nicht“, fasste Jens König, der Trainer ToniBevanda vertreten hat, das Spiel in aller Kürze zusammen.

Bis zur Pause ging der Matchplan des Tabellenvierten in der ungewohnt kleinen und mit Holzbrettern ausgestatteten Halle auf. Die taktischen Vorgaben wurden um- und alle Spieler bereits eingesetzt. Acht Punkte Vorsprung zum Seitenwechsel (40:32) waren der Lohn.

„Und dann“, sagt Jens König, „kommen wir aus der kabine und verlieren völlig den Faden.“ Zwar bauten die Werner ihren Vorsprung kurzzeitig auf zwölf Punkte aus, doch vor allem in der Defensivarbeit wurden sie zu nachlässig. „Mit etwas mehr Intensität in der Verteidigung hätte das sicherlich anders ausgesehen“, meinte König, der auf Niehüser, Pavleski und Tübel verzichten musste.

Aber auch im Offensivbereich setzten die Spieler nicht mehr das um, was König vorgegeben hatte. So sollten seine Spieler möglichst oft zum Korb ziehen, um viele Fouls der Baroper herauszufordern. „Dass wir im dritten Viertel nur zwei Freiwürfe hatten, sagt in diesem Punkt doch alles aus“, meinte König. Am Ende war auch die Freiwurfquote kein angenehmes Thema. Nur zehn der 20 Würfe von der Linie saßen – schlappe 50 Prozent.

Im Schongang ließ sich die Aufgabe letztlich nicht lösen. Dabei hatten die Gäste bei lediglich zwei Punkten Rückstand vor dem letzten Viertel (53:55) alle Chancen selbst in der Hand. „Man muss aber auch sagen: Barop hat das richtig gut gespielt und den Moment ausgenutzt, während bei uns irgendwann der Deckel auf dem Korb lag“, meinte König.

Die Niederlage sei unnötig, am Ende aber nicht tragisch, meinte der sportliche Leiter der LippeBaskets. König: „Im Gegenteil. Es vielleicht sogar eine wichtige Niederlage, um sich wieder zu erden und daraus zu lernen.“ Dies nicht so sehr mit Blick auf den Mittwoch, wenn sich der ambitionierte Erst-Regionalligist FC Schalke 04 im westdeutschen Pokalwettbewerb in Werne vorstellen wird. König hat eher das nächste Punktspiel am 29. November daheim gegen Boele-Kabel im Blick – ein Gegner, der wie Barop um den Ligaerhalt kämpft.

LippeBaskets: Westrup, Altmeyer (12), Cramer (16), Keilinghaus (5), Weidlich (2), Meinert (20), Plümpe, Brachhaus (4), Brüggemann (8), Voigt (4) - gu

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