LippeBaskets vor dem Start: „Top drei realistisches Ziel“

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Mit diesem Team geht es in die Basketball-Oberliga: Oben von links Christoph Henke (Trainer), Bastian Voigt, Stefan Pavleski, Yannick Weidlich, Merlin Plümpe, Cajus Cramer, Sven Suttorp, Robin Brachhaus, Emre Keskin, Jens König (sportlicher Leiter), unten von links Kristy Köhler (Physiotherapeutin), Timo Tübel, Niklas Keilinghaus, Andrej Docenko, Frederic Meinert, Justus Altmeyer, Marius Westrup, Michael Kussel, Lukas Wiedey, Thomas Rupieper (Teambetreuer). Es fehlen Jan König und Yannick Brüggemann.

WERNE - „Die Top 3 sind ein motivierendes und gleichzeitig realistisches Ziel“, sagt Christoph Henke, der neue Trainer der LippeBaskets, vor dem Start in die Oberliga-Saison 2015/2016 an diesem Samstag beim Erzrivalen BC Soest.

Nicht er habe diese Vorgabe gemacht, sondern die Mannschaft. „Wichtig ist“, sagt Henke, „dass der Verein das nicht vorgibt, sondern die Spieler daran glauben.“

Den Anspruch, am Ende der Saison aufzusteigen, formuliere man aber nicht, sagt Henke. Mittelfristig dürfte sich das ändern. Denn durch die Altersstruktur mit vielen jungen Spielern werde es von Saison zu Saison Fortschritte geben, ist Henke sich sicher.

Das Auftaktprogramm für die LippeBaskets ist bunt gemischt und weist zum Auftakt schon die Richtung: „Soest ist auch ein gut aufgestellter Verein. Ich denke, dass sie auch ein Top 3-Kandidat sind“, sagt Henke. Um die Liga mit ihren Stärken und Schwächen sonst einzuschätzen, „müsste ich mir eine Glaskugel holen“, sagt der LB-Trainer, „denn es ist mein erstes Trainerjahr in dieser Liga, da sind Prognosen schwierig.“ Von der Historie her hält er neben BC Soest auch den Vorjahrsdritten, Gerthe, oder auch das Team der Baskets Boele-Kabel mit den Talenten aus der Jugend-Bundesligamannschaft von Phönix Hagen für sehr stark. Bei Aufsteiger Noma Iserlohn II erwartet er als Pro B-Reserve ebenfalls ein junges und starkes Team. „Sie profitieren vom Know-how der Ersten. Das ist ein gut geführter Verein und da ist die Zweite in der Regel gut aufgestellt.“

Videoanalyse und Individualtraining

Ansonsten ließe sich – zum Beispiel auch über Absteiger Lüdenscheid – recht wenig sagen. Weil viele Vereine in der Liga nichts preisgeben, sind Recherchen schwierig. „Also müssen wir uns auf unsere eigenen Stärken verlassen und im Spiel auf das reagieren, was der Gegner uns so anbietet“, sagt Henke.

Auch das soll sich ein wenig ändern. Von den Heimspielen wird’s bewegte Bilder geben, mit den Videoanalysen sollen eigene Defizite aufgearbeitet werden, aber mit Blick auf die Rückrunde auch das Spiel des einen oder anderen Gegners gelesen werden. Henke hofft auf die Kooperation mit der angrenzenden Schule: „Vielleicht bekommen wir ja einen Raum dafür zur Verfügung gestellt.“

Auch sonst hat sich inzwischen einiges verändert: Neben den drei Regeleinheiten bietet Henke ab sofort auf freiwilliger Basis ein Individualtraining an, das donnerstags in der kleinen Halle des Schulzentrums stattfindet. Außerdem unterstützt ihn Kapitän Frederic Meinert als Fitnesscoach, und dessen Lebensgefährtin Kristy Köhler ist als Physiotherapeutin fest dabei. „Der Schlüssel, um Spiele zu gewinnen ist der, dass man fitter ist als andere Teams“, weiß natürlich auch Henke. Zuletzt bewiesen beim 79:75-Erfolg über die Nationalmannschaft der Bundeswehr in Warendorf.

18 Spieler hat Christoph Henke aktuell in seinem Aufgebot, mit sehr vielen jungen, aber auch routinierten Kräften. Er kann so auf alle Eventualitäten und Situationen reagieren. „Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht“, sagt Henke, der einen Kern von 13 Spielern hat, dennoch einen sehr durchlässigen Kader verspricht.

Neu dabei sind zwei alte Bekannte: Andrej Docenko spielte schon in der Regionalliga für Werne, soll die erfahrene Riege mit Kussel, König, Meinert und Cramer ergänzen und helfen, das junge Team zu stützen. Und Jugendspieler Emre Keskin kehrt nach einer Saison bei der BG Dorsten zurück nach Werne. Neben ihm sind zwei weitere junge Leute neu im erweiterten Aufgebot: Lukas Wiedey, der in der vergangenen Saison in der Werner U18 sowie im Nachwuchsbereich des UBC Münster am Ball war, und Sven Suttorp aus Herbern.

Dessen Kernmannschaft wird zunächst die U18 in der Regionalliga sein. „Sven ist ein sehr talentierter Spieler und bringt eine gewisse Größe mit. Die nächsten zwei Jahre werden für ihn richtungsweisend“, sagt sein Trainer. Derweil ist Lukas Wiedey bereits ein Kandidat für das 12er-Aufgebot am Samstag in Soest. Durch seine Erfahrung aus der Jugend-Bundesliga sei er einen Schritt weiter, sagt Henke.

Das erweiterte Aufgebot

Zugänge: Lukas Wiedey, Sven Suttorp (beide eigene Jugend), Andrej Docenko (SSV Hamm), Emre Keskin (zurück von der BG Dorsten), Michael Kussel – Abgänge: David Niehüser, Jens Langos

Point Guard: Justus Altmeyer, Sebastian Voigt

Shooting Guard: Stefan Pavleski, Marius Westrup, Merlin Plümpe. Lukas Wiedey, Andrej Docenko, Jan König, Cajus Cramer

Power Forward: Frederic Meinert, Yannick Weidlich; Niklas Keilinghaus, Timo Tübel, Michael Kussel, Emre Keskin

Center: Yannick Brüggemann, Robin Brachhaus, Sven Suttorp

Trainer: Christoph Henke (1. Jahr) für Toni Bevanda

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