Bei den LippeBaskets: Es fehlt ein wenig die weibliche Note

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Der weibliche Nachwuchs bei den LippeBaskets – hier mit Karo Mersch (l.) ist weniger geworden. Doch der Verein will an diesem Problem arbeiten.

WERNE - Das waren noch Zeiten: Es gab Jahre, da meldeten die LippeBaskets noch als TV Werne nahezu in jeder weiblichen Altersstufe eine Mannschaft.

In dieser Saison bleibt davon als rein weibliches Team nur noch die U19 in der NRW-Liga übrig. Dort treffen sie gerade mal auf drei weitere Teams. Ein Nachwuchsproblem, dass nicht nur auf die LippeBaskets zutrifft. Die werden aber schon aktiv.

Seit diesem Sommer gibt es zwei weibliche U8-Mannschaften, die von Sandra Wieklinski in der offenen Ganztagsbetreuung geschult werden im Umgang mit dem Ball. „Die Gruppen wurden bewusst nach Geschlecht getrennt, damit die Mädchen sich in Ruhe entwickeln können“, erklärt der sportliche Leiter der LippeBaskets, Jens König. Er ist sich dieses Problems bewusst.

„Wir haben gerade im weiblichen Nachwuchsbereich etwas aufzuarbeiten, da ist uns zwischenzeitlich etwas weggerissen“, gibt er offen zu. Er sieht aber auch das Betreuungsproblem. Viele ältere weibliche Spielerinnen, die sich passenderweise als Betreuerinnen von Mädchenteams anbieten würden, verlassen irgendwann den Verein aus Studiengründen, so dass immer wieder neue qualifizierte Kräfte gefunden werden müssten. „Allgemein sinkt aber auch die Bereitschaft zum Ehrenamt“, hat König festgestellt. Und das Problem betreffe nicht nur den Basketball, sondern auch viele andere Sportarten.

Dass mit dem Mädchenbasketball-Angebot des TV Werne nun auch Konkurrenz in der eigenen Stadt entsteht, findet er schade. „Man sollte die Kräfte dann gerade in diesem Bereich doch besser bündeln“, stellt er sich die Frage, ob man sich zwei konkurrierende Mädchenbasketball-Angebote überhaupt leisten könne.

Er sieht die LippeBaskets in Sachen weiblicher Basketball-Sport aber auch für die Zukunft durchaus gerüstet. Der Grundstein sei mit dem Aufbau der U8-Teams gelegt, außerdem spielen auch in den gemischten U10- und U12-Mannschaften viele Mädchen mit. „Es kann was entstehen, wir müssen nur dranbleiben“, mahnt er . - lel

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