AstroStars schon vor Sieg in Werne im Meisterhimmel

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LippeBaskets-Center Yannick Brüggemann sucht gegen Rospek den Weg zum Korb.

WERNE - Noch einmal ein Festtag für die Basketball-Freunde in Werne: 300 finden sich zum Saisonfinale in der Ballspielhalle ein und sehen, wie die AstroStars Bochum II in der Oberliga (3) ihr Meisterstück abliefern gegen keinesfalls schwache LippeBaskets.

Der neue Meister siegt beim Liga-Vierten mit 72:64 (25:11, 17:20, 19:17, 11:16) und bildet für die Profis künftig einen passenden Unterbau in der 2. Regionalliga.

Dabei legen die Bochumer – mit dem Werner Lukas Mersch im Team – einen Raketenstart hin: Nach 58 Sekunden führen sie mit 6:0, lassen ihren Gastgebern keine Zeit, auch nur ein bisschen Luft zu holen und haben sich schnell eine 12:0-Führung herausgeschossen.

Was die Bochumer Spieler zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht wissen: Der Mitkonkurrent TSV Hagen hat in eigener Halle überraschend klar mit 51:63 gegen den BC Soest verloren. Meister und Aufstieg sind entschieden.

Bochum profitiert von den ersten Minuten

Die Brisanz ist eigentlich raus. Dass die Bochumer Fans auf den Rängen dies lautstark feiern, liegt – so glauben die Spieler – an der deutlichen Führung. Und auch für das Publikum ist es nur von Vorteil, dass nicht auch unten auf dem Feld schon die Party eingeläutet wird.

Denn es entwickelt sich ein temporeiches und dynamisches Spitzenspiel, weil die Werner nach etwas mehr als vier Minuten und dem erfolgreichen Dreier-Versuch von Meinert zum 3:12 damit beginnen, sich gegen das drohende Debakel zu wehren.

„Wir haben natürlich von unserem tollen Start gelebt. Werne hat gefighet. Und immer dann, wenn wir eine Schwächephase hatten, kamen sie heran. Ich kann jetzt nicht sagen, dass unser Sieg ungefährdet war“, meint der Bochumer Trainer Benedikt Franke.

Das wird zum Beispiel im zweiten Viertel deutlich. Da verkürzen die Gastgeber innerhalb von fünf Minuten auf 24:32 und sind wieder auf Schlagdistanz. Insgesamt aber pendelt sich die Bochumer Führung bei durchschnittlich zehn Punkten ein – mit kleineren Ausschlägen nach oben und unten.

Fehlstart ist nicht mehr auszubügeln

Auch nach dem Seitenwechsel mühen sich die Werner ohne Unterlass und nach Kräften, den Fehlstart irgendwie auszubügeln. Doch sie kommen nicht so weit an die Gäste heran, dass diese noch einmal nervös werden. Im Gegenteil: Mit Beginn des Schlussviertels sorgt Bakoa für die Bochumer 15-Punkte-Führung (51:36) und damit für die Entscheidung, auch wenn ein Dreier von Meinert fünf Minuten vor dem Ende zum 54:65 noch einmal ein bisschen Hoffnung macht.

Das Spiel bleibt bis zur Schlusssirene sehr intensiv, auch wenn Bochums Trainer Franke meint, dass „man sehen konnte, dass die Saison Kraft gekostet hat.“ Die Gastgeber belohnen sich dafür in der Schlussminute, in der Cajus Cramer mit zwei Dreiern für die letzten Körbe der Saison 2014/2015 sorgt.

LippeBaskets: Altmeyer 1, Cramer 15/3, Tübel 12, Meinert 12/1, Plümpe, Brachhaus 9, Brüggemann 3, Keilinghaus, Voigt 2, Pavleski 10 - gu

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