Premiere in der Pro B für Lukas Mersch

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Lukas Mersch (10) im Trikot der AstroStars Bochum bei seinem letzten Auftritt mit der Oberliga-Mannschaft in Werne – hier gegen Cajus Cramer.

WERNE -  Erfolgreiche Premiere für Lukas Mersch: Zum ersten Mal hat Werner Basketballer für die VfL AstroStars Bochum in der Pro B gespielt. Vor 550 Zuschauern siegte sein Team im Derby gegen die Citybaskets Recklinghausen mit 83:74.

Zwei Minuten und 20 Sekunden Nettospielzeit standen für den 21-Jährigen im Protokoll – es sollen bald mehr werden.

„Ich bin zufrieden, dass ich überhaupt spielen durfte“, sagt der Small Forward, „denn es war zum Saisonauftakt ein ganz wichtiges und auch enges Spiel.“ Dass ihn Trainer Kai Schulze zeitig wieder vom Feld nahm, kann Mersch nachvollziehen: „Ich war jetzt nicht ganz so gut. Es war auch ein Fehlpass dabei...“ Der dürfte einer gewissen Nervosität geschuldet gewesen sein. Ansonsten sei es schön gewesen, wieder einmal vor einer großen Kulisse zu spielen, sagt Mersch.

Das war in der vergangenen Saison nicht so. Da spielte Mersch – noch zusammen mit Jan König – in der zweiten Mannschaft der AstroStars. Und da waren die Ränge wohl nur beim Spiel in Werne gut gefüllt.

Ein Glücksfall war für ihn, dass die Bochumer Verantwortlichen den bisherigen Reservetrainer Schulze zum Chef beförderten und diesen mit einer Kaderverjüngung beauftragten. Schulze setzte auf bewährte Leute, holte neben dem Werner auch Lennart Rupprecht und Max Schöner in den Pro B-Kader. „Er hat uns da vertraut“, freut sich Lukas Mersch.

Auch wenn das Studium der Wirtschaftswissenschaft im Vordergrund steht: In dieser Saison will Mersch auf jeden Fall alles mitnehmen. Dabei ist das Pensum enorm. In der Vorbereitung standen – begünstigt durch die Semesterferien – meistens zwei Einheiten täglich auf dem Programm. Nun wird es sich wöchentlich bei vier Einheiten mit der Pro B-Mannschaft, möglichst einer Einheit bei der „Zweiten“ sowie den Spieleinsätzen in beiden Mannschaften einpendeln. „Da kommt einiges zusammen“, sagt Mersch, „aber das ist eine Erfahrung, die ich diese Saison auf jeden Fall machen möchte.“

So wird er auch am Wochenende in Braunschweig auf dem Parkett stehen – und das ist noch eine der kürzeren Fahrten in der Gruppe Nord. Da geht es bis nach Dresden, Rostock oder Leipzig. Derbys gibt es nur gegen Recklinghausen und Herten. Unverständlich für Mersch: Schwelm und Iserlohn wurden der Süd-Gruppe zugeordnet. „Von meiner Wohnung aus sind es 15, vielleicht 20 Minuten bis nach Schwelm“, sagt der Wahl-Bochumer.

Der Kontakt nach Werne wird trotz seines pickepackevollen Terminkalenders gewahrt. „Ich will auf jeden Fall meine Freunde mit der neuen zweiten Mannschaft spielen sehen“, sagt er. Die Truppe mit vielen alten Weggefährten würde er am liebsten zu Sim-Jü besuchen, aber „da spielen wir sonntags in Rostock und werden wahrscheinlich schon Samstag anreisen.“ Irgendwann soll es aber klappen.

Abzuwarten bleibt auch, ob er am letzten Oberliga-Spieltag (2. Mai) mit der zweiten Mannschaft in Werne antreten wird. Da ist die reguläre Saison in der Pro B zwar vorbei, doch die Ziele sind höher gesteckt: „Wir wollen auf jeden Fall in die Playoffs.“

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